Docker Enterprise Edition 2.0

Docker-Orchestrierung mit Kubernetes oder Swarm

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Mit dem neuen Dashboard in Docker Enterprise 2.0 können Administratoren alle Container zentral verwalten – unabhängig davon, ob sie mit Swarm oder Kubernetes angebunden wurden.
Mit dem neuen Dashboard in Docker Enterprise 2.0 können Administratoren alle Container zentral verwalten – unabhängig davon, ob sie mit Swarm oder Kubernetes angebunden wurden. (Bild: Joos / Docker EE)

Die Docker Enterprise Edition 2.0 unterstützt die Orchestrierung von Containern mit Kubernetes. Docker Swarm lässt sich aber selbstredend weiterhin nutzen. Das erhöht die Flexibilität beim Aufbau von Container-Clustern.

Dank der Kubernetes-Unterstützung der Docker Enterprise Edition (EE) 2.0 können Unternehmen in hybriden Umgebungen Docker Swarm und Kubernetes parallel einsetzen. Auch eine vollständige Migration wird auf diese Weise möglich. Auf diese Weise lässt sich ein „Lock-In“ verhindern – es besteht nun also von Haus aus die Möglichkeit, die Orchestrierungslösung der Wahl einzusetzen.

Im Beitrag „Docker Enterprise 2.0 ist verfügbar“ ist Datacenter-Insider bereits auf die Neuerungen im Überblick eingegangen. Docker EE 2.0 bietet ein neues, zentrales Dashboard, in dem die Container angezeigt und verwaltet werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Container mit Swarm oder Kubernetes verwaltet werden.

Verschiedene Bilder und Impressionen zeigt ein Blog-Eintrag zur Veröffentlichung der Docker Enterprise Edition 2.0. Wer selbst einen Blick auf die Möglichkeiten und das neue Dashboard werfen will, kann eine Docker-Testumgebung in der Cloud nutzen. Diese steht zwölf Stunden kostenlos zur Verfügung und zeigt auch die Funktionen der Version 2.0.

Im Dashboard sind auf der linken Seite die verschiedenen Menüpunkte für die Container-Infrastruktur als Ganzes zu sehen, aber auch Einstellungen, die speziell für Kubernetes und Swarm gelten.

Aktualisierung zu Docker Enterprise Edition 2.0 durchführen

Wer bereits Docker Enterprise Edition einsetzt, kann mit einem Befehl zur neuen Version mit den neuen Funktionen wechseln:

docker run --rm -it --name ucp -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock docker/ucp:3.0.0 upgrade --interactive

Um Docker Enterprise Edition 2.0 neu zu installieren, reicht es aus, die Option „upgrade“ mit „install“ zu ersetzen, zum Beispiel:

docker container run --rm -it --name ucp \
   -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock \
   docker/ucp:3.0.0 install \
   --host-address <node-ip-address> \
   --interactive

Im Zuge der Installation oder Aktualisierung wird auch Kubernetes eingerichtet. Es ist also keine komplizierte Konfiguration notwendig. Vielmehr bringt Docker EE 2.0 alles für eine standardmäßige Kubernetes-Einrichtung mit. In den meisten Fällen sind keine Änderungen an den Applikationen und Containern vonnöten, damit diese Kubernetes parallel zu Docker Swarm unterstützen. Auch ein Wechsel von Swarm zu Kubernetes sollte keine Probleme darstellen.

Images mit Swarm und Kubernetes verwalten

Wer seit dem Release der Docker Enterprise Edition 2.0 beliebige Container-Images aus dem Docker Hub herunterlädt, erhält automatisch die Kubernetes-Unterstützung zur Verwaltung der darauf erstellten Container. In der Dokumentation zur Docker Enterprise Edition Edition finden sich alle hierfür benötigten Informationen.

Unterstützte Plattformen für Docker EE 2.0

Docker Enterprise Edition 2.0 wird auch von Windows Server 2016 unterstützt. Natürlich liegt der Schwerpunkt von Docker vor allem im Bereich Linux. Hier unterstützt Docker Enterprise Edition 2.0 vor allem die Distributionen CentOS, Oracle Linux, Red Hat Enterprise Linux (RHEL), SUSE Linux Enterprise Server (SLES) und Ubuntu.

Soll Docker Enterprise Edition 2.0 auf IBM Power (ppc64le) oder IBM Z (s390x) betrieben werden, sind Red Hat Enterprise Linux (RHEL), SUSE Linux Enterprise Server (SLES) oder Ubuntu die passenden Distributionen. Wer Docker Enterprise Edition 2.0 virtualisieren oder in der Cloud betreiben will, kann aktuell auf VMware vSphere, Amazon Web Services, Microsoft Azure oder IBM Cloud setzen.

Docker Enterprise Edition 2.0 per CLI verwalten

In vielen Fällen nutzen Administratoren und Entwickler nicht nur die grafische Oberfläche zur Verwaltung von Docker, sondern auch Command Line Interfaces (CLI). Ab Docker Enterprise Edition 2.0 kann auch auf die Kubernetes-CLI gesetzt werden.

Um Kubernetes zu verwalten empfiehlt es sich, kubectl auf jenem Knoten zu installieren, auf dem Kubernetes verwaltet werden soll. Die Kubernetes-Entwickler beschreiben die Vorgehensweise in der Dokumentation dazu. Die Installation innerhalb der Docker Enterprise Edition 2.0 erfolgt über folgende Befehle:

# Get the kubectl binary.
curl -LO https://storage.googleapis.com/kubernetes-release/release/$(curl -s https://storage.googleapis.com/kubernetes-release/release/stable.txt)/bin/linux/amd64/kubectl

# Make the kubectl binary executable.
chmod +x ./kubectl

# Move the kubectl executable to /usr/local/bin
sudo mv ./kubectl /usr/local/bin/kubectl

Das Docker Command Line Interface lässt sich über das Dashboard der Enterprise-Edition herunterladen und installieren.
Das Docker Command Line Interface lässt sich über das Dashboard der Enterprise-Edition herunterladen und installieren. (Bild: Joos / Docker EE)

Um die Docker Enterprise Edition 2.0 mit dem Docker CLI-Client zu verwalten, kann die entsprechende Software direkt aus dem Dashboard heruntergeladen werden. Der Link dazu ist im unteren Bereich des Dashboards zu sehen.

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