Nachbericht zur NextStep 2019 von OutSystems

Citizen Developer gewinnen an Bedeutung

| Autor / Redakteur: Martin Otten * / Stephan Augsten

Gut 3.000 Teilnehmer aus über 50 Ländern fanden sich bei der NextStep 2019 zusammen.
Gut 3.000 Teilnehmer aus über 50 Ländern fanden sich bei der NextStep 2019 zusammen. (Bild: OutSystems)

Die NextStep 2019 Conference in Amsterdam sollte zeigen, wie Unternehmen ihr Geschäft mit Low-Code transformieren können. Dabei spielen auch neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Internet of Things oder Blockchain eine immer größere Rolle.

So groß wie noch nie zuvor: Mehr als 3.000 Teilnehmer aus insgesamt mehr als 50 Ländern sind der Einladung des Low-Code-Anbieters OutSystems gefolgt. Am 29. und 30. Oktober 2019 fand das größte europäische Event für Business Innovationen und Low-Code in Amsterdam statt.

Wie in den vergangenen Jahren konnten CIOs, IT-Architekten und Entwickler ebenso wie Unternehmensinnovatoren auch dieses Mal vom umfassenden Know-how der Branchengrößen und Vordenker profitieren. Im Fokus standen die Themen Innovation, Disruption sowie die zunehmende Bedeutung von Citizen Developern.

OutSystems-CEO Paulo Rosado bei seiner Eröffnungskeynote.
OutSystems-CEO Paulo Rosado bei seiner Eröffnungskeynote. (Bild: OutSystems)

Im Rahmen seiner Eröffnungskeynote präsentierte Paulo Rosado, CEO von OutSystems, neben der Vorstellung der wichtigsten Erfolgsfaktoren innovativer und disruptiver Unternehmen, mehrere neue und geplante Produkt-Funktionen der Low-Code-Plattform. Die neuen Features unterstützen Unternehmen beispielsweise dabei, die Customer Experience zu verbessern – womit laut Gartner CX Maturity Model 2019 rund 65 Prozent der B2C- und sogar 75 Prozent der B2B-Unternehmen im Rückstand sind.

Der neue Experience Builder beispielsweise reduziert die Komplexität bei der Zusammenstellung der verschiedenen Elemente von Benutzeroberflächen. Dadurch können Entwickler deutlich schneller Anwendungen mit einer gelungenen Customer Experience erstellen – um diesbezüglich die wachsenden Ansprüche der Kunden zu erfüllen. Eine weitere neue Funktion ist der Workflow Builder, der komplexe Entwicklungsprozesse zu einem benutzerfreundlichen Assistenten abstrahiert und damit die Anwendungsentwicklung weiter vereinfacht.

IT-Fachkräftemangel mithilfe von Citizen Developer lösen

Bei den Citizen Developern handelt es sich um technisch versierte Mitarbeiter, die allerdings keinen IT-Hintergrund haben und Unternehmen trotzdem dabei unterstützen können, Anwendungen zu entwickeln. Damit lässt sich eine der derzeit größten Herausforderungen im IT-Bereich meistern – der Fachkräftemangel. Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach neuen digitalen Lösungen permanent wächst.

IT-Abteilungen müssen deshalb neue Möglichkeiten finden, diesen Anforderungen gerecht zu werden. In Deutschland fehlen mittlerweile fast 60.000 IT-Mitarbeiter. Jason Wong prognostiziert im Gartner Market Guide for Rapid Mobile App Development Tools, dass bis ins Jahr 2022 nicht IT-Fachkräfte, sondern dass Citizen Developer mehr als ein Drittel der Web- und mobilen Apps erstellen werden. Umso wichtiger ist es, dass Softwareentwicklungsunternehmen sich darauf einstellen, die Entwicklung von Apps auch diesen Mitarbeitern zu ermöglichen.

Genau dabei hilft ein anderes neues Feature der OutSystems-Plattform: Ein Governance-Tool sorgt dafür, dass Anwender einen umfassenden Überblick über Architekturprobleme im gesamten Anwendungsportfolio erhalten. Es handelt sich dabei um eine KI, die automatisch etwaige Herausforderungen antizipiert und angeht, bevor diese überhaupt auftreten können.

Low-Code hat Einfluss auf das gesamte Unternehmen

Eine weitere Keynote, auf die die Besucher der NextStep 2019 mit Spannung gewartet haben, war die von John Rymer, Vice President von Forrester und Evangelist von Low-Code-Produkten. Im Rahmen seines Vortrags zeigte er diverse Statistiken über den Fortschritt im Bereich der Anwendungsentwicklung auf.

Auf diese Weise verdeutlichte er seinen Zuhörern, wie enorm wichtig es ist, Low-Code-Plattformen einzusetzen. Denn mittels Low-Code lassen sich skalierbare Produkte deutlich schneller und zuverlässiger ausliefern. Dabei ist der Einsatz von Low-Code nicht auf einzelne Branchen beschränkt, sondern sollte nach seiner Auffassung essenzieller Bestandteil des Entwicklungsportfolios jedes Unternehmens sein.

Disrupted oder doch eher Disruptor?

Unternehmen müssen heute zahlreiche wichtige Entscheidungen treffen. Zwingend notwendig ist, dass sie sich wandeln. Schlimmstenfalls droht ihnen sonst, von deutlich agileren Konkurrenten überholt zu werden. Genau dieses Thema behandelte Dr. Anand Deshpande, Gründer und Managing Director von Persistent Systems, im Rahmen seiner Keynote.

Deshpande referierte er darüber, wie Low-Code-Plattformen Kunden dabei helfen, diesen Wandel zu erreichen. Als einer der wichtigsten Implementierungspartner von OutSystems unterstützt Persistent Systems seine Kunden dabei, Software und digitale Services zu nutzen, um ihre Customer Experience zu verbessern und automatisierte Business-Prozesse zu erreichen.

Umfassende Agenda

Neben den Keynotes durften die Besucher sich auf insgesamt mehr als 80 Sessions in nur eineinhalb Tagen freuen – darunter Technical-, Executive-, Lab- und BizTech-Sessions, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richteten. So gab es für Interessierte die Möglichkeit, im Rahmen der Lab-Session bzw. Hands-on-Workshops konkrete Anwendungstipps für die Programmierung innerhalb der Low-Code-Plattform zu erhalten.

Im Rahmen der Technical- und Executive-Sessions gewährten Anwender im Rahmen von Best Practices sowie mehrerer branchenspezifischen Panel-Diskussionen Einblicke in den Einsatz von Low-Code innerhalb verschiedenster Branchen, u. a. Banking, Versicherung und Handel.

Ein Highlight waren auch die sogenannten Innovation Awards, im Rahmen derer OutSystems die Top-Unternehmen auszeichnet, die mit der Low-Code-Technologie hervorragende Leistungen im Zuge der digitalen Transformation erbringen. Dieses Jahr durften sich fünf niederländische Unternehmen freuen: Neben Ahold Delhaize, Cordstrap, Boels auch VNG sowie Rijk Zwaan.

Besucher der NextStep konnten in einer großen separaten Messehalle die Stände der OutSystems-Partner.
Besucher der NextStep konnten in einer großen separaten Messehalle die Stände der OutSystems-Partner. (Bild: OutSystems)

Abgerundet wurde das Event durch ein umfassendes und unterhaltsames Rahmenprogramm. Geboten waren etwa Karaoke, eine Fotobox, Partner-Präsentationen, die Möglichkeit, deren Messestände in einer großen separaten Messehalle zu besuchen, zahlreiche Gewinnspiele und OutSystems-Technologien zum Selbsterleben – wie beispielsweise eine App-gesteuerte, intelligente Vendor-Machine, ein App-basierter Gesundheitswerte-Analysestuhl und Virtual Reality Entertainment.

Fazit: Unternehmen sollten innovativ agieren

Alles in allem war die NextStep 2019 für Besucher, Partner und auch OutSystems ein voller Erfolg. Es lässt sich festhalten: Nur wer innovativ denkt, als Disruptor agiert und auf Entwicklungen reagiert – wie etwa die zunehmende Bedeutung von Citizen Development –, wird sich langfristig gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil verschaffen.

* Martin Otten ist Regional Vice President Central Europe bei OutSystems.

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