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Modernisierung im Rahmen von Project Marble Android Studio und Emulator bald nur noch in 64 Bit

| Redakteur: Stephan Augsten

Google will Android Studio und Android Emulator künftig nur noch für 64-Bit-Betriebssysteme bereitstellen. Die Weiterentwicklung der 32-Bit-Editionen wird noch 2019 eingestellt, der erweiterte Support läuft noch bis Ende 2020.

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Aus Performance- und Kompatibilitätsgründen will Google Android Studio künftig nur noch als 64-Bit-Version bereitstellen.
Aus Performance- und Kompatibilitätsgründen will Google Android Studio künftig nur noch als 64-Bit-Version bereitstellen.
(Bild: Google)

Im Zuge des Project Marble soll sich das Team hinter Android Studio auf die grundlegenden Funktionen und Abläufe der integrierten Entwicklungsumgebung konzentrieren. Damit sich das Team vollständig auf diese Aufgabe und die Performance der IDE fokussieren kann, werden alle Kräfte auf die Entwicklung der 64-Bit-Version gebündelt.

Google begründet dies auch damit, dass Android Studio seine Stärken vollständig nur auf einem 64-Bit-Betriebssystem ausspielen kann. IDE und Emulator könnten effizienter auf den Speicher zugreifen, was in einem besseren Entwicklungserlebnis resultiere. Die größten Auswirkungen erwartet Google dabei auf Windows-Nutzer, da immer noch viele 32-Bit-Editionen im Umlauf sind.

Man wolle für Entwickler, die eben solche Versionen von Microsoft Windows verwenden, aber den Übergang erleichtern. Die Android Studio IDE 3.6 wird noch bis zum 31. Dezember 2019 gepflegt, der Android Emulator 28.0.25 bis zum 30. Juni 2019 – also nur noch zwei Wochen. Danach sollen beide Werkzeuge keine Funktions-Updates mehr erhalten. Das endgültige Support-Ende wird auf den 31. Dezember 2020 datiert.

Um für eine möglichst baldige Migration auf ein 64-Bit-Betriebssystem zu werben, verweist Google noch einmal auf die Vorteile der Verwendung einer entsprechenden Version von Android Studio:

Performance: Die IDE kann eine bessere Leistung erbringen, da sie mehr als vier Gigabyte Arbeitsspeicher ansprechen kann, was insbesondere die Arbeit an größeren Projekten effizienter gestaltet.

64-Bit-Apps: Aus C/C++-nativem Code lassen sich sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Versionen von Apps erstellen. Das Testen auf beiden Architekturen helfe dabei, sich auf die ab dem am 1. August 2019 geltende 64-Bit-Anforderung von Google Play vorzubereiten.

Testen auf Emulatoren: Auch der Android Emulator unterstützt sowohl 32-Bit- als auch die 64-Bit-Images. Diese Flexibilität macht es einfacher, eine App in verschiedenen Android-Umgebungen mit einem einzigen Entwicklungsrechner zu testen.

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