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FOSDEM – Continuous Delivery Pipelines Jenkins erhält deklarative Pipeline-Syntax

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Stephan Augsten

Die Jenkins-Entwickler haben auf der in Brüssel über die Bühne gegangenen FOSDEM die Version 1.0 ihrer deklarativen Pipeline-Syntax für Jenkins vorgestellt.

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Deklarative Sprache für Jenkins-Pipelines.
Deklarative Sprache für Jenkins-Pipelines.
(Bild: Jenkins-Projekt, CloudBees)

Jenkins versteht sich als webbasierte Plattform zur kontinuierlichen Integration von Komponenten zu einem Anwendungsprogramm. Der Continuous-Integration-Server ist im Prinzip ein Fork von Oracles Hudson und trägt aktuell Versionsnummer 2.45.

Nutzer können aber wahlweise auch eine LTS-Version 2.32.2 der Open-Source-Plattform herunterladen. Jenkins bringt seit der Version 2.0 ein Pipeline-System mit, das in Prinzip das Potenzial hat, die Lücke von Continuous Integration zu Continuous Delivery zu schließen.

Jenkins Pipeline

Mit einer neuen deklarativen Syntax soll das Erstellen von Pipeline-Definitionen für Jenkins deutlich einfacher sein, als mit der bisherigen Verwendung von auf Groovy basierenden Plugins. Jenkins 2.0 nutzt nämlich standardmäßig eine auf Apache Groovy basierende Domain-Specific Language (DSL).

Das Projekt mit den Namen Pipeline: Model Definition wurde im Sommer vergangenen Jahres an den Start gebracht und hat offenbar jetzt einen Reifegrad 1.0 erlangt. Herunterladen lässt sich das Model-Definition-Plug-in via GitHub.

Mit Pipeline-Definitions schreiben Entwickler keine Skripte mehr. Vielmehr nutzen sie ein deklaratives Modell mit deutlich einfacherer Syntax als der der DSL – wenngleich der Coninuous-Integration-Server die DSL selbstverständlich nach wie vor unterstützt.

Jenkins Pipeline Definitions erlauben unter anderem eine direkte Syntaxprüfung. Zusammen mit dem Docker-Pipeline-Plugin lassen sie sich zudem für das Pipeline-basierte Erstellen von Containern nutzen.

Patrick Wolf von CloudBees, einem bekannten Anbieter einer kommerziellen Jenkins-Version erläutert weitere Details zur generellen Verfügbarkeit der deklarativen Pipeline-Syntax im CloudBees-Blog.

Blue Ocean – Pipelines grafisch

Das deklarative Modell erlaubt zudem das Erstellen von Pipelines in einer grafischen Oberfläche, weshalb die Blue-Ocean-Entwickler seit geraumer Zeit – eine erste Beta-Version von Blue Ocean ist seit 2016 verfügbar – an einem Pipeline-Editor arbeiten. Das Verwenden der Beta ist wahlweise aus einer vorhanden Jenkins-Umgebung oder via Docker möglich:

docker run -p 8888:8080 jenkinsci/blueocean:latest . Browse to http://localhost:8888/blue

Blue-Ocean wird vermutlich in der nächsten Jenkins-Version enthalten sein.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist