AWS-Ressourcen mit Java erstellen und verwalten, Teil 1

AWS SDK for Java in Eclipse integrieren

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Stephan Augsten

Im Menüpunkt „Available Software \ Manager \ AWS Toolkit“ lässt sich die AWS-Konfiguration der Eclipse-IDE überprüfen.
Im Menüpunkt „Available Software \ Manager \ AWS Toolkit“ lässt sich die AWS-Konfiguration der Eclipse-IDE überprüfen. (Bild: Drilling / Eclipse)

AWS-Nutzer können Ressourcen in der AWS-Public-Cloud interaktiv, automatisiert oder auch programmatisch erstellen. Letzteres ist vor allem für Entwickler und in DevOps-Szenarien erste Wahl. Zu den zahleichen unterstützten SDKs gehört auch Java.

Das „AWS SDK for Java“ bietet für AWS Infrastructure Services eine Java-API. Das Software Development Kit (SDK) erlaubt es, Anwendungen basierend auf u. a. Amazon S3, Amazon EC2 und Amazon DynamoDB zu entwickeln. Dass AWS SDK für Java steht aktuell in zwei Versionen 1.0 und 2.0 zur Verfügung. Die jeweilige Version ist auf der Webseite zur AWS SDK für Java erhältlich. Selbstverständlich stellt AWS auch die komplette API-Dokumentation für Version 1.11 und AWS SDK Java for Version 2.3.3 im Netz bereit.

Die Version 2.0 ist seit November 2018 generell verfügbar und für den produktiven Einsatz geeignet, nachdem sie bereits seit Juni 2017 als Developer-Preview verwendet werden konnte. Dass AWS so lange an Version 2.0 gearbeitet hat, hatte seine Gründe. Version 2.0 des SDK ist ein umfassender und kompletter Code-Rewrite der 1.11-Codebasis.

Ziel war dabei auch die Unterstützung von Java 8+. Sie enthält unter anderem einige von Kunden vielfach gewünschte Funktionen wie die Unterstützung blockierungsfreier Ein- und Ausgaben, eine bessere Startleistung und die automatische Iteration von Antwortseiten. Neben diesen Neuerungen wurden viele Teile des SDK – mit Fokus auf Konsistenz, Persistenz und Benutzerfreundlichkeit – neu gestaltet.

Wer also gerade ein neues Java-Projekt plant, sollte nach Ansicht von AWS auf jeden Fall mit der Version 2.0 des SDK starten. Da alle Service-APIs seit November 18 verfügbar sind können Anwender heute bedenkenlos die neuen Funktionen nutzen ohne auf High-Level-Bibliotheken warten zu müssen wie z. B. den „Amazon DynamoDB Object Mapper“ und „Amazon S3 Transfer Manager“. Version 2.0 des SDK lässt sich übrigens in der derselben JVM ausführen wie die Version 1.11.

Bestehende 1.11-Anwendungen lassen sich somit schrittweise auf 2.0 übernehmen, sodass 2.0-Anwendungen bei Bedarf die High-Level-Bibliotheken des Vorgängers nutzen können. Obwohl AWS nachdrücklich auf die Verfügbarkeit der neuen Version hinweist und auch Einsteigern nahelegt, mit dieser Version zu starten, wird AWS das 1.11 SDK weiterhin mit neuen Service-APIs, neuen Services, Bugfixes und Sicherheitskorrekturen aktualisieren.

Das ist wichtig zu wissen, da wir in diesem Basis-Tutorial mit Version 1.11 starten. Das hat zwei Gründe. Zum einen unterstützt das Ecplise-Plugin für die AWS-Java SDK Version 2.0 noch nicht. Zum Anderem sind die anfänglichen Code-Beispiele so einfach gehalten, dass wir keine der neuen Version-2-Funktionen und API-Calls benötigen.

AWS-Toolkit für Ecplise

Wie angekündigt beginnen wir für die ersten Gehversuche mit dem AWS Toolkit for Eclipse. Hierbei handelt es sich um ein von AWS entwickeltes Open Source Plug-In für die Eclipse Java DIE. Sie soll Entwicklern das Schreiben, Debuggen und Implementieren von Java-Anwendungen mit Amazon Web Services enorm erleichtern. Speziell AWS-Anwendungen lassen sich somit schneller und produktiver entwickeln.

Über den Menüpunkt „Help \ Install New Software“ der Ecplise-IDE wird die AWS-Version sowie benötigte Komponenten eingestellt.
Über den Menüpunkt „Help \ Install New Software“ der Ecplise-IDE wird die AWS-Version sowie benötigte Komponenten eingestellt. (Bild: Drilling / Eclipse)

Das Toolkit erfordert die Eclipse-Version 4.4 (Luna) oder höher. Das Installieren ist schnell erledigt. Hierzu klickt man in der Ecplise-IDE auf „Help / Install New Software“. Dann trägt man im Dialog „Availale Software“ im Textfeld „Work with“ die URL „https://aws.amazon.com/eclipse“ ein. Bei der Komponentenauswahl genügen die zwingend erforderlichen „AWS Core Management Tools“. Wer möchte und sich auskennt, kann aber weitere optionale Elemente aus der angezeigten Liste installieren.

Im Menüpunkt „Available Software \ Manager \ AWS Toolkit“ lässt sich die AWS-Konfiguration überprüfen
Im Menüpunkt „Available Software \ Manager \ AWS Toolkit“ lässt sich die AWS-Konfiguration überprüfen (Bild: Drilling / Eclipse)

Nach einen Klick auf „Next“ leitet Eclipse durch die restlichen Installationsschritte. Wer das AWS-Toolkit bereits installiert hat, sollte trotzdem im Dialog „Available Software“ auf „Manager“ klicken und zum Knoten „AWS Toolkit“ navigieren, um z. B. die Konfiguration zu überprüfen, etwa zum Anpassen oder Austauschen von IAM-API-Keys.

Unter anderem lässt sich hier auch die Integration weiterer AWS-Komponenten konfigurieren wie z. B. AWS CodeCommit, AWS SAM Local, AWS CloudFormation oder externer Tools wie Putty. Im nächsten Teil dieser Serie werden wir uns ansehen, wie man mit dem AWS-Java-SDK auf den Speicherdienst Amazon S3 zugreift.

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