Projektmanagement-Software mit Cloud-Anbindung

Atlassian modernisiert Jira

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Dank neuer Filteransichten und weiterer Funktionen soll die Arbeit mit Jira produktiver und intuitiver werden.
Dank neuer Filteransichten und weiterer Funktionen soll die Arbeit mit Jira produktiver und intuitiver werden. (Bild: Atlassian)

Atlassian hat eine überarbeitete Version seiner Projektmanagementsoftware Jira veröffentlicht. Im Fokus stehen Berechtigungen, Navigation und Benutzerfreundlichkeit sowie deren Anpassung. Ziel war es, Jira an aktuellen Anforderungen neu auszurichten.

Atlassian passt sich an die neuen Gegebenheiten im Bereich der Software-Entwicklung an. 2002 noch benötigte Jira-Funktionen, in der Vergangenheit erstellte Workflows und veraltete Berechtigungskonzepte seien „nicht das, was wir heute brauchen“, sagt Sean Regan, Leiter des Produktmarketings im Bereich Software Teams bei Atlassian.

Ein entscheidender Faktor sei der Wandel der Softwareentwicklung gewesen, einschließlich der Einführung von Cloud Computing, Microservices und Containern. Im Falle der AWS-Version von Jira hat Atlassian neue APIs integriert, darunter eine für die Integration von Feature-Flags. Bereits jetzt haben Unternehmen wie LaunchDarkly, Optimizely und Rollout eine Unterstützung angekündigt.

Eine der wichtigsten neuen Funktionen in Jira ist eine Produkt-Roadmap, welche „die Flexibilität und Anpassung widerspiegelt, die Jira immer nur in einer einzigen Ansicht hatte“, sagt Jake Brereton, Marketingleiter für Software-Cloud bei Atlassian. Regan weiter: „Wenn Sie zehn verschiedene Teams haben, die alle nach unterschiedlichen Zeitplänen freigeben und testen, weiß niemand, was los ist.“ Mit den neuen Roadmaps können Teams ihren Aufgabenstatus mit ihren internen Interessengruppen teilen, so dass jeder Berechtigte sehen kann, wer an welcher Aufgabe arbeitet.

An den Projekt-Boards wurde ebenfalls geschraubt. Diese wurden um Drag-and-Drop-Workflows, Filter und Verlaufsinformationen erweitert, um Entwicklern das Erstellen von „Jira Query Language“-Anweisungen zu erleichtern. Workflows, Problemtypen und Felder lassen sich nun anpassen, ohne dass die Entwickler einbezogen werden müssen. Damit Entwickler nur das für sie Relevante sehen, können auch Jira Issue Functions angepasst werden.

Regan erklärte auch, dass die Grundlagen der Jira-Veränderungen im Kampf zwischen Entwicklerautonomie und Managementkontrolle liegen. Manager nutzten Jira, um „wirklich lächerliche“ Prozesse und Kontrollen durchzusetzen, sagte er. „Atlassian und Jira stehen auf der Seite der Entwicklerautonomie“, sagte er. Entwickler sollten in die Lage versetzt werden, die Art und Weise ihrer Arbeit selbst zu gestalten.

Projektmanager, Administratoren und Führungskräfte hingegen müssten ausreichende Möglichkeiten für Reporting und Strukturierung besitzen. „Das Jira der Vergangenheit erlaubte es Administratoren, sehr restriktiv zu sein“, schreibt Regan. In Zukunft soll den Entwicklern mehr Gestaltungsspielraum eingeräumt werden, bei gleichzeitig besserer Kontrolle.

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