Privatsphäre von Social-Media-Benutzern

Gruppen-API von Facebook mit Datenschutz-Problemen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Facebook musste eingestehen, dass Datenschutz-Maßnahmen nicht so gut gegriffen haben wie gedacht.
Facebook musste eingestehen, dass Datenschutz-Maßnahmen nicht so gut gegriffen haben wie gedacht. (Bild gemeinfrei: LoboStudioHamburg / Pixabay)

Nach dem Datenmissbrauch durch Cambridge Analytica hatte Facebook im vergangenen Jahr den Datenzugriff über die Gruppen-API eingeschränkt. Die Datenschutz-Maßnahme hat aber nicht korrekt gegriffen, so dass rund 100 Entwickler weiterhin Daten abrufen konnten.

Mit der Gruppen-API können Entwickler mit ihren Apps auf Daten von Facebook-Gruppen zugreifen. Durch die Beschränkung der Gruppen-API in Facebook wollte Facebook erreichen, dass Entwickler zu viele Informationen erhalten.

So ist es jetzt schwerer Bilder und Namen von Gruppenmitgliedern auszulesen. Auch das Auslesen von Gruppeninformationen sollte wesentlich schwerer sein. Gruppenmitglieder müssen der App einzeln den Zugriff gestatten. Bisher konnte das Gruppen-Administratoren weitgehend ohne Zustimmung der Benutzer.

Allerdings hat Facebook festgestellt, dass verschiedene Apps immer noch zu viel Zugriff auf die Facebook-Gruppen hatten, wenn die entsprechenden APIs genutzt werden. Facebook hat den Zugriff mittlerweile effektiver eingeschränkt, allerdings wurden dennoch unberechtigt Daten ausgelesen. Derzeit versucht Facebook, die Entwickler dieser Apps zu kontaktieren.

Facebook gibt bekannt, dass mindestens 11 Partner in den letzten 60 Tagen auf Informationen von Gruppen zugegriffen haben, die eigentlich nicht mehr verfügbar sein sollten. Es liegt zwar kein Verdacht auf Missbrauch vor, allerdings will Facebook die Entwickler dazu bewegen diese Daten zu löschen. Auch Audits sind geplant, um das Löschen zu überwachen.

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