Google-Play-Anforderungen für 2019

Android Pie Support und Warnungen für veraltete Apps

| Redakteur: Stephan Augsten

Mit Blick auf die App-Sicherheit besteht Google auf die Anhebung des API-Levels und will künftig auch bei extern heruntergeladenen APKs warnen.
Mit Blick auf die App-Sicherheit besteht Google auf die Anhebung des API-Levels und will künftig auch bei extern heruntergeladenen APKs warnen. (Bild: Google)

Google hat Informationen über die API-Level-Anforderungen für neue und bestehende Apps im Jahr 2019 bereitgestellt. Zudem soll es Änderungen für Android Apps geben, die über andere Quellen bereitgestellt werden.

Google legt auch weiterhin Wert darauf, dass Apps auf das jährlich steigende API-Level angehoben werden. Die Google Play Console verlangt dementsprechend im Laufe dieses Jahres, dass Apps auf das mit Android Pie kommende API-Level 28 ausgerichtet sind.

Dies gilt ab August 2019 für alle neuen Apps, die über Google Play bereitgestellt werden, sowie ab November für die Anwendungen, die ihre Updates über den Hersteller-eigenen Android-Marktplatz beziehen. Bestehende Apps, die keine Updates erhalten, sind davon nicht betroffen und können weiterhin im Play Store heruntergeladen werden.

Apps können weiterhin jede minSdkVersion verwenden, so dass Entwickler ihre Apps auch weiterhin für ältere Android-Versionen erstellen können. Allerdings hat Google für den Fall, dass die targetSdkVersion einer App niedriger ist als die Geräte-API-Ebene, eine Neuerung angekündigt: Die Sicherheitsfunktion Play Protect wird vor der Installation eine Warnmeldung anzeigen, auch wenn die APK-Datei, also das Installationspaket, aus einer anderen Quelle stammt.

In der Praxis heißt dies, dass beispielsweise ein Benutzer unter Android 6.0 Marshmallow gewarnt wird, wenn er eine neue APK installiert, die auf API Level 22 oder niedriger ausgerichtet ist. Benutzer mit Geräten mit Android 8.0 (Oreo) oder höher werden bei der Installation einer App gewarnt, sobald sie API Level 25 oder niedriger ausgerichtet ist.

Diese Änderung greift ebenfalls ab August für neue und ab November für aktualisierte Apps. Ziel ist ein besserer Schutz vor Malware, denn 95 Prozent der außerhalb des Play Store entdeckten Spyware zielt nach Angaben von Google auf API Level 22 oder niedriger ab, um Berechtigungsabfragen während der Laufzeit auch unter aktuellen Android-Versionen zu vermeiden.

Vor August wird Play Protect diese Warnungen bereits auf Geräten mit aktivierten Entwickleroptionen anzeigen. Um die Kompatibilität über alle Android-Versionen hinweg sicherzustellen, sollten Entwickler sicherstellen, dass neue Versionen von Apps die API-Stufe 26+ erreichen. Google will in diesem Fall auch diese API-Level-Anforderungen jährlich erhöhen.

Weitere Informationen darüber, wie Entwickler die Ziel-API-Ebene Ihrer App ändern können, finden sich im Android-SDK-Migrationsleitfaden von Google.

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