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Enterprise Developer Connect Entwicklungstool für den Mainframe von Micro-Focus

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mit „Enterprise Developer Connect“ hat Micro Focus ein Eclipse-basiertes Werkzeug parat, das es erlaubt, Applikationen direkt auf dem Mainframe zu entwickeln. Zentraler Vorteil dieser Software: Die Entwickler können etablierte Prozesse und Tools weiterhin verwenden.

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"Altes und Neues verbinden", lautet der Titel aus dem Video von Micro Focus über das Entwicklungs-Tool Tool „Enterprise Developer Connect“.
"Altes und Neues verbinden", lautet der Titel aus dem Video von Micro Focus über das Entwicklungs-Tool Tool „Enterprise Developer Connect“.
(Bild: Micro Focus)

Micro Focus Enterprise Developer Connect ist für Anwender konzipiert, die ihre Mainframe-Applikationen mit einer Eclipse-basierten Entwicklungsplattform erstellen, warten und testen möchten. Das ermöglicht auch Java- oder C#-Entwicklern eine einfache Nutzung. Denn selbst Anwender ohne spezielle Mainframe-Kenntnisse fänden sich mit der intuitiv zu nutzenden grafischen Oberfläche schnell zurecht, so der Anbieter.

Außerdem liegen im Unterschied zu einer Offload-Entwicklung die Sourcen auf dem Mainframe. Damit entfällt ein Kopieren auf dezentrale Plattformen für das Entwickeln und Testen mit anschließendem Zurückspielen.

Zudem haben die Entwickler Zugriff auf Werkzeuge und Projekte auf dem Mainframe. Zum Beispiel können sie über die grafische Benutzeroberfläche durch Quellcode-Bibliotheken navigieren, Versionslisten einsehen oder über Filter die Suche und Eingrenzung nach Objekten mit bestimmten Eigenschaften vereinfachen.

Sollten beim Kompilieren von Programmen auf dem Mainframe aus Enterprise Developer Connect heraus Fehler auftreten, werden diese sofort in der Entwicklungsumgebung angezeigt und können direkt im Quellcode auf dem Mainframe zum Beispiel über den integrierten Cobol-Editor bearbeitet werden.

SCM-Integration

Zu den zentralen Herausforderungen bei der Nutzung neuer Entwicklungsplattformen im Mainframe-Umfeld gehört die Integration mit den bereits eingesetzten Tools und Prozessen, insbesondere mit den Tools zur Source-Code-Verwaltung und zum Software Configuration Management (SCM). Das betrifft SCM-Standardwerkzeuge wie „IBM Software Configuration and Library Manager“ (SCLM), „CA Endevor Software Change Manager“ oder „Serena Change Man ZMF“.

Die neue Micro Focus-Sofware soll eine einfache Integration erlauben. Mainframe-Entwickler könnten vorhandene SCM-Tools in „exakt der gleichen Weise“ nutzen, wie er es unter seiner ISPF-Umgebung (ISPF = Interactive System Productivity Facility) gewohnt sind, lässt der Hersteller wissen.

Zum einen können damit etablierte Prozesse beibehalten werden, ohne dass neue aufwändig definiert werden müssen, und zum anderen ist so sichergestellt, dass Software-Qualitätsstandards und SLAs ohne Schwierigkeiten eingehalten werden. Darüber hinaus kann der Entwickler auch alle Vorteile einer Eclipse-basierten Entwicklungsumgebung nutzen – wie die Darstellung aller Fenster in einer Perspektive, intelligente Editoren, Cobol, PLI beispielsweise, oder den einfachen Vergleich von Dateien.

Grafische Werkzeuge erleichtern individuelle IDE-Anpassung

Integraler Bestandteil des Enterprise Developer Connect ist zudem der „Application Workflow Manager“, über den die für die Administration zuständigen Personen die Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung anforderungsspezifisch anpassen können. Damit ist es möglich, die gewünschten Entwicklungsprozesse in Eclipse zu modellieren und damit das Benutzer-Interface für die Entwickler zu definieren, also zum Beispiel Tabellen- oder Baumstrukturen, Filteransichten und Dialogboxen.

Das Workflow-Modul unterstützt diesen administrativen Prozess durch einen eigenen Modellierungseditor. Das heißt: Es entsteht laut Micro Focus keinerlei Programmieraufwand und es ist eine problemlose Integration bewährter Prozesse und Tools in den Enterprise Developer Connect sichergestellt.

Die Produktfamilie

Der Micro Focus Enterprise Developer Connect ist Teil der Produktlinie „Enterprise Developer“, die unter anderem auch den „Micro Focus Enterprise Developer for IBM zEnterprise“ umfasst. Dieser bietet die Möglichkeit, Applikationen entweder direkt auf dem Mainframe oder auch dezentral in einer Windows-Umgebung, zum Beispiel unter Nutzung von Eclipse oder „Visual Studio“, zu entwickeln und zu modernisieren.

Udo Partsch, Director Development AWM Products bei Micro Focus, fasst die Vorteile zusammen: „Viele Mainframe-Anwender wollen heute nach wie vor direkt auf dem Mainframe entwickeln, dabei allerdings nicht auf die Vorteile verzichten, die neue Entwicklungsplattformen mit modernen grafischen Benutzeroberflächen bieten. Für Micro Focus bedeutet das neue Produkt eine entscheidende Abrundung des Lösungsportfolios im Mainframe-Bereich.“

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