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Nachbericht CeBIT 2017 Digitalisierung – alles ist in Entwicklung

| Autor / Redakteur: Dipl.-Phys. Oliver Schonschek / Stephan Augsten

Auf Developer warten viele Aufgaben, wenn Unternehmen die digitale Herausforderung angehen. Die CeBIT 2017 zeigte aber auch, dass viele Entwicklungsplattformen dafür bereitstehen und Unterstützung bieten.

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Im Digital Business kommt Entwicklern und Development-Plattformen ein immer höherer Stellenwert zu.
Im Digital Business kommt Entwicklern und Development-Plattformen ein immer höherer Stellenwert zu.
(© Deutsche Messe)

Digitalisierung allerorten

Wer sich auf der CeBIT 2017 umgeschaut hat, fand viele Beispiele, was gegenwärtig im Bereich der Digitalisierung stattfindet: Da war der Kleinbus, der autonom fahren soll und die Fragen von Passagieren beantwortet, da waren Drohnen, die Inspektionen an Industrieanlagen durchführen sollen, und eine Vielzahl neuartiger Dienstleistungen für Bürger, Handel, Gastronomie, um nur einige Anwendungen zu nennen.

Was teilweise spielerisch leicht aussah, setzt in Wirklichkeit enorme Entwicklungsarbeit voraus, denn bekanntlich wirken immer die besten Lösungen fast selbstverständlich und einfach, da sie es dem Nutzer einfach machen. Um die zahlreichen Projekte in der Digitalisierung zu stemmen, sind Tools und Plattformen sinnvoll, die es auch den Developern (etwas) einfacher machen. Hier bot die CeBIT 2017 ebenfalls viele Beispiele.

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Internet of Things: Auf das Backend kommt es an

Wenn es um das IoT geht, richten sich die Augen naturgemäß zuerst auf das Frontend. Für die Entwicklung von IoT-Lösungen muss aber das Backend besonders in den Fokus. Auf der CeBIT war es kaum möglich, die entsprechenden Lösungen der Software AG zu übersehen.

Die Software AG bietet Mobile Backend-as-a-Service (MBaaS). MBaaS hilft Entwicklern, Applikationen zu erstellen und Unternehmensanwendungen und APIs für Cloud-Anwendungen zu integrieren. Die Software AG realisiert MBaaS gemeinsam mit ApiOmat. Entwickler können mit ApiOmat zum Beispiel das Design implementieren, Chatbots integrieren und Siri, Alexa oder Google Assistant einbinden.

Die Backend-Entwicklung ist dabei unabhängig vom Frontend. Entwickler können einen Prototypen erstellen, der Testdaten verwendet. Nachdem das Anwendungskonzept getestet und freigegeben wurde, können Entwickler gleichzeitig Unternehmensdaten einbinden und mit den generierten Software Development Kits (SDKs) von ApiOmat mehrere Frontends erstellen.

Das IoT-Framework der Software AG bietet zudem IoT Integration Services wie API-Management, Process Integration, Application Integration und Device Integration sowie IoT Development Services wie Streaming Analytics, Machine Learning, Visual Analytics, Edge Analytics und Predictive Analytics, die für IoT-Solutions genutzt werden können.

Künstliche Intelligenz: KI-Services in eigene Lösungen einbinden

Eines der Top-Themen der CeBIT 2017 war ohne Zweifel Künstliche Intelligenz (KI). Die Exponate rund um IBM Watson in Halle 2 zeigten, wie vielfältig die Anwendungsfälle von KI bereits sind, ob Banking-Beratung über FinTech-Chatbots, Verkehrsüberwachung und -analyse mittels Drohnen oder die Unterstützung von Security-Analysten in Security Operating Center (SOC).

Entwickler werden durch spezielle Developer-Programme unterstützt, eigene Idee auf Basis von IBM Watson zu realisieren. Die Watson-Dienste, die bei Entwicklungen eingesetzt werden können, sind zum Beispiel Watson Explorer, Watson Analytics, Watson Knowledge Studio, Watson Discovery Service, Watson Visual Agent, Watson Conversation Services und Watson Developer Cloud.

Security: Blockchain-Technologie einfach integrieren

Neue Technologien wie Blockchain bieten spannende Möglichkeiten, gerade im Bereich der Security. Auf der CeBIT 2017 stellte zum Beispiel CryptoTec neue Apps vor, die Blockchain-Technologie nutzen: CryptoTec Pay als Payment-Plattform und die CryptoTec Zone App, um fälschungssichere Foto-, Video- oder Audio-Dateien zu erstellen, zu versenden und zu speichern.

Entwickler können gemeinsam mit CryptoTec Lösungen entwickeln, die die CryptoTec Module integrieren und so auf eine bestehende Blockchain-Lösung aufsetzen. Als Module gibt es unter anderem Cloud-Based Data Storage, File Transfer, Recovery, IM and Group Chat, Voice & Video over IP, Remote Desktop, Payment, Big Data Fraud Prevention.

Bereits diese Beispiele zeigen: Die digitale Transformation ist im vollen Gange, Plattformen und Tools stehen bereit, nun werden Entwickler benötigt, die die Digitalisierung mehr und mehr Wirklichkeit werden lassen.

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Über den Autor

Dipl.-Phys. Oliver Schonschek

Dipl.-Phys. Oliver Schonschek

IT-Fachjournalist, News Analyst und Commentator bei Insider Research