Backup in Linux mit Timeshift, BorgBackup & Co. Linux: vollständige Datensicherung und -wiederherstellung in der Praxis

Von Thomas Joos

Geht es um die Sicherung von Daten auf Linux-Servern, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wir geben in diesem Beitrag einen Einblick in die Sicherungsmöglichkeiten, die unter anderem auch für Ubuntu interessant sein können.

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Wer Daten auf Linux-Servern sichern will, hat mehrere Möglichkeiten. Wir zeigen einige der wichtigsten.
Wer Daten auf Linux-Servern sichern will, hat mehrere Möglichkeiten. Wir zeigen einige der wichtigsten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

TimeShift ist ein beliebtes Programm, um Sicherungen von Ubuntu/Debian-Systemen aufzubauen. Es gibt aber noch weitere Lösungen, die einen ähnlichen Umfang bieten, zum Beispiel BorgBackup. Am Beispiel von BorgBackup gibt es wiederum verschiedene Clients, mit denen sich die Sicherung steuern lässt.

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Für macOS- und Linux-Desktops wird hier oft Vorta verwendet. Auf Ubuntu- und Debian-Systeme kommt darüber hinaus auch „Back in Time“ (BiT) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Sicherungslösung, die ähnlich wie Time Machine in macOS funktoniert.

Backup mit Timeshift

Mit Timeshift lassen sich auch Computer mit Ubuntu und Debian sichern. Das Tool kann inkrementelle Snapshots des Dateisystems erstellen und setzt dabei auf RSYNC oder BTRFS. Die Einrichtung dazu findet nach der Installation über die grafische Oberfläche von Timeshift statt. Wenn Timeshift nicht in den Standard-Repositories zur Verfügung steht, kann das Repository des Entwicklers in das System eingebunden werden, um die Installation vorzunehmen.

Normalerweise ist das Repository von Timeshift in Ubuntu ab 20.04 eingebunden. Das gilt auch für die Versionen 21.04 und 21.10. Sollte TimeShift im Repository nicht vorhanden sein, lässt es sich mit folgendem Befehl integrieren:

add-apt-repository -y ppa:teejee2008/ppa

Die Installation kann im Terminal mit dem folgenden Befehl installiert werden:

apt install timeshift

Für die Sicherung von Daten sollte generell möglichst immer ein externer Datenträger zum Einsatz kommen. Das gilt für Timeshift, aber auch für andere Sicherungslösungen.

Datensicherung in der GUI mit Timeshift

Ein Vorteil von Timeshift liegt darin, dass das Tool über eine grafische Oberfläche verfügt, die Sie über die Programmsuche in Ubuntu starten können. Beim Starten können Sie gleich auswählen, ob Sie Snapshots auf Basis von RSYNC oder mit BTRFS erstellen wollen. Im Anschluss kann das Laufwerk ausgewählt werden, auf das Timeshift die Daten des Systems sichern soll.

Im Anschluss erfolgt die Auswahl der Snapshot-Ebenen. Hier wird die Anzahl der Snapshots definiert, die Timeshift monatlich, wöchentlich, täglich und stündlich erstellen soll.

Danach besteht die Möglichkeit festzulegen, welche Home-Directories auf dem Computer gesichert werden sollen. Nach der Einrichtung startet die Verwaltungsoberfläche von Timeshift. Mit dem Menüpunkt „Create“ kann ein erster Snapshot erstellt werden. In der grafischen Oberfläche lassen sich auch jederzeit die Einstellungen von Timeshift ändern. Auch der Einrichtungsassistent lässt sich an dieser Stelle aufrufen. In der GUI von Timeshift ist es zudem möglich, die einzelnen Snapshots zu durchsuchen.

Daten mit Timeshift wiederherstellen

Das Wiederherstellen von Daten ist mit Timeshift genauso einfach wie die Erstellung von Datensicherungen. Nach dem Start der Software lassen sich die einzelnen Snapshots mit „Browse“ durchsuchen. Eine Wiederherstellung ist wiederum mit „Restore“ möglich. Beim Aufrufen der Wiederherstellung besteht der erste Schritt darin, das Wiederherstellungsziel auszuwählen.

Mit „Next“ vergleicht Timeshift den aktuellen Status der Umgebung mit den Daten aus dem Snapshot und zeigt die einzelnen Wiederherstellungsaktionen an. Nach der Bestätigung der einzelnen Aktionen mit zweimal „Next“ beginnt ohne weitere Rückfrage die Wiederherstellung des Systems.

BorgBackup und Vorta

Eine weitere Möglichkeit zur Sicherung von Daten ist BorgBackup mit Vorta. Auch hier ist es sinnvoll, die Daten auf einem externen Speicher zu sichern. Die Installation von BorgBackup erfolgt am Beispiel von Ubuntu mit dem folgenden Befehl:

sudo apt-get install borgbackup

Die Konfiguration von BorgBackup erfolgt zunächst im Terminal. Neue Backups lassen sich zum Beispiel im Terminal mit „borg create“ erstellen. BorgBackup kann auch Daten von Datenbanken sichern und läuft auch mit einem Cronjob für die Automatisierung. Wer die Einrichtung mit einer grafischen Oberfläche durchführen möchte, kann sich den Vorta-Client installieren. Die Installation wird gestartet mit:

sudo apt install vorta

Nach der Installation von Vorta steht die grafische Oberfläche bei den Programmen in Ubuntu zur Verfügung und kann die BorgBackup-Installation steuern. Die Entwickler zeigen die Möglichkeiten von Vorta auf der Webseite des Projektes.

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Back in Time – Daten auf Linux mit Time Machine aus macOS sichern

Back in Time bietet in Linux ähnliche Möglichkeiten wie Time Machine in macOS. Die Installation erfolgt mit folgenden Befehlen:

sudo add-apt-repository ppa:bit-team/stablesudo apt-get updatesudo apt-get install backintime-qt4

Nach der Installation steht auch für Back in Time ein Client in Ubuntu zur Verfügung. Nach dem Start kann das Tool zur Konfiguration gestartet werden.

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