GitOps Working Group der CNCF sucht Gleichgesinnte Arbeit an GitOps Manifesto in vollem Gange

Redakteur: Stephan Augsten

GitOps basiert auf den Ideen hinter DevOps und Infrastructure as Code, ein einheitlicher Rahmen fehlt dem Ansatz allerdings noch. Um die Prinzipien und technischen Aspekte genauer zu definieren, arbeitet die in der CNCF verankerte GitOps Working Group aktuell an einem Manifest.

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Das GitOps Manifesto soll ein Verständnis von GitOps schaffen, das auf gemeinsamen Prinzipien und nicht auf individuellen Meinungen basiert.
Das GitOps Manifesto soll ein Verständnis von GitOps schaffen, das auf gemeinsamen Prinzipien und nicht auf individuellen Meinungen basiert.
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Am 19. November 2020 kündigten Amazon, Codefresh, GitHub, Microsoft und Weaveworks die Gründung der GitOps Working Group an. Dabei handelt es sich um ein offenes Gemeinschaftsprojekt innerhalb der FluxCD-Initiative der Cloud Native Computing Foundation (CNCF). Selbsterklärtes Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Unternehmen und Personen die Implementierung von GitOps-Tools und -Methoden nahezubringen.

Bis Ende März 2021 wollen die die Mitglieder das sogenannte GitOps Manifesto erarbeitet haben. Das Manifest soll anbieter- und implementierungsneutral sein und zielt darauf ab, ein gemeinsames Verständnis von GitOps zu schaffen, das auf gemeinsamen Prinzipien und nicht auf individuellen Meinungen basiert.

Bereits vorab haben die Gründer der Arbeitsgruppe fünf Kernprinzipien definiert, die die Grundlage von GitOps-Praktiken bilden. Die fünf GitOps-Prinzipien lauten wie folgt:

  • 1. Deklarative Konfiguration: Alle Ressourcen, die durch einen GitOps-Prozess verwaltet werden, müssen vollständig deklarativ ausgedrückt werden.
  • 2. Versionskontrollierte, unveränderliche Speicherung: Deklarative Beschreibungen werden in einem Repository gespeichert, das Unveränderlichkeit, Versionierung und Versionsgeschichte unterstützt, zum Beispiel bei Git.
  • 3. Automatisierte Bereitstellung: Die Auslieferung der deklarativen Beschreibungen vom Repository an die Laufzeitumgebung ist vollständig automatisiert.
  • 4. Software-Agenten: Reconciler halten den Systemzustand aufrecht und wenden die in der deklarativen Konfiguration beschriebenen Ressourcen an.
  • 5. Geschlossene Schleife: Bei Abweichungen zwischen der versionskontrollierten deklarativen Konfiguration und dem Ist-Zustand des Zielsystems werden Aktionen ausgeführt.

Die Gründer der GitOps-Workgroup haben andere Unternehmen dazu aufgerufen, sich der Gruppe anzuschließen. Im GitHub Repository können sich Interessierte über die Fortschritte der GitOps Working Group informieren. Die Teilnahme an den Workgroup-Sessions ist gerne gesehen, ebenso das Erstellen neuer „Issues“. Die Arbeitsgruppe erhofft sich Aufschluss darüber, wie andere GitOps einsetzen und welche wichtigen Überlegungen sie einbeziehen soll.

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