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Windows-Container-Version mit mehr Funktionen Docker-Image von Windows Server verfügbar

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Microsoft stellt ein neues Image zur Verfügung, mit dem sich Windows Server nahezu komplett in einem Container betreiben lässt. Das Image soll mehr Möglichkeiten bieten als die Nano- und Core-Bereitstellungen.

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Ab Windows Server Insider Preview 17704 steht ein neues, stark verbessertes Container-Image zur Verfügung.
Ab Windows Server Insider Preview 17704 steht ein neues, stark verbessertes Container-Image zur Verfügung.
(Bild: Joos / Microsoft)

Immer mehr Entwickler wollen ihre Apps und Dienste über Container zur Verfügung stellen. Zwar bietet auch Microsoft mittlerweile die Möglichkeit, Container in Windows einzubinden oder kleinere Windows-Server als Nano- und Core-Server bereitzustellen, allerdings sind die in diesen Container-Abbildern enthaltenen Funktionen oft etwas eingeschränkt.

Das neue Container-Image mit der Bezeichnung „windows“ soll über einen deutlich größeren Funktionsumfang verfügen, und bietet auch mehr APIs als die Images für Nano-Server (nanoserver) und Core-Server (windowsservercore). Das Image kann in Docker über den folgenden Befehl abgerufen werden. Dazu muss aber Windows Server Insider Preview ab Buildnummer 17704 im Einsatz sein:

pull mcr.microsoft.com/windows-insider:10.0.17704.100

Um die aktuellste Version des Images zu erhalten, wird der folgende Befehl verwendet:

docker pull mcr.microsoft.com/windows-insider:latest

Alternativ steht das Image auch über die Windows Server Insider Preview zur Verfügung. Bei dem Abbild soll es sich um eine nahezu vollständige Windows-Version handeln, die als Container auf einem Container-Host mit Windows Server Preview 17704 eingesetzt werden kann.

Tiefgreifende Details zu Ausstattung und Funktionen sind noch nicht bekannt, außer dass das Image über einen erweiterten API-Satz verfügt, mehr Dienste als Nano- und Core-Server bietet und sich Apps sehr viel leichter integrieren lassen. Microsoft will auch DirectX integrieren, sodass auch UI-Tests automatisiert mit dem Image durchgeführt werden können.

Microservices und Legacy-Anwendungen in Containern betreiben

Mit dem neuen Container-Image von Windows Server will Microsoft Entwickler dabei unterstützen, nicht nur spezielle Microservices in Containern zu betreiben, sondern auch Anwendungen und Dienste, die eine vollständige Server-Installation voraussetzten. Dadurch lassen sich auch solche Anwendungen zum Beispiel mit Kubernetes orchestrieren.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist