Git-Tutorial, Teil 1 – Grundlagen

Git und die wichtigsten Git-Befehle kennenlernen

| Autor / Redakteur: Mirco Lang / Stephan Augsten

Git dient allem voran dazu, Änderungen an Dateien so zu speichern und aufzuzeichnen, dass sie jederzeit nachvollziehbar sind.
Git dient allem voran dazu, Änderungen an Dateien so zu speichern und aufzuzeichnen, dass sie jederzeit nachvollziehbar sind. (© teguhjatipras - stock.adobe.com)

Git kennt vermutlich jeder, der irgendetwas mit Informationstechnik am Hut hat. Aber wie die Versionsverwaltung funktioniert, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wer einen einfachen, praxisnahen Einstieg sucht, ist hier richtig.

Git scheint heute omnipräsent: Als Versionsverwaltung hat Git fast überall die Konkurrenz abgehängt und der Marktplatz Github hat die Vorherrschaft von Sourceforge beendet. Erfahrene Entwickler neigen dazu, von Git regelrecht zu schwärmen. Beginner hingegen fluchen eher ob der hohen Einstiegshürde. Auch IT-Manager, Technikjournalisten und sonstige Interessierte abseits der Kernzielgruppe haben es schwer, sich „mal eben” einen Eindruck zu verschaffen.

Dabei verhält es sich bei Git ähnlich wie beim Skat: Das Spiel ist nicht sonderlich kompliziert – wird aber oft schlecht erklärt. Für Git gibt es viele Tutorials – auch sehr gute. Was macht dieses Tutorial anders?

Zum einen werden Sie hier nur sehr kurz mit dem technischen Hintergrund traktiert. Im Grunde verzichten wir auf den theoretischen Unterbau samt Fachvokabular – in der Überzeugung, dass Sie diesen einfacher verstehen werden, wenn Sie erstmal ein paar praktische Aktionen durchgeführt haben. So ganz ohne geht es leider nicht. Zum anderen versuchen wir, die wichtigsten Befehle in einer einfachen, gebräuchlichen Form zu erläutern und verzichten auf die ausführliche Beschreibung aller Optionen.

  • In diesem ersten Teil finden Sie zunächst eine kurze Einführung zur Funktionsweise und anschließend eine Anleitung, um ein lokales Repository zu erstellen, Dateien hinzuzufügen sowie Änderungen zu machen und einzusehen.
  • Im zweiten Teil arbeiten Sie sich dann Schritt für Schritt durch einen typischen, einfachen Arbeitstag mit Git, vom Aktualisieren über das Modifizieren von Dateien und den Umgang mit Konflikten bis zum Veröffentlichen Ihrer Arbeiten auf einem entfernten Git-Server wie beispielsweise Github.
  • Der dritte Teil widmet sich dann erweiterten und nicht ganz trivialen Werkzeugen, die nicht täglich, aber bei größeren Projekten doch regelmäßig anstehen: Zurücksetzen, Verzweigungen erstellen und wieder verschmelzen sowie das Aussetzen/Zurückstellen von Änderungen.

Was ist Git?

Git nennt sich Source Code Management System, meist spricht man von Versionsverwaltung, und in der Praxis macht Git vor allem eines: Änderungen an Dateien so zu speichern und aufzuzeichnen, dass sie jederzeit nachvollziehbar sind. Sie fügen Dateien hinzu, machen Änderungen, speichern diese und sichern sie optional auf einem entfernten Server. Für jeden Speichervorgang wird ein Marker gesetzt, der später erneut aufgerufen werden kann.

Ein erster wichtiger Punkt für das Verständnis: Git speichert im Gegensatz zu Backup-Programmen oder den meisten sonstigen Versionsverwaltungen keine neuen Dateien. Weder Kopien veränderter Dateien, noch Dateien, die nur die Änderungen enthalten. Wenn Sie auf Dateisystemebene in Ihren Git-Ordner schauen, finden Sie dort immer nur die jeweils aktuellen Versionen der Dateien, die Sie selbst hinzugefügt haben.

Ein typischer, simpler Git-Workflow

Git-Tutorial, Teil 2 – Ein Arbeitsalltag

Ein typischer, simpler Git-Workflow

18.06.18 - In diesem Teil des Git-Tutorials gehen wir einen vereinfachten, aber praktischen Arbeitstag mit entferntem Git-Repository, Teamarbeit und Dateikonflikten durch. Denn der Reiz der verteilten Versionsverwaltung liegt nun einmal in den Collaboration-Funktionen. lesen

Git sieht sich eher als Dateisystem und Speicherpunkte als Snapshots: Sobald Sie Änderungen an Dateien speichern, wird Git-intern ein Schnappschuss des aktuellen Status des Dateisystems/aller Dateien abgelegt. Und das gilt auch für das Löschen von Inhalten oder Dateien – Git fügt immer nur hinzu! Inhalte oder Dateien tatsächlich zu verlieren, ist bei Git eigentlich nur mutwillig zu schaffen.

Der zweite Punkt: Bei Git passiert alles lokal. Weder für Tools noch die historischen Daten benötigen Sie eine Verbindung zu einem Server. Wenn Sie im Team arbeiten, werden Sie lediglich Ihre Bearbeitungen hoch- und die der anderen Teammitglieder herunterladen.

Ebenfalls wichtig: Ein Git-Repository ist nur und ausschließlich der eine Ordner, den Sie bei einem neuen Projekt festlegen. Darin befinden sich zum einen all Ihre Dateien und Ordner und zum anderen ein versteckter Ordner „.git”, der sämtliche Verwaltungsdaten und Snapshots enthält. Und somit ist Ihre komplette Git-Arbeitsumgebung portabel, den Ordner können Sie zum Beispiel auf einem USB-Datenträger immer dabeihaben.

Im Folgenden lernen Sie, wie Sie ein Repository erstellen (init), Dateien und Änderungen hinzufügen (add), geänderte Dateien prüfen (diff, status), Änderungen anwenden (commit) und prüfen (log, show).

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