DevOps leidet unter mangelnder Kommunikation

Entwickler, Admins und IT-Security reden zu wenig

| Redakteur: Stephan Augsten

IT-Sicherheit muss elementarer Bestandteil der DevOps-Strategie sein, wie Trend Micro mit einer eigenen Interpretation des DevOps-Zyklus verdeutlichen will.
IT-Sicherheit muss elementarer Bestandteil der DevOps-Strategie sein, wie Trend Micro mit einer eigenen Interpretation des DevOps-Zyklus verdeutlichen will. (Bild: Trend Micro)

DevOps ist nicht nur ein Modewort, sondern wird in vielen Unternehmen aktiv gelebt oder zumindest gerade umgesetzt. Dies zeigt eine Studie von Vanson Bourne im Auftrag von Trend Micro. Die IT-Sicherheit kommt dabei allerdings oft zu kurz.

Wie denken IT-Entscheider über DevOps, wie weit sind entsprechende Strategien gediehen und welche Rolle spielt dabei die IT-Sicherheit? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Umfrage, für die Vanson Bourne im Auftrag von Trend Micro weltweit 1.310 IT-Entscheider aus Großunternehmen und KMU befragte.

Sieben von zehn Befragten gaben hierzulande an, dass DevOps-Initiativen im vergangenen Jahr an Bedeutung gewonnen hätten. 82 Prozent der deutschen Befragten arbeiten gerade an DevOps-Implementierungen oder planen zumindest entsprechend, die Hälfte hat ihre DevOps-Strategie aber bisher nur teilweise entwickelt. Eine verbesserte Sicherheit der Anwendungen stellt für 43 Prozent der Befragten die oberste Priorität bei ihren DevOps-Initiativen dar.

Ein Hemmschuh scheint allerdings die mangelnde Kommunikation zwischen den verschiedenen Teams zu sein: 40 Prozent der IT-Entscheider sind der Ansicht, dass historisch bedingte Silos das Entstehen einer DevOps-Kultur in Unternehmen erschweren. 89 Prozent der Teilnehmer fordern eine engere Zusammenarbeit zwischen Software-Entwicklern und IT-Sicherheitsexperten. Drei Viertel der Befragten möchten die Operations-Teams stärker einbeziehen.

Fehlendes Gemeinschaftsgefühl

Knapp ein Drittel (32 Prozent) sieht DevOps als gemeinsame Verantwortung der Software-Entwicklungs- und IT-Abteilung. Trend Micro deutet dieses Ergebnis als weiteres Indiz für das bestehende Kommunikationsdefizit: Jede Abteilung verorte offenbar die Verantwortlichkeit für DevOps-Projekte bei sich selbst.

Auf die Frage, wie sich der Kulturwandel voranbringen ließe, nannten die Befragten folgende Maßnahmen: Die verstärkte Integration verschiedener Teams (56 Prozent), das Setzen gemeinsamer Ziele (67 Prozent) und das Teilen von Lernerfahrungen über Teamgrenzen hinweg (42 Prozent). Jedoch gaben auch 85 Prozent der Teilnehmer an, dass in diesem Bereich noch Verbesserungspotenzial bestehe.

Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro, sieht die Mitarbeiter als wichtigsten Erfolgsfaktor für das Gelingen der DevOps-Transformation. Diese brächten jedoch immer gewohnte Verhaltensweisen und kulturelle Eigenheiten mit. „Unternehmen, die eine DevOps-Struktur einrichten, gehen sicher in die richtige Richtung. Jedoch dürfen sie die Sicherheit dabei nicht außer Acht lassen.“

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