Report von Canonical Cloud-Native-Technologien haben noch Luft nach oben

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Stephan Augsten

Ein aktueller Report von Canonical zeigt, dass 85 Prozent aller befragten Unternehmen Kubernetes und Cloud-Native-Technologien noch nicht vollständig eingeführt haben. Trotz wachsender Beliebtheit klafft eine große Lücke zur vollständigen Integration.

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Canonical hat erste Ergebnisse seines „Kubernetes and Cloud Native Operations Report“ veröffentlicht.
Canonical hat erste Ergebnisse seines „Kubernetes and Cloud Native Operations Report“ veröffentlicht.
(Bild: Canonical)

Am „Kubernetes and Cloud Native Operations Report“ des Ubuntu-Herausgebers Canonical haben sich bislang 1.200 internationale IT-Profis beteiligt. Sie wurde zu mehr als 40 Themen rund um ihre Nutzung von Kubernetes, Bare Metal, VMs, Containern und serverlosen Anwendungen befragt. Zudem enthält der Report Experten-Einschätzungen von Amazon, Google, der Cloud Native Computing Foundation, WeaveWorks, Cloudbees und HCL Technologies.

Vielschichtige Technologielandschaft

Der Report zeigt eine vielschichtige Cloud-Native-Technologielandschaft auf. 45,6 Prozent der Befragten setzten Kubernetes bereits produktiv ein. Knapp 30 Prozent betreiben Anwendungen in einer Mischung aus Bare Metal, VMs und Kubernetes. 15,3 Prozent nutzen hauptsächlich VMs und planen, vollständig auf Kubernetes zu migrieren. Weitere 13,1 Prozent evaluieren diesen Schritt zunächst. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, bis wir die Infrastruktur richtig modernisiert haben“, meint James Strachan, Distinguished Engineer von Cloudbees.

Knapp 78 Prozent der Teilnehmer berichten von mindestens einem hybriden oder Multi-Cloud-Anwendungsfall in ihrem Unternehmen. Diese Verbreitung führt laut der Studie zu neuen Herausforderungen, insbesondere bei der Verwaltung verschiedener Bare-Metal-, VM- und Kubernetes-Technologien. Zudem wird Operations als kommende große Herausforderung betrachtet, da Unternehmen eine Automatisierung über das Anwendungs- statt über das Konfigurationsmanagement anstreben. 30 Prozent wollen deshalb Operatoren testen, 17 Prozent experimentierten bereits damit und 14 Prozent nutzen sie schon produktiv.

Weitere Ergebnisse im Überblick

Der Report zeigt außerdem, dass vor allem SRE- (Site Reliability Engineering) DevOps-Engineers, Infrastruktur-Architekten, Backend- und Full-Stack-Entwickler Kubernetes und Cloud-Native-Technologien nutzen. Verbesserte Wartung, Überwachung und Automatisierung (64,6 Prozent), die Modernisierung der Infrastruktur (46,4 Prozent) und schnellere Markteinführungen (26,5 Prozent) sind dabei die wesentlichen Ziele.

Laut dem Report sind die häufigsten Anwendungsfälle für Hybrid und Multi-Cloud beschleunigte und automatisierte Entwicklung (20,7 Prozent), erweiterte Cloud-Backup-Optionen zur Kostensenkung (13,3 Prozent), Disaster Recovery (12,6 Prozent) sowie das Clustering von geschäftskritischen Datenbanken (5,5 Prozent). Als größte Herausforderungen beim Einsatz von Kubernetes in Unternehmen gelten ein interner Mangel an entsprechenden Qualifikationen (54,5 Prozent), eine ungeeignete IT-Infrastruktur (37,3 Prozent), Inkompatibilität mit Altsystemen (32,6 Prozent), Schwierigkeiten bei der Anwenderschulung (29,7 Prozent), Sicherheits- und Compliance-Bedenken (24,7 Prozent) sowie die Integration von Cloud-Native-Anwendungen untereinander (19 Prozent).

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