Honeypot-Studie zu Tech Recruiting im DACH-Raum Kampf um Entwickler und andere IT-Fachkräfte

Redakteur: Stephan Augsten

Die zunehmende Digitalisierung hat den Kampf um technische Fachkräfte Honeypot zufolge neu entfacht. Vor allem die Akzeptanz internationaler Talente steigt dabei stark an, wie die Job-Plattform in einer Studie herausgefunden hat.

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Darauf achten Unternehmen bei Tech-Talenten.
Darauf achten Unternehmen bei Tech-Talenten.
(Bild: Honeypot)

Aus aktuellem Anlass hat sich Honeypot mit der Rekrutierung technisch versierter Talente im DACH-Raum beschäftigt. Dafür hat die Tech-Job-Plattform über 1.900 Personalverantwortliche im DACH-Raum befragt. Der Fokus lag auf deren Mitarbeiterbedarf im Jahr 2021, der Offenheit für internationale Talente und ihre Anforderungen an IT-Fachkräfte.

Hiesige Unternehmen öffneten sich demnach für internationale Talente: Knapp 90 Prozent sind demnach offen für Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Ausland. Sprachkenntnisse rücken folgerichtig in den Hintergrund: knapp über die Hälfte der Unternehmen sind aufgeschlossen für IT-ler, die Englisch, nicht aber Deutsch sprechen

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Das liegt auch an dem teils hohen Bedarf an neuen Arbeitskräften. Mehr als ein Drittel der Unternehmen will im gesamten Jahr 2021 eine zweistellige Zahl an neuen Tech-Talenten einstellen. 14,6 Prozent der Befragten wollen zehn bis 20 neue IT-Fachkräfte einstellen, knapp ein Fünftel plant mit mehr als 20 neuen Tech-Talenten. Im Schnitt beläuft sich der Personalbedarf auf 7,7 IT-Fachkräfte.

Hinsichtlich der Ausbildung werden die Unternehmen ebenfalls aufgeschlossener: Gut sieben von zehn Unternehmen sind offen für Autodidakten, die sich das Programmieren selbst beigebracht haben. Absolventen und Absolventinnen von Coding-Bootcamps werden hingegen nur bei 40,7 Prozent als relevant erachtet. Das könnte laut Honeypot daran liegen, dass Bootcamps recht unbekannt sind.

Bei der Bewertung von Bewerberinnen und Bewerbern hinsichtlich ihrer Erfahrung und ihren Fähigkeiten ist sich fast jeder vierte Personalverantwortliche (24,3 %) unsicher. Grundsätzlich schauen Unternehmen zuerst auf die Berufserfahrung (Jahre im Beruf), gefolgt von vergangenen Projekten, an denen gearbeitet wurde. Erst danach kommen Ausbildung, Empfehlung durch andere, Weiterbildungen und Ruf des letzten Arbeitgebers.

Nun gibt es laut Honeypot-CEO Dr. Philipp Goos nicht einen Entwickler oder die eine Entwicklerin: „Skills, Aufgaben, Einsatzgebiete sind stark ausdifferenziert.“ Mit ihrem Pool an aktiven, offenen Tech-Talenten und echter Transparenz hinsichtlich Skills, Vorkenntnissen und Erwartungen könnten Job-Plattformen wie Honeypot aber helfen.

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