Erste Schritte mit Visual Studio App Center

Cross Platform Apps bereitstellen und testen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Das Microsoft Visual Studio App Center bietet wichtige Reporting-Funktionen wie Absturzberichte oder Echtzeit-Nutzungsstatistiken.
Das Microsoft Visual Studio App Center bietet wichtige Reporting-Funktionen wie Absturzberichte oder Echtzeit-Nutzungsstatistiken. (Bild: Microsoft)

Mit Visual Studio App Center können Entwickler – bedingt sogar kostenlos – plattformübergreifende Apps bereitstellen und testen. So lassen sich Apps für iOS, Android, Windows und macOS X bereitstellen, aber auch testen.

Microsoft bietet mit dem Visual Studio App Center eine Plattform für das schnelle und effektive Bereitstellen von Apps und Programmcode. Es unterstützt mit iOS und Android sowie Windows und macOS X die wichtigsten Betriebssysteme und somit auch Endgeräte.

Beim Erstellen einer neuen App werden Betriebssystem und Plattform ausgewählt.
Beim Erstellen einer neuen App werden Betriebssystem und Plattform ausgewählt. (Bild: Joos / Microsoft)

Der Code für die verschiedenen Plattformen lässt sich in einem Projekt bündeln und gemeinsam verwalten. Visual Studio Live Share und Visual Studio App Center arbeiten natürlich auch mit Funktionen in Microsoft Azure zusammen, zum Beispiel Azure DevOps Projects oder Azure Services.

Einige Funktionen in Visual Studio App Center stellt Microsoft auch kostenlos zur Verfügung. Entwickler können 240 Build-Minuten pro Monat, bei 30 Minuten pro Build, kostenlos nutzen. Alle kostenlosen Features sind in der Preisübersicht zum App Center zu sehen.

Nicht alle Dienste müssen dabei zwingend genutzt werden. Entwickler können nur die wirklich benötigten Funktionen nutzen, denn Visual Studio App Center ist modular aufgebaut. Microsoft bietet verschiedene APIs und CLIs an, um auch externe Dienste an Visual Studio App Center anzubinden. Apps dürfen eine maximale Größe von vier Gigabyte (GB) erreichen.

Neue App erstellen

Auswählen der Plattform und des Betriebssystems für die neue App in Visual Studio App Center.
Auswählen der Plattform und des Betriebssystems für die neue App in Visual Studio App Center. (Bild: Joos / Microsoft)

Direkt nach dem Öffnen der Webseite des Visual Studio App Center ist es möglich, über die Schaltfläche „Add new“ im oberen Bereich eine neue App bzw. ein neues Projekt zu erstellen. Hier kann ausgewählt werden, für welches OS und welche Plattform die neue App entwickelt werden soll. Auch neue Organisationen lassen sich an dieser Stelle anbinden. Neben den erwähnten Betriebssystemen ist es möglich, bei den Plattformen zwischen Objective-C, Swift, Ract Native, Cordova und Xamarin auszuwählen.

Beim Erstellen einer neuen App kann das SDK von Visual Studio App Center integriert werden.
Beim Erstellen einer neuen App kann das SDK von Visual Studio App Center integriert werden. (Bild: Joos / Microsoft)

Nachdem die App erstellt wurde, können die SDKs für das App Center der App hinzugefügt werden. Die entsprechenden Befehle dazu sind im Fenster zu sehen.

Builds erstellen und Repositories anbinden

Repositories lassen sich schnell und einfach an Visual Studio App Center anbinden.
Repositories lassen sich schnell und einfach an Visual Studio App Center anbinden. (Bild: Joos / Microsoft)

In Visual Studio App Center lassen sich danach über die Menüs auf der rechten Seite die Aufgaben für die Bereitstellung der App durchführen. Über „Build“ können Repositories angebunden werden. Hier lassen sich schnell und einfach Visual Studio Team Services anbinden, aber auch GitHub und Bitbucket.

Apps testen

Einer der Vorteile von Visual Studio App Center besteht darin, dass sich die Apps auch testen lassen. Entwickler haben dabei die Wahl, auf welcher Plattform die Tests erfolgen sollen. Die Tests lassen sich recht schnell aufsetzen und stellen sicher, dass eine App wie vorgesehen auf den entsprechenden Plattformen funktioniert.

Mit Visual Studio App Center erlaubt es auch, Apps zu testen.
Mit Visual Studio App Center erlaubt es auch, Apps zu testen. (Bild: Joos / Microsoft)

Beta-Tester können neue Versionen der App direkt über den Link installieren, der in der Einladungs-E-Mail mitgeschickt wird. Auf diesem Weg ist es auch möglich, das SDK zu installieren und auf dem entsprechenden Endgerät zu aktualisieren. Die Tests können auch mit öffentlich zugänglichen URLs erfolgen.

Bereitstellung durchführen

Neben der Entwicklung, dem Build und Testen dient das Visual Studio App Center natürlich auch dazu, die Apps bereitzustellen. Hierzu kann der Entwickler sogenannte Distribution Groups definieren und erstellen, um Beta-Tester oder interne Anwender voneinander zu trennen. Über diesen Weg kann auch eine Anbindung von iTunes und Google Play erfolgen.

In diesem Rahmen sind auch verschiedene Releases planbar und lassen sich im Rahmen der Bereitstellung verwalten. Für die Bereitstellung auf Apple-Geräten ist die Teilnahme am Entwickler-Programm des Herstellers notwendig. Die Teilnahme erfolgt dabei selbstredend getrennt von der Registrierung bei Visual Studio App Center.

Protokollierung mit Visual Studio App Center

Das Microsoft Visual Studio App Center bietet wichtige Reporting-Funktionen wie Absturzberichte oder Echtzeit-Nutzungsstatistiken.
Das Microsoft Visual Studio App Center bietet wichtige Reporting-Funktionen wie Absturzberichte oder Echtzeit-Nutzungsstatistiken. (Bild: Microsoft)

Bei Bedarf übernimmt das Visual Studio App Center auch die Protokollierung von Abstürzen. Dazu lassen sich die Absturzdaten der Apps sammeln und in Visual Studio App Center zur Diagnose zusammenführen. Auf Basis der Protokollierungen lassen sich auch Analysen durchführen und feststellen, wie Anwender die Apps nutzen und welche Funktionen hauptsächlich genutzt werden.

Sicherheit und Datenschutz

Wenig überraschend erstellt das App Center den Code für Apps auf virtuellen Computern. Allerdings werden die virtuellen Computer für jeden Build, der in Visual Studio App Center erstellt wird, neu erzeugt. Nach dem Build wird der virtuelle Computer wieder gelöscht. Die notwendigen Daten zum Erstellen von Builds, wie zum Beispiel Dateien und Zertifikate, verbleiben in der Cloud.

Das Hochladen von personenbezogenen Daten ist für Tests nicht möglich. Alle Apps, die im Rahmen eines Tests installiert werden, installiert das Center nach dem Test wieder. Außerdem wird der lokale Speicher gelöscht und das Testgerät wieder in den Standardzustand versetzt. Das stellt sicher, dass die Tests von Apps auf den Endgeräten immer auf dem gleichen Stand stattfinden und Daten nach dem Test wieder entfernt werden.

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