Avision nennt die größten Stolpersteine Auch Legacy-Software harmoniert mit DevOps

Von Martin Hensel

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Wie der Oberhachinger IT-Dienstleister Avision berichtet, lassen sich auch Altanwendungen mittels DevOps sicher und flexibel weiterentwickeln. Dabei sind allerdings einige Hindernisse zu überwinden.

Mittels DevOps lassen sich laut Avision auch Altanwendungen modernisieren.
Mittels DevOps lassen sich laut Avision auch Altanwendungen modernisieren.
(Bild: Tumisu / Pixabay )

Laut Avision lassen sich Altanwendungen nicht nur mit technologischen Maßnahmen modernisieren – auch der Einsatz neuer Organisationstechniken könne sich auszahlen. Dazu zählt auch die DevOps-Methode, die durch gemeinsame Prozesse und Tools für effektive Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Betriebsteam sorgt. Mit ihrer Hilfe können Unternehmen auch Legacy-Software flexibler und sicherer erstellen, testen und freigeben.

Fallstricke beachten

Avision, selbst Spezialist für Software Revival, betont aber, dass DevOps in diesem Fall konsequent umgesetzt werden müsse. Stolpersteine müssen überwunden und zudem die Grenzen von DevOps bei Altanwendungen erkannt werden. Konkret nennt Avision die folgenden Punkte:

  • Oft beschränken Unternehmen DevOps auf die Tools. Der Einsatz von Continuous-Integration- und Continuous-Delivery-Werkzeugen zur Automatisierung der Zusammenarbeit führt laut Avision alleine aber noch nicht zum Erfolg. Um die Trennung zwischen Entwicklung und Betrieb wirklich aufzuheben, braucht es zusätzlich eine Kultur der Kooperation zwischen den beiden Bereichen.
  • Maßgeblich für diese Kultur ist die gemeinsame Grundeinstellung in den DevOps-Teams, dass Entwicklung und Betrieb gleichberechtigt sind. Die beiden Bereiche müssen offen und ehrlich miteinander kommunizieren, eine Feedbackkultur pflegen und ihr Wissen bereitwillig teilen. Gegenseitige Schuldzuweisungen machen den DevOps-Gedanken zunichte.
  • DevOps verlangt auch eine neue Führungskultur. Das Management muss eigenverantwortliches Handeln zulassen und unterstützen. Tritt etwa beim Rollout einer Weiterentwicklung ein Fehler auf, muss das DevOps-Team ohne lange Rückversicherungen zügig entscheiden können, ob der Rollout abgebrochen wird oder weiterlaufen soll, um den Fehler später per Patch zu beheben.
  • Unternehmen sollten laut Avision nicht dem falschen Mythos aufsitzen, dass es durch DevOps wesentlich weniger Fehler gibt. Auch DevOps-Teams können fehlerhafte Software produzieren. Durch automatisierte Tests, Continuous Integration und Continuous Delivery sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Betrieb lassen sich Fehler aber schneller beheben.
  • Am besten funktioniert DevOps mit agilen Entwicklungsmethoden, die es den Teams ermöglichen, zu experimentieren und neue Ideen auszuprobieren. Das führt aber zunächst einmal sogar zu mehr Fehlern. Für die Weiterentwicklung von Altsoftware in kritischen Bereichen wie Luftfahrt oder Gesundheitswesen, wo bereits kleine Fehler fatale Auswirkungen haben können, eignet sich DevOps deshalb nicht.

„Packen sie es richtig an, können Unternehmen mit DevOps ihre Altanwendungen sicherer und flexibler weiterentwickeln und Probleme schneller beheben“, erklärt Avision-CEO Nadine Riederer. Dazu müsse aber die Kultur stimmen, betont sie. „Alle Beteiligten müssen ihr Wissen miteinander teilen und die Teams dürfen nicht dazu gezwungen werden, Entscheidungen an andere Ebenen zu delegieren“, so Riederer.

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