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IBM Notes/Domino mit zweiter Beta für Version 10

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Mit IBM Notes Domino will IBM einige neue Features für Entwickler liefern.
Mit IBM Notes Domino will IBM einige neue Features für Entwickler liefern. (Bild: IBM)

Die Bemühungen von IBM, die Notes/Domino-Plattform auch für die Zukunft relevant zu machen, kommen in dieser Woche weiter in Gang. IBM hat eine zweite Beta der neuen Version 10 angekündigt.

Notes kombiniert Messaging und Anwendungsentwicklungsumgebung, die in den frühen bis mittleren 1990er Jahren in vielen Unternehmen wegen der enormen Flexibilität sehr verbreitet war. IBM hat seinerzeit für 3 Milliarden Dollar Lotus übernommen.

Die Entwickler von Notes konnten ab dem Moment der Übernahme mehr Zeit und Geld in die Entwicklung von Notes stecken. Durch IBM wurde das Notes-Backend in Domino umbenannt. Der Client trägt weiterhin die Bezeichnung Notes. Microsoft hat mit der Verbindung Outlook/Exchange die Marktmacht von Domino/Notes gebrochen.

IBM hat 2017 entschieden, das Unternehmen HCL mit zukünftigen Entwicklungsarbeiten an Notes/Domino zu betrauen. Aktuell sind neue Versionen für 2018 und 2019 geplant. Die Version für 2018 nähert sich der finalen Release-Phase. Seit Juni 2018 ist die Version 10 als Closed Beta verfügbar. Domino wird für Windows und Linux verfügbar sein. Der Notes-Client soll in Zukunft für Windows und macOS X zur Verfügung stehen.

Notes arbeitet in Zukunft mit Node.js zusammen. Die Integration von node.js wird für modernere und portablere Anwendungen in der Notes-Umgebung sorgen. Bisher war die Entwicklung von Notes-Anwendungen eher ein Silo.

Mit Verse will IBM ein modernes Kollaborationstool entwickeln, das den Benutzern hilft zu verstehen, welche Nachrichten ihre Aufmerksamkeit verdienen. Verse ist derzeit eine On-Prem oder Cloudy-Option. Sametime ist IBMs Multimedia- und IM-Collaboration-Tool. Auch dieses Tool wird Bestandteil der zweiten Beta von Domino 10 sein.

Domino 10 soll in Zukunft auch Unterstützung für Tablets sowie Containerisierung bieten. Hier ist die Integration von Docker-Images geplant. Domino 11 bleibt auf der Roadmap für das Jahr 2019 und verspricht eine Low-Code-Entwicklungsumgebung, wie sie derzeit von Oracle, Salesforce und ServiceNow betrieben wird. Es ist also zu erwarten, dass Domino/Notes auch in den nächsten Jahren weiterhin von Bedeutung sein wird, und IBM die Entwicklung noch lange nicht aufgegeben hat.

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