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Eine nordische Perspektive von Petteri Ahonen Die andere Art der Karriere mit DevOps

| Autor / Redakteur: Petteri Ahonen * / Stephan Augsten

Die Lust auf neue Herausforderungen und lebenslanges Lernen ist eine Grundvoraussetzung, wenn man als IT-Berater Karriere machen möchte. Doch was hat DevOps damit zu tun?

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In DevOps-orientierten Unternehmen ist der Teamgedanke eine wichtige Grundeigenschaft.
In DevOps-orientierten Unternehmen ist der Teamgedanke eine wichtige Grundeigenschaft.
(Bild gemeinfrei: cocoparisienne / Pixabay )

Die meisten Insider der Softwarebranche sind mit DevOps vertraut. Wer einen Blick in die Jobbörsen wirft, sieht, dass es in diesem Bereich der Softwareentwicklung jede Menge Möglichkeiten gibt. Doch woher kommt dieser Hype?

DevOps ist eine Philosophie der Softwareentwicklung, die sich branchenübergreifend auswirkt. Sie ermöglicht es, schneller als bisher Produkte für den Kunden zu entwickeln – ohne Kompromisse bei der Qualität. Dies ist möglich durch Automatisierung und kulturelle Veränderungen, die relevante Personen früher in den Prozess der Softwareentwicklung einbeziehen. Und hier beginnt auch der Beraterjob.

DevOps macht Entwickler glücklich

DevOps in einem Unternehmen richtig umzusetzen heißt, den Developern mehr Freiheit zu geben, mit dem Ziel, schneller neue Softwareversionen umzusetzen. Diese Freiheit muss gemanagt werden, aber sie hat einen sehr positiven Nebeneffekt: ein glücklicheres Arbeitsumfeld.

Dies bestätigt eine Studie von Stack Overflow unter Entwicklern: wer DevOps macht, ist zufriedener mit seinem Job und orientiert sich selten um. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, wenn man sich mit DevOps beschäftigt.

Wer agile Arbeitsmethoden nutzt, kann kreativer sein, er muss sich bei der Entwicklung nicht eng an einen vorab vereinbarten Plan für eine Software halten, der noch dazu von Anfang an schlecht konzipiert gewesen sein könnte. Die Automatisierung reduziert wiederkehrende Arbeitsabläufe und macht den verbleibenden Job umso spannender.

Ohne Wissensdurst kein DevOps

Im Mittelpunkt von DevOps steht das Konzept des kontinuierlichen Lernens. Wer einen Prozess optimieren will, muss immer wieder neu denken – er braucht einen gewissen Anfängergeist. Wenn sich Technologien und organisatorische Prioritäten ändern, ändert sich auch die Ausprägung von DevOps.

Entwickler müssen heute offen und neugierig sein. Lernbereitschaft ist folgerichtig auch im Recruiting-Prozess von DevOps-Beratern ein wichtiges Kriterium. Es geht mehr um das Wachstumspotenzial des Kandidaten als um die Fähigkeiten und Kenntnisse, die er im Bewerbungsgespräch vermittelt.

Das Streben nach kontinuierlichem Lernen macht den Job eines DevOps-Beraters spannender. Man steckt nicht nur mitten in einem technologischen Trend, der weiter an Fahrt gewinnt, solange Unternehmen von der Automatisierung profitieren, sondern auch die Art der Arbeit selbst lohnt für diejenigen, die Abwechslung mögen und wissbegierig sind. Natürlich muss auch das Unternehmen seinen Teil dazu beitragen.

Wenn DevOps politisch wird

Die Software-Erstellung betrifft Menschen genauso sehr wie Technologie, denn im zwischenmenschlichen Bereich treten die meisten Ineffizienzen auf: eingefahrene Vorgehensweisen oder unzureichende Übergaben, die den gesamten Prozess verlangsamen.

DevOps-Berater brauchen neben ihrem klassischen Handwerkszeug auch immer mehr zwischenmenschliche Kompetenz. Mediation lässt sich am besten am Arbeitsplatz erlernen und die Rolle eines Beraters ist von Natur aus politisch. Beim Kunden vor Ort zu arbeiten bedeutet auch, mit verschiedenen Branchen, Persönlichkeiten und Unternehmenskulturen zu tun zu haben. Trainings und Formate für den Austausch von Konflikterfahrungen helfen dabei, sich besser zurechtzufinden.

DevOps entwickelt sich in viele Richtungen und durchdringt den Prozess der Produktentwicklung immer mehr, denn Designsysteme finden Eingang in den Prozess und sorgen dafür, dass auch dort wiederkehrende Arbeitsabläufe seltener werden. So kommen die Entwickler näher an den Designprozess heran und ihre Arbeit wird nicht nur einfacher und übersichtlicher, sondern auch lohnender und interessanter.

Eine nordische Lebenseinstellung hilft

Es mag eine nordische Eigenheit sein, sehr viel Wert auf die zwischenmenschlichen Aspekte zu legen. Mit Erfolg, denn im Jahr 2019 belegte meine Heimat Finnland den ersten Platz im Weltzufriedenheitsbericht. Von den fünf glücklichsten der untersuchten Länder waren vier nordisch.

Ein paar Faktoren sind nicht nur für den Norden Europas sondern auch für die dortigen Unternehmen sehr typisch – und spielen wunderbar mit dem Grundprinzip von DevOps zusammen.

  • Man legt keinen Wert auf Hierarchie – CEO und Führungsspitze arbeiten in einem offenen Büro mit allen anderen, bei Fragen zählt die ehrliche Meinung jedes einzelnen. Unser inoffizieller Slogan lautet: ‚Kein Bullshit, nur Ergebnisse‘.
  • Persönliche Freiheit und eine entspannte Lebenseinstellung, Zeit zum Experimentieren und Ausprobieren verschiedener Technologien. Dies ist ein absolutes Muss während der Automatisierungsrevolution, in der sich die Technologien schnell ändern. Was Anbieter sagen ist eine Sache, es selbst zu ausprobieren eine andere. Es heißt aber auch Freiheit innerhalb des Jobs.

Wer mehr über die DevOps-orientierte Beraterarbeit erfahren möchte, findet auf unserer Webseite einen Kanal, auf dem Mitarbeiter https://www.eficode.com/humansofeficode Geschichten aus ihrem Leben erzählen

* Petteri Ahonen ist Country Manager Deutschland bei Eficode.

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