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Mithilfe bei Erweiterung von Core/Free-Version erwünscht GitLab macht 18 Pro-Features Open Source

Redakteur: Stephan Augsten

GitLab will nach eigenen Angaben 18 Funktionen der kommerziellen Software-Version in die Core- bzw. Free-Version aufnehmen. Im Sinne des Open-Source-Gedankens dürfen freie Entwickler gerne dabei mithelfen, die Funktionen schneller verfügbar zu machen.

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GitLab bringt 18 Pro-Features in die quelloffene Core/Free-Version.
GitLab bringt 18 Pro-Features in die quelloffene Core/Free-Version.
(Bild: GitLab)

Mit Blick auf den Continuous-Integration-Plan von GitLab sind 18 Features aus den Bereichen „Plan“, „Create“, „Verify“, „Package“, „Release“, „Configure“ und „Defend“ von dem Umzug betroffen. Um möglichst schnell voranzukommen ruft GitLab alle interessierten Entwickler dazu auf, sich an dem Migrationsprozess zu beteiligen.

In sogenannten „Issues“ (z. Dt.: Themen) wird definiert, was genau zu tun ist, um den jeweiligen Code in den Open-Source-Bereich der Codebasis zu verschieben. Diese Issues sind im Übrigen selbst Teil des von Änderungen betroffen Plan-Bereichs. Im Folgenden verlinkten wir diese Issues direkt in Klammern.

Der Plan-Prozess dient bei GitLab der Koordination und Synchronisation der Teamaktivitäten. Die Changes betreffen im Detail die Verknüpfung von Themen (Related Issues), CSV-Exporte (Export Issues), das Kanban- und Scrum-Tool (Issue board focus mode) sowie die integrierte Kontaktaufnahme zum GitLab Support (Service Desk).

Im Create-Prozess dreht sich alles ums Coding und die Branch-Erstellung. Ins Open-Source-Projekt einfließen soll hier die effiziente Arbeit mit dem Terminal in der Web IDE (Web Terminal for Web IDE), das Testing von Code-Änderungen in der Web IDE (File syncing to the web terminal) und das Design Management, mit dem sich Design-Vorschläge wie Wireframes oder Mockups zentral hochladen lassen.

Ganz im Zeichen der Code-Qualität (Code quality) steht die Migration im Verify-Prozess, im Bereich Packages will GitLab vier Paketmanager ins Open-Source-Projekt überführen: Conan (C/C++), Maven (Java), NPM (node) und NuGet (.NET). Ebenfalls eine Änderung steht in den Bereichen Configure (Support for multiple Kubernetes clusters) und Defend (Network policies for container network security) auf dem Programm.

Übersprungen haben wir damit noch die wichtigen Release-Features, die Continuous-Delivery-Prozesse vereinfachen sollen. Hier wird es zum einen die Möglichkeit geben, frühe Software-Versionen nur einer Gruppe ausgewählter Nutzer zur Verfügung zu stellen (Canary Deployments) und neue Funktionen nach und nach auszurollen (Incremental Rollout). Ebenfalls Open Source werden die Feature Flags sowie die Möglichkeit, sich den aktuellen Health-Zustand und den Status jeder auf Kubernetes laufenden CI-Umgebung anzusehen (Deploy boards). Dabei ist es möglich, den Fortschritt und Status eines Rollouts Pod für Pod genau zu verfolgen, ohne direkt auf die Kubernetes-Umgebung zugreifen zu müssen.

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