Interessante GitHub-Projekte für Entwickler, Teil 3 Kubernetes-Testing, MacOS-Paketmanager und mehr

Autor / Redakteur: Christian Rentrop / Stephan Augsten

GitHub quillt schier über vor interessanten Open-Source-Werkzeugen. Dabei gibt es durchaus Projekte, die noch Unterstützung verdienen, als Inspirationsquelle dienen – oder schlicht als gute Tools den Alltag erleichtern.

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Bei GitHub laden etliche Projekte zum Verwenden, Mitmachen und Nachahmen ein.
Bei GitHub laden etliche Projekte zum Verwenden, Mitmachen und Nachahmen ein.
(Bild: Free-Photos / Pixabay )

Kubescape: Kubernetes Security Test

Kubespace ist ein Security-Testing-Tool für Kubernetes: Es dient dazu, Kubernetes im laufenden Prozess auf Sicherheitslücken zu untersuchen, und zwar nach den hohen Anforderungen der US-amerikanischen Inlandssicherheit NSA/CSS. Kubespace ist dafür entwickelt, von zugrundeliegenden YAML-Dateien bis hin zu ganzen Clustern Sicherheitschecks durchzuführen.

Caddy: Alternativer Webserver

Es muss nicht immer Apache sein: Der Webserver Caddy verspricht, die Infrastruktur zu vereinfachen, und das ist ja zunächst immer eine gute Idee. Zu diesem Zweck setzt Caddy vollständig auf HTTPS, das er auch automatisch per Voreinstellung verwendet, sprich: Der lästige Overhead für die Erstellung und Erneuerung von TLS-Zertifikaten entfällt hier vollständig durch die automatische Unterstützung von LetsEncrypt und anderen Zertifikatsstellen.

Der grundsätzlich moderne und ganzheitliche Ansatz des Caddy Server könnte mittelfristig dafür sorgen, dass Caddy zu einem echten Konkurrenten für Apache und/oder NGINX heranwächst. Bereits jetzt ist er durchaus eine Alternative, weshalb Entwickler das Caddy-Projekt im Auge behalten sollten.

Jina: Neurale Suchmaschine

Wer sich mit neuralen Netzwerken auseinandersetzt, wir früher oder später auch auf das Thema „Neurale Suche“ stoßen: Eine Suchfunktion, die von KI-Technologie im Hintergrund gestützt wird. Das Projekt Jina stellt genau eine solche Suchfunktion zur Verfügung, die enorme Leistungen vollbringt.

So ist Jina in der Lage, alle Datentypen gezielt zu durchsuchen, darunter sogar Bilder, Videos und Musik. Dabei ist Jina Cloud-nativ und so entworfen, dass sie auf eigener Infrastruktur arbeitet – ohne Einbindung von Drittanbieter-Technologien. Dadurch ist Jina für alle Projekte, die Suchfunktionen nutzen, interessant.

Klipper: 3D-Drucker-Firmware

Im Internet of Things und der Industrie 3.0 werden kleine Objekte und Gehäuse für Mini-Systeme immer wichtiger. 3D-Drucker helfen dabei, diese Objekte zu erstellen. Und selbst die 3D-Drucker können natürlich selbst hergestellt werden. Wichtig ist dafür natürlich die passende Firmware, die das Projekt Klipper liefert.

Kleinstrechner wie der Raspberry Pi können als Grundlage für die Steuerung verwendet werden, allerdings kann

auch auf alte Mikroprozessoren zurückgreifen. Der Code ist maximal portabel gehalten. Dadurch ergibt sich eine leistungsfähige 3D-Drucker-Firmware, die als Grundlage für ein eigenes Projekt oder Produkt verwendet werden kann – oder als Lernhilfe für die Steuerung solcher Geräte.

FileBrowser: Dateimanager fürs Web

Wer auf einem Webserver eine kleine Cloud einrichten oder einfach schnell Dateien verwalten möchte, findet mit FileBrowser möglicherweise das richtige Stück Software: Der webbasierte Dateimanager besitzt eine Benutzer- und Rechteverwaltung und erlaubt dadurch das Aufsetzen eines Cloud-Speichers in jedem beliebigen Server-Umfeld, etwa auf einem lokalen Caddy- oder Apache-Webserver oder einem Server im Netz.

Overleaf: LaTeX-Editor für Wissenschaftler

Wenn wissenschaftliche Arbeit ansteht, ist LaTeX die Auszeichnungssprache der Wahl. Zwar gibt es bereits reihenweise Editoren mit LaTeX-Unterstützung, doch oft fehlt der kollaborative Aspekt.

Wer zu mehreren an einem Paper oder einer Forschungsarbeit sitzt, wird möglicherweise schnell an die Grenzen von anderen Editoren stoßen.

arbeitet im Browser und ist dementsprechend flexibel einsetzbar. Zumal ist es möglich, die in Overleaf verwendeten Dateien direkt mit GitHub und Dropbox zu synchronisieren.

Spacemacs

Entwickler lieben Text-Editoren, allerdings gleicht die Frage, ob besser Vi(m) oder Emacs zum Einsatz kommt, einem religiösen Schisma. Das muss nicht sein: Der Editor Spacemacs hat nicht nur einen coolen Namen, sondern vereint die Vorteile beider Editoren in einer handlichen Oberfläche. So eignet sich Spacemacs nach Angabe der Entwickler sowohl für Vim-User, die „auf das nächste Level gehen wollen“, wie auch für Emacs-User, die sich für die Nutzung von Vim interessieren.

PixelCraft

Pixel-Art ist eine feine, kleine Spielerei, mit der sich nicht nur Grafiken für Retro-Games, sondern auch interessante Logos und Website-Icons erstellen lassen. Das Projekt PixelCraft ist eine kleine, auf HTML5 basierende PWA, die einfach auf einem Webserver installiert werden kann und hier einen Pixel-Editor zur Verfügung stellt.

Dank Progressive-Web-App-Technologie läuft die App auch offline auf allen denkbaren Endgeräten einsetzen. Die fertigen Bilder lassen sich mit einem Klick speichern. PixelCraft ist dadurch sehr flexibel und ermöglicht schnelle und ansprechende Ergebnisse

Artillery

Mit Kanonen auf Spatzen schießen? Was in der Realität albern ist, ist bei der Entwicklung von Websites und Webanwendungen durchaus sinnvoll. Schließlich geht es darum, das fertige Produkt auf seine Leistungsfähigkeit und Stabilität zu testen sowie durch Last verursachte Lücken aufzuspüren.

Damit das sinnvoll machbar ist, gibt es das Artillery-Projekt: Die Cloud-basierte Software ermöglicht es, das Projekt zu „beschießen“ und auf diese Weise zu testen. Als Service ist Artillery für Startups, kleine Teams und Hobby-Projekte kostenlos.

Homebrew: Der fehlende Paketmanager

Wer mit dem Mac arbeitet, wird früher oder später auf das Homebrew-Projekt stoßen: Homebrew ist der „fehlende Paketmanager für MacOS“, ist aber auch für Linux verfügbar. Das interessante an Homebrew ist, dass das Tool „GitHub-native“ ist, ein echtes GitHub-Gewächs mit hoch aktiver Community.

Homebrew erleichtert die Installation von Software für Mac-Systeme, da MacOS keinen Paketmanager mitbringt. Die Linux-Variante ist einfach ein Fork der Mac-Version – und bietet eine deutlich einfachere Bedienung als so mancher Linux-Paketmanager. Das Tool kann Entwickler also wunderbar im Alltag unterstützen.

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