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CNCF zahlt für K8s-Schwachstellen Bug-Bounty-Programm für Kubernetes

Redakteur: Stephan Augsten

Die Cloud Native Comupting Foundation, kurz CNCF, hat bei Hackerone.com ein Bug-Bounty-Programm für Kubernetes angestoßen. Sicherheitsforscher und Anwender können somit Schwachstellen direkt an die Kubernetes Open Source Community melden und werden dafür entlohnt.

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Im Januar 2020 ist das Bug-Bounty-Programm für Schwachstellen in Kubernetes gestartet.
Im Januar 2020 ist das Bug-Bounty-Programm für Schwachstellen in Kubernetes gestartet.
(Bild: Hackerone.com / CNCF)

Meldet ein Sicherheitsforscher oder Anwender über Hackerone.com eine Kubernetes-Schwachstelle an die CNCF, so verpflichtet er sich dazu, die Sicherheitslücke nicht auf eigene Faust offenzulegen. Die Disclosure Policy sieht vor, dass das Kubernetes Product Security Committee und der Bug-Melder ein Veröffentlichungsdatum aushandeln.

Die CNCF ziehe es vor, den Fehler so schnell wie möglich vollständig zu veröffentlichen, sobald die Lösung für den Benutzer verfügbar ist, heißt es auf Hackerone.com. Der Zeitrahmen für die Bekanntgabe hängt sehr vom Kontext des Fehlers ab und variiert von „sofort“ für öffentlich bekannte Probleme bis zu „Monaten“ für Fehler, die tiefgreifende Code-Änderungen erfordern.

Die Belohnungen richten sich nach dem Schweregrad der CVSS (Common Vulnerability Scoring Standard), wobei es sich hierbei erst einmal um eine grobe Maßgabe handelt. So bilden kubectl-Schwachstellen, die eine Benutzerinteraktion erfordern, beispielsweise eine Ausnahme. Sie werden nach der jeweils niedrigeren Einstufung vergütet, sprich eine „kritische“ Schwachstelle wird nur mit dem „high“-Entgelt honoriert.

Die Entscheidung über das „Kopfgeld“ liegt letztlich immer im Ermessen der Cloud Native Computing Foundation und gliedert sich in mehrere Stufen mit untergeordneten Schweregraden.

  • Tier 1 (Stufe 1) betrifft Kernfunktionen von Kubernetes, sowohl generell verfügbare (general available, GA) Features als auch solche, die sich in der Betaphase befinden. Die Belohnungsspanne reicht von 10.000 US-Dollar (USD) für kritische Sicherheitslücken nach CVSS bis hin zu 200 US-Dollar für jene mit Severity „Low“.
  • Unter Tier 2 mit einer Spanne von 5.000 bis 100 USD fallen allgemeine K8s-Komponenten mt GA- und Beta-Status, beispielsweise Container Storace Interface (CSI) Driver oder das Dashboard.
  • Unterstützende Ressourcen wie die Webseite k8s.io, das Kubernetes-eigene CI/CD-System Prow oder die Dokumentation fallen in die Kategorie Tier 3, die Kopfgelder beginnen hier bei 2.500 USD und enden bei 100 USD.

Weitere Informationen finden sich auf der Website Hackerone.com. Bei Github wird der Security Release Process zu Kubernetes auch noch einmal ausführlich aufgeschlüsselt.

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