Internationaler Programmierwettbewerb ICPC

Informatik-Studenten der Saar-Uni gewinnen Vorentscheid

| Autor: Stephan Augsten

Julian Dörfler (links) und Jasper Slusallek von der Universität des Saarlandes haben die erste Vorrunde des internationalen Programmierwettbewerbs ICPC gewonnen.
Julian Dörfler (links) und Jasper Slusallek von der Universität des Saarlandes haben die erste Vorrunde des internationalen Programmierwettbewerbs ICPC gewonnen. (Bild: Jörg Pütz, Universität des Saarlandes)

123 Developer-Teams aus elf deutschen Universitäten haben sich beim „German Collegiate Programming Contest“ miteinander gemessen. Als Gewinner des Wettbewerbs, der den ersten Vorentscheid zum International Collegiate Programming Contest bildet, gingen Programmierer der Saar-Uni hervor.

Ziel des nationalen German Collegiate Programming Contest (GCPC) war es, 13 komplexe Programmieraufgaben in fünf Stunden zu lösen. Als einzige Wettkampfteilnehmer konnten Julian Dörfler und Jasper Slusallek von der Universität des Saarlandes ein Dutzend dieser Aufgaben lösen. Sie qualifizierten sich damit für die nächste Ausscheidung, den „Northwestern European Regional Contest“ (NWERC).

Slusallek und Dörfler studieren im zweiten und sechsten Semester Informatik mit Nebenfach Mathematik an der Universität des Saarlandes. Beide lösten bereits als Jugendliche Programmieraufgaben unter Zeitdruck und Wettkampfbedingungen. Aufgrund ihrer Komplexität seien die Aufgaben nicht „durch stures Runterprogrammieren“ zu lösen, unterstreicht Dörfler. „Stattdessen müssen wir uns selber effiziente Rechenstrategien ausdenken.“

Die Programmier-Missionen reichten von der effizienten Plünderung eines abgesicherten Planeten bis hin zur Berechnung der durchschnittlich erreichten Höhenmeter für Rucksackreisende in den chilenischen Anden, ohne Gefahr zu laufen zu erfrieren. „Es wird gewertet, wie viele Aufgaben die Studierenden lösen, wie lange sie dafür benötigen und wie wenige Fehlversuche sie sich dabei leisten“, erklärt Julian Baldus, der die Mannschaften der Universität des Saarlandes, deren Zahl sich dieses Jahr auf drei belief, trainiert und betreut.

Beim Wettbewerb treten generell bis zu drei Studierende als Team an. Sie dürfen nicht mehr als fünf Jahre studiert haben und müssen innerhalb von fünf Stunden zwischen acht und 13 Programmieraufgaben an einem gemeinsamen Computer lösen. Als Programmiersprachen stehen C, C++ und Java zu Verfügung. Ihre Programme schicken sie online an einen Dienstrechner, der mit speziellen Eingabedaten überprüft, ob die Programme korrekt arbeiten. Die Teams erhalten so innerhalb weniger Sekunden eine Rückmeldung.

Über den International Collegiate Programming Contest (ICPC)

Der IPCP startete 1970 als regionaler Wettbewerb einer US-amerikanischen Universität im Bundesstaat Texas. Sieben Jahre später griff die „Association for Computing Machinery“ (ACM), eine wissenschaftliche Gesellschaft für Informatik, den Wettbewerb auf und richtet ihn inzwischen, unterstützt durch das US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM, auf internationaler Ebene aus. Vergangenes Jahr nahmen rund 50.000 Studierende von 3098 Universitäten aus 111 Ländern an den regionalen Wettbewerben teil.

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