Container und VMs im Team

KubeVirt als Teil der OpenShift Container Platform

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Stephan Augsten

KubeVirt erweitert die Kubernetes-Orchestrierung um zusätzliche Virtualisierungstypen.
KubeVirt erweitert die Kubernetes-Orchestrierung um zusätzliche Virtualisierungstypen. (Bild: KubeVirt)

Von den Neuerungen, die Red Hat im Mai angekündigt hat, gehört die Container-native Virtualisierung zu den spannendsten. Das Open-Source-Projekt KubeVirt diente dabei als Vorlage und wurde mit Blick aufs Enterprise-Segment weiterentwickelt.

Open-Source-Unternehmen wie Red Hat erfinden selten das Rad neu. Das gilt querbeet für das gesamte Produktportfolio, vom Enterprise-Linux RHEL über Red Hat Virtualization bis hin zu OpenShift. Oft ist es aber so, dass Red Hat schon langer verfügbare Technologie zur Marktreife verhilft.

Das Unternehmen aus Raleigh verpackt und unterstützt solche Lösungen besser, als es die Community bzw. die Projektverantwortlichen oder Unternehmen tun (könnten). Ist es der Verbreitung einer neuen Technologie nützlich, werden Unternehmen auch schon mal übernommen, fast immer unter Beibehaltung des quelloffenen Charakters. Oft führt eine Akquisition von Red Hat sogar erst zur Öffnung neuer Projekte.

Die in San Francisco erfolgte Ankündigung einer Container-nativen Virtualisierung ist nicht mehr und nicht weniger, als eine Absichtserklärung: In naher Zukunft wird Red Hat das Open-Source-Projekt KubeVirt als Technology Preview in einer der künftigen Version der OpenShift Container Platform als Teil der Red Hat Cloud Suite verfügbar machen.

VMs im Container Cluster

In OpenShift soll die neue Technologie Container und Virtualisierung auf optimale Weise miteinander integrieren, so wie es das Open-Source-Community-Projekt KubeVirt vorsieht. Entwickler können dann theoretisch mit virtuellen Maschinen genauso einfach und elegant umgehen, wie heute schon mit Container-basierten Applikationen. Virtualisierte Applikationen lassen sich also mit dem OpenShift Service Catalog konzipieren und Projekten hinzufügen, ganz so wie bei der Arbeitsweise containerisierter Applikationen.

Was macht KubeVirt?

Die KubeVirt-Technologie erweitert im Kern die Container-Management-Plattform Kubernetes um zusätzliche Virtualisierungstypen, darunter auch der Typ „VM“. Dies wird über die Kubernetes Custom Resource Definitions API realisiert. Der Mechanismus gestattet das Verwenden der Kubernetes-API, um die VM-Ressourcen neben allen anderen von Kubernetes bereitgestellten Ressourcen zu verwalten.

Da Ressourcen allein nicht ausreichen, um virtuelle Maschinen im Kubernetes-Cluster zu starten, müssen dem Cluster auch die Funktionalität und Geschäftslogik hinzugefügt werden. Konkret wird diese Funktionalität nicht Kubernetes selbst, sondern dem Kubernetes-Cluster mittels auf einem vorhandenen Cluster ausgeführter Controller und Agenten hinzugefügt.

KubeVirt stellt dabei die erforderlichen Controller und Agenten bereit, wobei das Verwenden von KubeVirt deklarativ erfolgt. Der Nutzer erstellt dementsprechend eine vordefinierte VM, plant diese auf einem Kubernetes-Cluster ein und kann sie dann nach Belieben starten, stoppen oder löschen.

Digitale Transformation

Nach Ansicht von Red Hat ist die neue Technologie ist vor allem im Hinblick auf die Digitale Transformation von Bedeutung, welche die Fähigkeit, Applikationen schnell entwickeln, bereitstellen und warten zu können, obligatorisch macht. Nach Ansicht von Red Hat erschwert die bisherige Trennung von VMs und Containern solche Aufgaben von den zugrundeliegenden Plattformen bis zu den Entwicklungs- und Betriebs-Workflows durch hohe Komplexität und Kosten sowie die bisher noch eingeschränkte Integrationsfähigkeit. Mit Container-nativer Virtualisierung ließe sich die Applikationsentwicklung beschleunigen und modernisieren.

Weitere Informationen zur Container-nativen Virtualisierung finden sich im Red Hat Blog zur Verfügung. Zudem ist die geplante KubeVirt seitens Red Hat unter Experten kein Geheimnis. Schon auf der letztjährigen Cloud-Native-Con stellten Red Hats Itamar Heim und Fabian Deutsch die geplante Integration in einem Vortrag vor.

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