Bitkom-Leitfaden zu Software-Gestaltung

Digital Design in der Anwendungsentwicklung als Rollenideal

| Redakteur: Stephan Augsten

Pi-förmiges Profil: Die Rolle des Digital Designers erfordert zwei Schwerpunkte als Standbeine und ein breites Querschnittsprofil.
Pi-förmiges Profil: Die Rolle des Digital Designers erfordert zwei Schwerpunkte als Standbeine und ein breites Querschnittsprofil. (Bild: Bitkom)

Bei der Anwendungsentwicklung stehen die Features einer Software zweifelsohne an erster Stelle. Funktionales Design und eine moderne Oberfläche spielen bei der Akzeptanz aber ebenfalls eine Rolle. Mit diesem Aspekt befasst sich ein Bitkom-Leitfaden zu „Digital Design“.

Allzu selten wirken Informatiker aktiv bei der Konzeption und Gestaltung einer Software mit, bemängelt der IT-Branchenverband Bitkom. Dies zeichne sich bereits in der Ausbildung ab, denn 95 Prozent der Informatik-Studiengänge legten den Fokus allein auf die technologische Kompetenz der Nachwuchskräfte und kämen ohne Gestaltungsanteil aus.

Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Multimedia oder Usability spielen somit nur in fünf Prozent der Studiengänge eine Rolle im Lehrplan. Als zentrales Element der Digitalisierung müsse Software aber ganzheitlich gedacht werden, fordert Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband Bitkom: „Entwickler allein als Umsetzer der Technik zu sehen, ist nicht mehr zeitgemäß. Sie sind die Architekten komplexer Systeme und müssen damit stärker in die Gestaltung von Software involviert werden.“

Der neue Bitkom-Leitfaden „Rollenideal ‚Digital Design‘“ soll zum Umdenken anregen. Mit dem Dokument will der Branchenverband Software-Entwickler darin bestärken, sich nicht mehr nur als Umsetzer sondern auch Gestalter von Software wahrzunehmen. Es richtet sich aber auch an Universitäten und Hochschulen, soll zu einem Umdenken in der Informatik-Ausbildung anregen und zum Dialog einladen.

Vor diesem Hintergrund befasst sich der Leitfaden mit dem Rollenideal des Digital Designers, der in enger Abstimmung mit Software-Ingenieuren und -Managern arbeitet. Das Kompetenzprofil des Digital Designers besteht aus den zwei Schwerpunkten Gestaltung und Materialkunde, das besonders viele technische Aspekte enthält. Aber auch weitere wichtige Querschnittskompetenzen des Digital Designers wie etwa das Management von Entwicklungsvorhaben oder psychologische Grundlagen zur Realisierung von Software werden bedacht.

Unternehmen, Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung sowie die interessierte Öffentlichkeit haben laut Bitkom maßgeblichen Anteil an dem Leitfaden. Die ersten Kapitel widmen sich dem aktuellen Stand und der Ausbildungslage im Software Engineering im Hinblick auf die Gestaltungskompetenz. Anschließend werden Impulse für das Zusammenspiel von IT und Design gegeben.

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