Erste Schritte in GitHub, Teil 2

Anmeldung und Einstellungen bei GitHub

| Autor / Redakteur: Christian Rentrop / Stephan Augsten

Vor dem Start eines GitHub-Projekts sollte man insbesondere im proprietären Kontext noch einige Einstellungen vornehmen.
Vor dem Start eines GitHub-Projekts sollte man insbesondere im proprietären Kontext noch einige Einstellungen vornehmen. (Bild: Rentrop / GitHub)

Auf den ersten Blick scheint GitHub kompliziert. Doch wer bereits Code-Hosting oder soziale Netzwerke kennt, wird sich schnell mit dem Service zurechtfinden. Wir zeigen, wie ein Konto und die notwendige Umgebung schnell eingerichtet sind.

Das Schöne an GitHub ist die niedrige Einstiegshürde: Um den Software-Hosting-Service auszuprobieren, sind zunächst keinerlei finanzielle Transaktionen oder gar Klimmzüge nötig. Denn das Basiskonto ist im Rahmen der GitHub-Lizenzpolitik kostenlos. Für den Einstieg in GitHub benötigt man deshalb erst einmal nichts anderes als eine funktionierende E-Mail-Adresse.

GitHub-Konto erstellen

Wie alle Web 2.0-Dienste macht auch GitHub potenziellen Usern den Einstieg möglichst leicht. Wer die Startseite besucht, findet hier eine dicke „Sign-in“-Einladung: Drei Felder für Nutzername, Mail-Adresse und Passwort ausfüllen, ein Klick – und schon ist das GitHub-Konto erstellt.

Wichtig ist, dass der Link in der Kontobestätigungs-E-Mail angeklickt wird, da der Account sonst nicht verifiziert und aktiviert wird. Anschließend fragt GitHub noch nach den persönlichen Interessen und den Intentionen des Users – dieser Schritt lässt sich aber auch überspringen. Das war es auch schon: Das GitHub-Konto ist aktiviert und einsatzbereit.

GitHub-Umgebung einrichten

Jetzt ist es auch schon möglich, mit dem ersten Projekt zu beginnen, sofern man im Open-Source-Kontext arbeitet. Bereits der Gratis-Account bietet nämlich die Möglichkeit, beliebig viele öffentliche Repositories anzulegen. Ein Klick auf „Create Repository“ legt ein Projekt an, das sofort öffentlich einsehbar ist. Vor dem ersten Projekt ist es allerdings wichtig, eine Umgebung einzurichten, die für das jeweilige Anwendungsszenario sinnvoll ist.

Für private Code-Repositorien und weitere Team-, Business- und Sicherheitsoptionen ist im Übrigen ein kostenpflichtiges Konto notwendig. Wer ein privates Projekt wünscht, kann schon in der Anmeldemaske leicht auf eines der kostenpflichtigen Modelle upgraden. Nach Eingabe der Zahlungsdaten ist auch dessen Erstellung ein Kinderspiel. Praktisch ist die Möglichkeit, direkt einige Basisfunktionen im Projekt zu integrieren, darunter zum Beispiel die Lizenz.

GitHub-Profil einrichten

Wie erwähnt sollte das Benutzerkonto zunächst so eingerichtet werden, dass es zum Entwickler, seinem Unternehmen und/oder zum Projekt passt. Hierfür genügt ein Klick oben rechts auf das kleine Profilbild, das sich GitHub automatisch von gravatar.com holt.

Ist hier kein Bild hinterlegt, wurde noch kein Gravatar für die bei GitHub registrierte Mail-Adresse erstellt. Wer Gravatar auch weiterhin nicht nutzen will, öffnet einfach die „Settings“ und klickt hier auf „Profile“. Nun ist es möglich, ein Profilbild hochzuladen und verschiedene persönliche Informationen ausiofüllen.

GitHub ermöglicht es dem Nutzer an dieser Stelle, sich als Unternehmen oder selbstständiger Entwickler zu präsentieren. Da dies gegebenenfalls bei der Generierung von Aufträgen oder Jobangeboten hilft, sollten die Infos ruhig ausgefüllt werden. Ein Klick auf „Update profile“ speichert die Dateneingabe.

Organisation erstellen

Für die Zusammenarbeit mit anderen Entwickler kann man nun ein Team oder eine Organisation erstellen. Die Navigation erfolgt dabei über den Menüeintrag „Organizations“ und den Klick auf „New Organization“. Es empfiehlt sich, einen sinnvollen Namen für die Organisation zu wählen – etwa den Firmennamen oder einen Teamnamen, falls es sich um ein Entwicklerteam für ein Open-Source-Projekt handelt.

Zusätzlich muss eine Rechnungsadresse („Billing email“) angegeben werden. An diese wird die Rechnung versendet, sofern die Wahl auf einen kostenpflichtigen Account fällt. Sollte das Konto ein Unternehmenskonto sein, ist es obligatorisch, einen Haken bei „This account is owned by a business“ zu setzen und den Namen des Unternehmens anzugeben. Ein Klick auf „Create organization“ legt den Firmen-Account an.

Team-Mitglieder einladen

Im folgenden Schritt ist es möglich, Team-Mitglieder hinzuzufügen. Der Mitarbeiter lässt sich dabei über dem GitHub-Benutzernamen oder seine Mail-Adresse ausfindig machen. Ein Klick auf das kleine Plus-Zeichen fügt das GitHub-Mitglied zur Organisation hinzu. Mit dem Klick auf „Finish“ ist die Teamerstellung abgeschlossen.

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Anschließend ist es möglich, ein Team-Repository zu erstellen, in dem die ausgewählten Mitglieder mitarbeiten können. Das mit dem Benutzerkonto verknüpfte Team-Konto lässt sich mit einem Klick auf den Reiter „Settings“ übrigens wie das Benutzerkonto anpassen, etwa mit einem Profilbild oder dedizierten Informationen zum Unternehmen. Die Rücknavigation zu den Organisations-Einstellungen erfolgt über die Einstellungen des Benutzerkontos oben rechts im GitHub-Fenster. Unten links finden sich dann die Organisationen.

Sicherheitseinstellungen setzen

Ganz wichtig ist jetzt das Setzen der Sicherheitseinstellungen. Mit einem Klick auf den Menüpunkt „Security“ in den Benutzerprofil-Einstellungen gelangt man zu den Sicherheitseinstellungen für das Konto – oder analog für die eben angelegte Organisation, wenn diese vorher angeklickt wurde.

Zunächst einmal gilt es sicherzustellen, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiv ist: Diese verhindert, dass Angreifer sich mit dem gestohlenen oder per Brute Force erratenen Passwort ungewollt anmelden. Künftig versendet GitHub bei einem Login-Versuch ein Einmal-Passwort per SMS, als Alternative erzeugt die GitHub-App auf dem Smartphone ein entsprechendes One-Time-Password. Die Vorgehensweise ist dabei identisch mit der bei anderen Diensten.

Aktiviert wird die Zwei-Faktor-Authentifizierung per SMS-Code über den Eintrag „Set up using SMS“. Hier ist es auch möglich, eine Liste mit Sicherheitscodes herunterzuladen. Mithilfe dieser Codes ist es möglich, sich ins Konto einzuloggen, falls SMS-Nachrichten mit dem Login-Code nicht ankommen. Ähnlich einer TAN-Liste wollen diese Codes sicher aufbewahrt sein. Ein Klick auf „Next“ leitet auf die Eingabe der Handynummer mit Ländercode weiter. Erst der Code aus einer Bestätigungs-SMS schaltet die Zwei-Faktor-Authentifizierung frei.

SSH-Key in GitHub einpflegen

Zu guter Letzt kann der Anwender noch einen SSH-Key einpflegen, um die Bedienung zu erleichtern. Ist ein passender SSH-Public-Key bei GitHub hinterlegt, so kann man sich mit diesem im Terminal bei GitHub einloggen, ohne jedes Mal Benutzernamen und Passwort eingeben zu müssen. Der Key ist fest mit dem Rechner verknüpft, jeder Rechner benötigt einen eigenen Schlüssel.

Zunächst einmal gilt es zu prüfen, ob der verwendete Rechner bereits ein SSH-Schlüsselpaar besitzt. Das liegt auf Unix-Systemen üblicherweise im Ordner ~/.ssh/. Ist dies nicht der Fall, erstellt man zunächst auf dem Rechner einen SSH-Key. Unter Windows benötigt man dafür ein Extra-Tool, auf dem Mac und unter Linux ist das Erstellen mit dem Befehl

ssh-keygen -t rsa -b 4096

im Terminal ein Leichtes. Anschließend überspringt man einfach die Änderung des Dateinamens und legt ein Passwort für den SSH-Schlüssel an. Mit dem Befehl

pbcopy < ~/.ssh/id_rsa.pub

wird der öffentliche Schlüssel nun in die Zwischenablage kopiert und in GitHub sowie auf der GitHub-Website eingepflegt. Anschließend lassen sich GitHub-Projekte ganz einfach mit dem Terminal bedienen.

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