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Plattformübergreifendes App-Development-Toolkit Google gibt Flutter 1.0 als Stable-Version frei

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Google hat den Start von Flutter 1.0 bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um die erste stabile Version des plattformübergreifenden mobilen Entwicklungs-Toolkits von Google.

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Das Development-Toolkit Flutter hat die Beta-Phase hinter sich gebracht.
Das Development-Toolkit Flutter hat die Beta-Phase hinter sich gebracht.
(Bild: Google)

Das Flutter Toolkit bietet eine verbesserte pixelgenaue Anwendungsunterstützung und neue Widgets für iOS, kleinere Anwendungsgrößen, verbesserte Anwendungsleistung und Vorschau auf die Funktionen „Add to App“ sowie Plattformansichten. Der Schwerpunkt der Open-Source-Plattform liegt der Erstellung besserer Anwendungen und insbesondere Benutzeroberflächen, schreibt Tim Sneath, Group Product Manager für Flutter, im Google-Developers-Blog.

Dies könne zwar zu Lasten der Leistung gehen, aber Sneath ist der Meinung, dass Flutters Verwendung nativer Codebases für ARM sowohl unter iOS als auch unter Android mit Hardwarebeschleunigung ein gutes Gleichgewicht findet. „Wir wollen es Entwicklern ermöglichen, ihre volle kreative Vision zu verwirklichen, ohne gezwungen zu sein, sie aufgrund von Einschränkungen des zugrunde liegenden Frameworks zu verwässern“, schreibt Sneath.

Flutter ermöglicht es, jedes Pixel auf dem Bildschirm zu steuern. Compositing-Funktionen erlauben es, Grafiken, Videos, Texte und Steuerelemente ohne Einschränkung zu überlagern und zu animieren. Auch wenn Sneath erklärt, dass der Schwerpunkt der Version 1.0 auf Bugfixes gegenüber der Beta-Version liegt, bietet es auch eine Vorschau auf kommende Hauptfunktionen, die voraussichtlich mit der nächsten vierteljährlichen Version von Flutter erscheinen werden.

Die erste ist „Add to App“. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die entwickelt wurde, um das Hinzufügen neuer Flutter-basierter Features zu bestehenden Anwendungen, oder die Migration von Anwendungen zu Flutter zu erleichtern. „Die Architektur von Flutter unterstützt dieses Modell gut: Schließlich enthält jede Flutter-App einen Host-Android- und -iOS-Container“, erläutert Sneath.

„Wir haben daran gearbeitet, die schrittweise Einführung von Flutter zu erleichtern, indem wir unsere Templates, Tools und Anleitungen für bestehende Anwendungen aktualisiert haben. Wir haben es einfacher gemacht, Assets zwischen Flutter und Hostcode zu teilen. Und wir haben auch das Tooling überarbeitet, um es einfach zu machen, es an einen bestehenden Flutter-Prozess anzuschließen, ohne den Debugger mit der Anwendung zu starten."

Die zweite Vorschau besteht aus Plattformansichten, die einer etwas entgegengesetzten Rolle dienen, indem sie Systemfunktionen von iOS oder Android in einem eigenen Frame oder View in die Flutter-Anwendung bringen.

Aktuell arbeite das Flutter-Team daran, die Anzahl der Plattformen zu erweitern, die gezielt eingesetzt werden können, mit experimenteller Unterstützung für Desktop-Umgebungen wie Windows, MacOS, Linux, Raspberry Pi und Browsern. Das wird durch die Hummingbird-Implementierung von Flutter erreicht. Darüber hinaus kündigten eine Reihe von Unternehmen SDKs an, um ihre Dienste und Funktionen in Anwendungen einzubetten, die mit Flutter entwickelt wurden.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist