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Gastkommentar zu User Experience Design Design Thinking alleine greift zu kurz

| Autor / Redakteur: Fabian Henzler * / Stephan Augsten

Design Thinking mit Blick auf die Nutzererfahrung, auch User Experience oder kurz UX, ist phantastisch. Aber erst als Teil eines agilen Entwicklungsprozesses kann dieser systematische Ansatz seine Vorteile optimal entfalten und ausspielen.

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Fabian Henzler: „Innovationen müssen sich der menschlichen Denk- und Nutzweise anpassen.“
Fabian Henzler: „Innovationen müssen sich der menschlichen Denk- und Nutzweise anpassen.“
(Bild: Matrix42)

Design Thinking ist in den 1990er Jahren aufgekommen und hat seitdem einen unvergleichlichen Siegeszug angetreten. Es ist ein iterativer Prozess zur Erzeugung von Innovationen, die sich am Nutzer orientieren und dessen Bedürfnisse erfüllen.

Stand früher meist der rein technische Blickwinkel bei Produkt- und Serviceinnovationen im Mittelpunkt, rückt Design Thinking ganz klar den Nutzer in den Fokus. Innovationen müssen sich der menschlichen Denk- und Nutzweise anpassen, nicht die Menschen von den Tools beherrscht werden.

Das Ergebnis eines Design Thinking Prozesses ist eine Idee, ein Konzept. Wird Design Thinking aber in einen agilen Entwicklungsprozess integriert, steht am Ende ein kundentaugliches, intuitiv nutzbares Produkt.

Research – Prototype – Design – Implement

Bei Matrix42 arbeitet seit über zwei Jahren der gesamte Entwicklungsbereich agil, mit flachen Hierarchien und netzwerkförmigen Strukturen. Jedes der fünfköpfigen Scrum-Teams hat einen UX-Designer. Zeitweise werden die UX-Designer auch in mehreren Teams gleichzeitig eingesetzt.

Alle Produkt-Owner haben eine umfassende Ausbildung im Bereich User Experience Design. Sie sind es, die definieren, wie das Produkt funktionieren und prinzipiell aussehen soll. Daher ist es unerlässlich, dass sie die Sprache und Welt der UX-Designer verstehen und sprechen.

Bei Produktentwicklungen gehen die Teams nach dem Prinzip „Research – Prototype – Design – Implement“ vor. Dieser Zyklus wird wöchentlich durchlaufen, und zwar nicht nur intern, sondern in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Angefangen von der Idee wird in einer Woche ein Prototyp gebaut und dieser dann von Woche zu Woche verfeinert, bis der Status eines „Minimum Viable Product“ erreicht ist.

Damit ist jener Punkt gemeint, an dem ein Produkt soweit funktioniert, dass es ausreichend Mehrwert für den Kunden hergibt. Auf diese Art haben wir für unseren Produktbereich Asset- und Servicemanagement eine neue, auf Einfachheit und Übersichtlichkeit optimierte Benutzeroberfläche (UUX) im zukunftsorientierten „Material Design“ erstellt. Alle anderen Produktbereiche sind bereits in Arbeit.

Learnings

Damit Design Thinking innerhalb eines agilen Entwicklungsprozesses reibungslos funktioniert und die erwarteten Ergebnisse erzeugt, sind vor allem folgende Punkte wichtig:

  • 1. Die Kunden, zumindest einige ausgewählte, sollten direkt in den Entwicklungsprozess einbezogen werden. Damit wird der reinen Produktentwicklungssicht eine konkrete Kundensicht beigestellt.
  • 2. Das Produkt muss so früh wie möglich produktiv von den Kunden getestet werden. Feedback für Beta-Versionen schwimmt, auch wenn sich die Tester noch so viel Mühe damit geben, immer an der Oberfläche. Der tatsächliche Änderungsbedarf wird dadurch nicht eruiert. Nur im täglichen praktischen Einsatz können Kunden und Partner feststellen, welche Bereiche des Produkts noch angepasst werden müssen und wie.
  • 3. Geschwindigkeit ist von enormem Vorteil. Rasche Veränderungen, die schnell wieder getestet werden können, bringen ein Produkt auch schnell zur Marktreife.
  • 4. Eine gewisse Gelassenheit das Design betreffend ist ratsam. Der größte Unterschied zwischen Designern, die ein Produkt optisch perfekt haben möchten, und UX-Designern, die das Produkt darauf ausrichten, dass Kunden effizient damit arbeiten können, zeigt sich manchmal in einem optisch nicht allen Anforderungen entsprechenden Ergebnis. Wichtig ist, dass es für die Kunden passt, auch wenn nicht die neuesten Design-Trends umgesetzt worden sind.

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Über Fabian Henzler und Matrix42

Als Director Product Marketing ist Fabian Henzler für die Vermarktung aller Matrix42-Produkte verantwortlich. Er führt das Produktmarketing-Team und ist außerdem zuständig für das Relationship-Management und Briefing von Analysten. Er greift auf viele Jahre Erfahrung im Produktmanagement, im Vertrieb und im Marketing zurück. Er kam 2014 zu Matrix42 und war dort bis 2016 Senior Product Manager für den Bereich Workspace Management und für den Matrix42 Marketplace verantwortlich. Bevor er 2014 bei Matrix42 startete, war er in mehreren Positionen, zuletzt als Head of Product Management, bei Consulting4IT tätig gewesen, davor bei EgoSecure (früher CynapsPro) und bei Softbroker.

Matrix42 ist ein Anbieter von Software für das Arbeitsplatzmanagement. Unter dem Motto „Reimagine Workspace Management“ bietet das Unternehmen zukunftsorientierte Lösungen für moderne Arbeitsumgebungen. Mehr als 3.000 Kunden – darunter BMW, Infineon und Carl Zeiss – verwalten mit den Workspace Management Lösungen von Matrix42 über 3 Millionen Arbeitsplätze weltweit.

Das Unternehmen ist in acht Ländern erfolgreich aktiv – Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Schweden und Australien. Der Hauptsitz befindet sich in Frankfurt am Main. Die Produkte und Lösungen der Matrix42 sind darauf ausgerichtet, moderne Arbeitsumgebungen – physische, virtuelle oder mobile Arbeitsbereiche – einfach und effizient bereit zu stellen und zu verwalten.

Der Fokus liegt dabei auf Anwenderorientierung, Automatisierung und Prozessoptimierung. Mit den Lösungen des Unternehmens werden sowohl die Anforderungen moderner Mitarbeiter in Unternehmen, die ortsungebunden und mit verschiedensten Endgeräten arbeiten wollen, als auch der IT-Organisation und des Unternehmens selbst optimal erfüllt.

Matrix42 bietet seine Lösungen branchenübergreifend Organisationen an, die Wert auf ein zukunftsorientiertes und effizientes Arbeitsplatzmanagement legen. Dabei arbeitet das Unternehmen auch erfolgreich mit Partnern zusammen, die die Kunden vor Ort beraten und betreuen; zu den führenden Partnern zählen TAP.DE Solutions GmbH, Consulting4IT GmbH und DSP IT Service GmbH. Weitere Informationen auf der Firmen-Webseite.

* Fabian Henzler ist Director Product Marketing bei Matrix42.

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