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Visual Studio Code wird Standard-IDE Facebook setzt auf Microsoft-Tools

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Facebook hat bekannt gegeben, dass in Zukunft bei der Entwicklung des sozialen Netzwerk auf Microsoft-Produkte gesetzt wird. Vor diesem Hintergrund wurde auch gleich eine Kooperation mit dem Redmonder Unternehmen geschlossen.

Facebook stellt das Open-Source-Projekt Nuclide ein und setzt voll und ganz auf die ebenfalls quelloffene IDE Visual Studio Code.
Facebook stellt das Open-Source-Projekt Nuclide ein und setzt voll und ganz auf die ebenfalls quelloffene IDE Visual Studio Code.
(Bild: Microsoft)

Visual Studio Code wird bei Facebook in Zukunft die IDE der Wahl sein. Die Möglichkeit, zwischen mehreren laufenden Entwicklungsumgebungen zu wechseln, ohne die lokalen Ressourcen oder die Leistung zu beeinträchtigen, sei einer der Gründe für den Wechsel.

Viele Entwickler bei Facebook haben Visual Studio Code lokal auf Laptops installiert. Zusätzlich erfolgt die Entwicklung direkt auf individuell reservierten Entwicklungs-Servern, die in Facebook-Rechenzentren bereitgestellt werden. Die Entwicklung der Open-Source-IDE wird durch die Zusammenarbeit mit Facebook deutlich verbessert.

Das Entwicklungstool läuft unter macOS, Windows und Linux und verfügt über Erweiterungs-APIs, die für Facebook erforderlich sind, um für Entwicklung erforderlichen wichtigen Funktionen weiter auszubauen. Zusätzlich hat Facebook die Remote-Entwicklung von Nuklid unterstützt.

Bisher gibt es bei Facebook keine vorgeschriebene und einheitliche Entwicklungsumgebung. Einige Entwickler verwenden vim, andere Emacs. Viele Entwickler bei Facebook setzen wiederum auf die interne Entwicklungsumgebung Nuclide. Nuclide bestand zunächst nur aus einer Reihe von Open-Source-Paketen, die auf dem Atom-Editor basieren. Das Projekt wird seitens Facebook aber nicht länger weiterentwickelt, die aktuellste jüngste Version sei auch die letzte.

Wie das „Visual Studio Code“-Team von Microsoft bei der ersten Veröffentlichung der Remote-Erweiterungen erklärte, ist die Remote-Entwicklung ein neuer Trend. Entwickler können mit größerer, schnellerer oder spezialisierterer Hardware arbeiten, als die Ressourcen auf Ihrem lokalen Computer. Microsoft hat die von Facebook hinzugefügten Remote-Entwicklungsfunktionen als Erweiterungen für jeden, der Visual Studio Code verwendet, verfügbar gemacht.

Bei Facebook ist Code oft in Python, C++, Java und in einigen selbst erstellten Sprachen wie Flow, Hack und Reason geschrieben. Es gibt Erweiterungen zur Unterstützung dieser Sprachen, darunter Syntaxhervorhebung, Formatierungen und andere. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Quellenkontrolle. Facebook verwendet Mercurial intern als seine Source-Control-Infrastruktur. Die Entwicklungsarbeiten an einer Erweiterung für Visual Studio Code soll sicherstellen, dass alle Workflows, mit denen Facebook-Entwickler arbeiten, weiterhin funktionieren.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist