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Github Enterprise 2.11 Bessere Team- und Enterprise-Funktionen für Github

Autor: Stephan Augsten

Geo-Replikation, granulare Berechtigungen und Team-Reviews: Mit GitHub Enterprise 2.11 werden einige Funktionen eingeführt, die offenbar händeringend von Unternehmen gefordert wurden. Das Release soll für reibungslosere und effizientere Entwicklungsprozesse sorgen.

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Github Enterprise 2.11 vereinfacht unter anderem das Auffinden von Änderungen bzw. Commits.
Github Enterprise 2.11 vereinfacht unter anderem das Auffinden von Änderungen bzw. Commits.
(Bild: Github)

Ob ein Software-Projekt im Team oder über Abteilungen hinweg betreut wird, oft ergeben sich dabei verschachtelte Teams. Mit einer granularen Rechtevergabe soll Github Enterprise 2.11 gewährleisten, dass nur berechtigte Kollegen auf bestimmten Code zugreifen können. Unwichtige Kommunikation erreicht Unbeteiligte dementsprechend nicht, so dass sich alle Mitwirkenden auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren können.

Bei der Berechtigungsvergabe hilft ein Vererbungssystem: Aus einem übergeordneten Team (Github nennt dies „Parent-“, also Eltern-Team) heraus lassen sich mehrere Child-Teams bilden. Diese erben dann die Zugriffsberechtigungen ihrer Eltern, so dass Repository-Berechtigungen und auch die Kommunikation von oben nach unten immer nur an die richtigen Mitglieder weitergeleitet wird.

Eine weitere Collaboration-Funktion sind sogenannte Team-Reviews. Ein Entwickler kann über den „Reviewers“-Abschnitt seiner Pull-Anfrage ein ganzes Team bitten, einen Blick auf seine Arbeit zu werfen. Ebenso ist es möglich, Code-Besitzer zu definieren, die bei Änderungen an den ihnen zugewiesenen Projektabschnitten automatisch zur Überprüfung aufgefordert werden. Eine spezielle Suchfunktion hilft innerhalb von Go-, Javascript-, Ruby-, Python- oder TypeScript-Dateien dabei, direkt zu den geänderten Methoden und Funktionen zu springen.

In der Enterprise-Version 2.11 verfügt Github nunmehr über eine Hotpatch-Funktion. Unternehmen können nun Security-Fixes und Upgrades ohne Ausfallzeit einspielen – zumindest so lange wie im Falle von Kernel oder MySQL kein Service- oder VM-Neustart vonnöten ist. Hotpatches funktionieren allerdings nur innerhalb einer Release-Reihe, ein Upgrade von Version 2.10.1 auf 2.10.2 ist also möglich, auf 2.11.X hingegen nicht.

Auch die von größeren Unternehmen geforderte Geo-Replikation ist in Github Enterprise 2.11 der Testphase entwachsen. Geographisch verteilte Rechenzentren können dadurch mehrere Appliance-Repliken aufsetzen, so dass Anfragen immer an den nächstgelegenen Server gesendet werden. Github weist allerdings darauf hin, dass sich damit keine Performance-Probleme lösen lassen, da immer nur eine Replik die Anfrage verarbeitet, vielmehr ist der Durchsatz bei den Schreibvorgängen abhängig von der langsamsten Replik.

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Über den Autor

 Stephan Augsten

Stephan Augsten

Chefredakteur, Dev-Insider