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„Uber“ sein oder Nichtsein Die OpenShift-Strategie von Red Hat

Autor / Redakteur: Ashesh Badani * / Elke Witmer-Goßner

Der PaaS-Markt wurde durch Container- und Management-Technologien wie Docker und Kubernetes neu aufgerollt. Red Hat engagiert sich sehr, um entsprechende Trends zu bedienen, wie auch die OpenShift-Strategie der vergangenen Monate zeigt.

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Red Hat OpenShift Enterprise 3 bietet viele Vorteile für Entwickler und IT-Betrieb.
Red Hat OpenShift Enterprise 3 bietet viele Vorteile für Entwickler und IT-Betrieb.
(Bild: Red Hat)

Cloud Computing hat bezüglich Technologien und Kooperationen richtig Fahrt aufgenommen. Das verdeutlicht eine kurze Rückblende: OpenShift Enterprise unterstützt seit einiger Zeit Linux-Container im Docker-Format und Kubernetes zur Orchestrierung.

Microsoft und Red Hat kündigten eine Partnerschaft an, die Anwendern beim Hybrid-Cloud-Computing eine größere Wahlfreiheit und Flexibilität bietet – und zwar im Hinblick auf die Interoperabilität von OpenShift und Microsoft Azure. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird es auch möglich sein, .Net Container in OpenShift-Umgebungen zu betreiben.

Die OpenShift Commons Community ist in der Zwischenzeit auf mehr als 150 Mitglieder angewachsen, darunter finden sich Organisationen und Unternehmen wie die NASA, Accenture und Wipro. Es ist viel passiert im letzten Jahr und 2016 verspricht mindestens ebenso spannend zu werden.

Technologiesprung voraus

In vielen Gesprächen mit Unternehmen aller Größen kam in letzter Zeit immer wieder das Thema „disruptive Technologien“ auf. Gemeint sind damit Innovationen, die bereits vorhandene Produkte ersetzen oder verdrängen. Als disruptive Innovationen gelten USB-Sticks, Digitalkameras oder MP3-Player. Ein Beispiel aus dem Bereich der Cloud-Technologien sind Container, die mit ihrem modularen Ansatz die Erstellung und den Betrieb von Cloud-Lösungen auf eine völlig neue Basis stellen.

Platform as a Service vereint wichtige Trends für den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur, die Architektur verteilter Anwendungen (Microservices), die Bereitstellung von Containern sowie die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen (DevOps).
Platform as a Service vereint wichtige Trends für den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur, die Architektur verteilter Anwendungen (Microservices), die Bereitstellung von Containern sowie die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen (DevOps).
(Bild: Red Hat)

Als Folge der explosionsartigen Verbreitung von Containern, Docker und der Kubernetes-Technologie hat sich der PaaS-Markt massiv gewandelt. Red Hat engagiert sich hier, und auch Anwender zeigen starkes Interesse. OpenShift ist im Kern eine Plattform, um Applikationen und Services bereitzustellen, mit denen Unternehmen ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Die Grundlagen für eine gute Web-Skalierung und Performance bilden die Unterstützung des Docker-Container-Formats und der Docker-Runtime sowie Red Hat Enterprise Linux und weitere Services aus dem JBoss-Portfolio.

Innovation und Disruption sind en vogue und werden unter anderem am Beispiel von Uber und dessen Nutzung der Cloud zur Vermittlung von Fahrdiensten heiß diskutiert. Einige sind der Meinung, dass das Thema Disruption überzeichnet werde und Uber keineswegs disruptiv sei. Wer Recht hat, bleibt dahingestellt.

Ungeachtet dessen wird die Welt rapide durch Software und Automation verändert. Die Menschen verbringen heute mehr Zeit mit ihrem Smartphone als vor dem Fernseher; und wenn sie mal vor dem Fernseher sitzen, nutzen sie parallel ihr Smartphone. Sie hinterlassen selbst bei so profanen Tätigkeiten wie der Onlinesuche nach einem Buch oder dem Kauf eines Kaffees eine umfangreiche Datenspur.

Von Vorbildern lernen – oder sich abgrenzen

Viele Unternehmen fragen sich, wie sie am besten auf technologische Innovationen reagieren und das Potenzial nutzen können. Einige haben in Innovationen investiert. Andere haben sich als Technologie-Start-ups konsolidiert und beeinflussen die Marktdynamik. Nur wenige unterstützen und fördern bislang cloud-basierte Innovationen wie Bitcoin und Blockchain.

Die Analogie zu Uber ist zugegebenermaßen reichlich abgenutzt, aber dennoch manchmal ganz hilfreich. Stark vereinfacht lassen sich Marktteilnehmer in drei Kategorein unterteilen: Die erste Gruppe will so sein wie Uber, die zweite nutzt das Uber-Modell in ihrem Stammgeschäft und die dritte grenzt sich deutlich von Uber ab. OpenShift bietet Lösungsvarianten für all drei Kategorien.

So sein wie Uber

Start-ups preisen ihre neuen Ideen immer wieder als „das Uber von“ an. Weitgehend autonome Innovation Labs und ausgegründete Geschäftseinheiten von Unternehmen zielen darauf ab, neue Märkte zu erschließen oder ihren Kunden zusätzliche Services anzubieten. Im Zentrum stehen die schnelle Produkteinführung und die Möglichkeit, bei rasch steigender Nachfrage schnell wachsen zu können.

Für solche Anwendungsszenarien eignen sich OpenShift Dedicated und OpenShift Online. Beide nutzen die Skaleneffekte der Public Cloud. Entwickler können sich auf die inhaltlichen Anforderungen der Services konzentrieren, falls erforderlich die APIs verwenden und Red Hat verwaltet und aktualisiert die PaaS-Umgebung und sorgt für eine hohe Sicherheit der Applikationen. In einer dedizierten Umgebung stehen für jeden Kunden eigene Ressourcen bereit. Im Laufe der Zeit wird OpenShift Dedicated in den meisten Public Clouds zur Verfügung stehen.

Das Uber-Modell nutzen

Didi Kuaidi in China und Ola Cabs in Indien arbeiten nach dem Uber-Modell, erfüllen die jeweiligen länderspezifischen Vorgaben und zählen in ihren Ländern zu den führenden Transportunternehmen. Für Unternehmen, die aufgrund regulatorischer Anforderungen ihre Applikationen in einer Private Cloud betreiben müssen, eignen sich OpenShift Enterprise und OpenShift Dedicated.

Service-Provider wie die T-Systems bieten eine PaaS-Umgebung auf Basis von OpenShift Enterprise an. Andere haben Interesse daran bekundet, ihren Kunden OpenShift Dedicated im Rahmen eines Resellervertrags anbieten zu können. Hier eröffnen sich mit Cloud-Technologien neue Geschäftsmöglichkeiten.

Sich von Uber abgrenzen

Start-ups werden durch Venture Capital finanziert, damit sie für frischen Wind bei festgefahrenen Strukturen und Verhaltensweisen in nahezu jeder Branche sorgen – angefangen von Finanzdienstleistungen über den Handel bis zur Unternehmens-IT. Etablierte Unternehmen wollen agiler werden und stellen Applikationen und Services auf Cloud- und SaaS-Basis bereit, umso schneller auf neue Anforderungen ihrer Kunden reagieren zu können.

Ihr Ziel ist es, mit ihrer zugrundeliegenden Infrastruktur flexibler zu werden und gleichzeitig die Vorteile ihrer vorhandenen IT-Investitionen weiter zu nutzen. Etablierte Unternehmen wie Amadeus, FICO und CA nutzen OpenShift Enterprise in einer Private Cloud, um innovative Cloud-Services bereitzustellen. Eingesetzt in Rechenzentrum eines Unternehmens oder in der Public Cloud wird OpenShift Enterprise so zum Fundament innovativer SaaS-Lösungen aus der Cloud.

Für 2016 plant Red Hat bezüglich OpenShift eine Ausweitung der Applikationen und Services für die PaaS-Umgebung. In Arbeit befindet sich eine Multi-Tenant-Version von OpenShift Online für die Public Cloud, die Docker-Container und Kubernetes unterstützt. Dazu kommen Erweiterungen in den Bereichen Service Catalog, Build & Deployment Automation, Mobile Services, Cluster, Scaling und Storage.

Ashesh Badani, Red Hat.
Ashesh Badani, Red Hat.
(Bild: Red Hat)

* Der Autor Ashesh Badani ist Vice President OpenShift bei Red Hat.

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