Open Source für Cloud-Infrastrukturen Dritte Version des Sovereign Cloud Stack erschienen

Von Martin Hensel

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Sovereign Cloud Stack ist vor wenigen Tagen in der mittlerweile dritten Version erschienen. Das Release 2 enthält unter anderem Aktualisierungen aller quelloffenen Komponenten.

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Das aktuelle SCS Release 2 enthält zahltreiche Verbesserungen und Erweiterungen.
Das aktuelle SCS Release 2 enthält zahltreiche Verbesserungen und Erweiterungen.
(Bild: Cao Hoang / Pixabay )

Der Sovereign Cloud Stack (SCS) wird von einer wachsenden Anzahl an Unternehmen und IT-Dienstleistern im öffentlichen Sektor erprobt und von in Kürze drei Public-Cloud-Anbietern bereits im Produktiveinsatz betrieben. Dank C5-Zertifizierung entspricht der SCS der Anforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Zudem stellt das SCS-Projekt durch Mitarbeit in den Arbeitsgruppen von Gaia-X und der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie (DVS) sicher, dass gemeinsam entwickelte Standards und die Referenzimplementierung entsprechende Maßgaben erfüllen.

„Durch Open Source, offene Standards und einen offenen Entwicklungsprozess leistet der Sovereign Cloud Stack einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Lock-in-Effekten im Cloud-Bereich, schafft Wahlfreiheit und stärkt somit den Fortschritt der Digitalisierung in Europa — bei voller Kontrolle über Technologie und Daten”, erklärt Peter Ganten, Vorstandvorsitzender der Open Source Business Alliance e.V. die Motivation hinter dem Projekt.

Neuerungen im Überblick

Das aktuelle SCS Release 2 enthält unter anderem Updates der zentralen Komponenten, darunter OpenStack Xena, OSISM 3.0.0 sowie die Kubernetes Cluster API 1.0.x mit Unterstützung für Kubernetes 1.22 und 1.23. Die automatisierte Installation von Bare-Metal-Hardware wurde massiv ausgebaut. Konfiguration und Verwaltung erfolgt über die Daten der Netbox, was auch Installationen mit einer vierstelligen Anzahl an Maschinen bei überschaubarem betrieblichem Aufwand gestattet. Zudem ist die Verwaltung von Kubernetes-Clustern nun darauf ausgelegt, viele unterschiedlich konfigurierte Cluster zu verwalten.

Weitere Neuerung umfassen beispielsweise eine erweiterte Kubernetes-Containerverwaltung, die nun Standarddienste für flux (gitops) und cert-manager (Zertifikatsmanagement) enthält. Zusätzlich wurde der Ingress-nginx verbessert sowie die Möglichkeit geschaffen, cilium statt calico als Netzwerkintegration zu nutzen. Das SCS Release 2 enthält außerdem die nun fertiggestellten Komponenten zur Nutzerförderierung, die für den Anschluss an die Gaia-X Federation Services (GXFS) notwendig sind.

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