Open-Source-Framework für Microservices Apache ServiceComb bereit für produktiven Einsatz

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Wer sich mit der Entwicklung von Microservices beschäftigt, sollte einen genauen Blick auf Apache ServiceComb werfen. Das Projekt wurde im Dezember von der Apache Software Foundation zum Top-Level-Produkt erhoben.

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Apache ServiceComb ist dem Inkubator-Status entwachsen und somit auch für Produktivumgebungen geeignet.
Apache ServiceComb ist dem Inkubator-Status entwachsen und somit auch für Produktivumgebungen geeignet.
(Bild: The Apache Software Foundation)

Apache ServiceComb ist ein Open-Source-Framework für den Aufbau und die Verwaltung von Microservices. Das Framework hilft dabei, Microservices schnell und einfach zu erstellen, bereitzustellen und zu skalieren.

Mit dem Erreichen des Top-Level-Status bei Apache hat ServiceComb einen wichtigen Meilenstein erreicht, wie Willem Jiang, Vice President von Apache ServiceComb, im Apache-Blog betonte. „ServiceComb hat sich in weniger als einem Jahr von einem Microservices Software Development Kit zu einer vollständigen Lösung entwickelt.“ Während der Inkubationsphase bei Apache sei die Zahl der ServiceComb-Nutzer rasant gestiegen, und ständig kämen neue Entwickler hinzu.

ServiceComb wurde ursprünglich von Huawei entwickelt. Das Unternehmen hat das Projekt im November 2017 an Apache Incubator übergeben. Ursprünglich wurde das Framework im Rahmen der Cloud Service Engine von Huawei entwickelt. Die Entwicklung kann mit Java und Go erfolgen. Als API wird auf das OpenAPI-System gesetzt.

Das Projekt umfasst drei Teilprojekte, die ebenfalls den Versionssprung auf 1.x geschafft haben: Java-Chassis, Service-Center und Saga. Java-Chassis ist ein Java Microservices SDK. Es ermöglicht das Registrieren, Suchen und das Routen von Diensten. Nach Angaben des Teams ermöglicht die Lösung verschiedene Governance-Funktionen. Dazu gehören Load Balancing, Fallback und Call Stack Tracing.

Das Teilprojekt Service-Center besteht aus einer Go-Implementierung und ist für das Finden und Verwalten der Microservices verantwortlich. Mit dem Service-Center lassen sich auch Metriken überwachen. Auch ein Webportal ist Bestandteil des Service-Centers. Saga ist wiederum eine Lösung für verteilte Transaktionen innerhalb von ServiceComb.

Mehr Informationen zu ServiceComb im Apache-Blog. Wer sich mit ServiceComb auseinandersetzen will, findet auf der Webseite auch einen Quickstart-Guide.

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 Thomas Joos

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Freiberuflicher Autor und Journalist