Der Einstieg in Kubernetes gelingt mit VMware Tanzu An Container-Technologien führt kein Weg vorbei

Ein Gastbeitrag von Christian Strijbos*

Container-Technologien wie Kubernetes revolutionieren die Art, wie Software entwickelt und bereitgestellt wird. Doch eine Container-Umgebung einzurichten, kann komplex sein.

Anbieter zum Thema

Eine Container-Umgebung kann komplex sein; die Verbindung zu Virtuellen maschinen ist auch nicht trivial. „VMware Tanzu“ soll dazu beitragen, die damit verbundenen Aufgaben zu vereinfachen.
Eine Container-Umgebung kann komplex sein; die Verbindung zu Virtuellen maschinen ist auch nicht trivial. „VMware Tanzu“ soll dazu beitragen, die damit verbundenen Aufgaben zu vereinfachen.
(Bild: StockSnap auf Pixabay)

Reedereien, Logistikunternehmen und Händler klagen seit Monaten, dass weltweit zu wenige Container verfügbar sind. In der Informationstechnik ist das Gegenteil der Fall. Die Zahl der Software-Container in Unternehmen steigt. So setzen laut der Studie „The State of Kubernetes 2021“ von VMware fast zwei Drittel (65 Prozent) der Unternehmen bereits Kubernetes-Container in Produktionsumgebungen ein, sechs Prozent mehr als 2020.

Eine vergleichbare Untersuchung von Red Hat führt an, dass für 46 Prozent der IT-Fachleute die Einführung von Container-Technologien wie Kubernetes in den kommenden Monaten eine hohe Priorität hat. Allerdings räumt die Studie ein, dass sich fast 80 Prozent der Anwender noch in der Sondierungsphase befinden.

Der Trend geht in Richtung Container

Es ist jedoch absehbar, dass sich die IT-Verantwortlichen von Unternehmen und Organisationen intensiv mit Container-Technologien beschäftigen müssen. Ein Grund ist, dass die Software-Anbieter dazu übergehen, ihre Lösungen in Form von Containern bereitzustellen. Anwender benötigen daher eine Möglichkeit, um "containerisierte" Applikationen auszuführen.

Hinzu kommt der Trend in Richtung Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen. Denn laut IDC setzen bereits 95 Prozent der deutschen Firmen eine Cloud-Strategie um. Die Mehrzahl von ihnen bevorzugt dabei ein Hybrid-Cloud-Modell. Solche Unternehmen profitieren von der Portabilität von Containern.

Diese lassen sich mit geringfügigen Anpassungen im eigenen Rechenzentrum (on premise) und auf Public-Cloud-Plattformen betreiben. Auch virtualisierte Umgebungen, etwa auf Basis von VMware vSphere, und Bare-Metal-Server kommen dafür in Betracht. Nutzer können somit das für sie optimale Betriebsmodell wählen.

Kürzere Software-Entwicklungszeiten

Zu den wichtigsten Argumenten, die für Container-Technologien sprechen, zählen deren Vorzüge im Bereich Software-Entwicklung. Ein Entwickler erstellt beispielsweise eine App auf seinem Notebook, packt sie in einen Container und transferiert sie zu einer Testplattform. Diese kann sich im Unternehmensrechenzentrum oder einer Cloud befinden. Dort wird der Code automatisch auf Fehler hin analysiert. Zum Abschluss erfolgt der „Roll-out“ der Software.

Mit dieser Vorgehensweise kann ein Unternehmen Kunden und Fachabteilungen neue Apps schneller zur Verfügung stellen. Sollten bei einem Container Probleme auftreten, etwa im Bereich Sicherheit, erstellt der Entwickler eine neue, fehlerbereinigte Version und implementiert darin seine Software. Ein aufwendiges Update von Komponenten entfällt. Stattdessen werden neue Ausgaben des Containers bereitgestellt, teilweise im Wochenrhythmus.

Herausforderungen: Viele Tools – zu wenig Know-how

In der Praxis ist jedoch der Übergang von IT-Infrastrukturen auf Basis von Virtual Machines zu Containern mit Herausforderungen verbunden. Eine besteht darin, dass die vorhandene IT-Umgebung nicht auf einen Schlag auf Container umgestellt werden kann, allein deshalb, weil ein Großteil der Unternehmen nicht über genügend IT-Spezialisten verfügt, die mit Container-Technologien wie Kubernetes vertraut sind. Daher ist es notwendig, die „alte“ IT-Infrastruktur eine Zeit lang parallel zur Container-Umgebung zu betreiben. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich nicht alle Legacy-Anwendungen in Container umziehen lassen.

Vergleich VMs und Container: Jede Virtual Machine benötigt eine Betriebssystemumgebung. Dagegen teilen sich mehrere Container eine Instanz eines Betriebssystems.
Vergleich VMs und Container: Jede Virtual Machine benötigt eine Betriebssystemumgebung. Dagegen teilen sich mehrere Container eine Instanz eines Betriebssystems.
(Bild: VMware)

Hinzu kommt, dass die IT-Abteilung beim Aufbau einer Container-Umgebung 'mitgenommen' werden soll. Doch die Einarbeitung in Container-Technologien ist aufwendig. Das ist beispielsweise darauf zurückzuführen, dass für den Aufbau und Betrieb einer Kubernetes-Umgebung mehr als 1.000 Open-Source-Tools zur Auswahl stehen. Die passenden auszuwählen und zu einer Lösung zu kombinieren, erfordert spezielles Know-how.

Das untermauert die Studie „The State of Kubernetes 2021“ von VMware: Rund 96 Prozent der Befragten IT-Fachleute gaben an, dass sie Probleme hätten, aus der Vielzahl der Kubernetes-Versionen die optimale auszuwählen. Weitere Herausforderungen sind die Umsetzung von Sicherheits- und Compliance-Vorgaben und die Integration in die vorhandene IT-Infrastruktur.

Ein Komplettpaket für Kubernetes: VMware Tanzu

Doch diese Herausforderungen lassen sich bewältigen - mit VMware Tanzu. Diese Lösung ermöglicht den schnellen Einstieg in die Container-Technologie Kubernetes. Zu diesem Zweck stellt VMware Tanzu ein Portfolio von aufeinander abgestimmten Produkten und Lösungen bereit, mit denen Nutzer Container auf Basis von Kubernetes erstellen, betreiben und verwalten können. Unternehmen erhalten somit betriebsfertige Lösungen und müssen nicht selbst eine Kubernetes-Infrastruktur zusammenbauen.

„VMware Tanzu“ bringt Kubernetes-Workloads und „VMware vSphere“ zusammen. Virtual Machines und Container lassen sich parallel betreiben. Das erleichtert den Umstieg auf eine Container-Architektur.
„VMware Tanzu“ bringt Kubernetes-Workloads und „VMware vSphere“ zusammen. Virtual Machines und Container lassen sich parallel betreiben. Das erleichtert den Umstieg auf eine Container-Architektur.
(Bild: VMware)

Zur Wahl stehen mehrere Editionen. Die „Basic Edition“ von VMware Tanzu ermöglicht es, Kubernetes in einer „VMware vSphere“-Umgebung auszuführen. Für Cloud-übergreifende Implementierungen der Container-Lösung steht die Standard-Edition zur Verfügung. Hinzu kommt eine Reihe von Services und Anwendungen.

Der „Tanzu Application Service“ ist beispielsweise eine Runtime-Umgebung für Java- und .NET-Applikationen. Mit „Tanzu Mission Control“ wiederum lassen sich Kubernetes-Cluster über die Grenzen von Clouds hinweg zentral managen. Das ist vor allem für Unternehmen eine Hilfe, die viele kleine Cluster aufgesetzt haben – im eigenen Rechenzentrum und unterschiedlichen Cloud-Umgebungen.

Alte und neue Welten verknüpfen

Für Unternehmen und Organisationen, die über vSphere-Umgebung verfügen und diese um Kubernetes erweitern möchten, ist die VMware Tanzu Basic Edition ein guter Einstiegspunkt. Sie ermöglicht es, Virtual Machines und Kubernetes-Container Seite an Seite zu betreiben. Anwender können somit ihre Bestandsapplikationen weiter nutzen und gleichzeitig Know-how im Bereich Container-Technologien aufbauen.

Ein weiterer Vorteil der Lösung ist, dass IT-Fachleute die Umgebung mit denselben Tools verwalten können, die ihnen von der vSphere Administration bekannt sind (das VMware vCenter). Natürlich müssen die Administratoren sich noch mit den Grundlegenden Verwaltungstools von Kubernetes vertraut mache, aber die Lernkurve bei der Einführung von Kubernetes fällt mit VMware Tanzu deutlich flacher aus.

Unterstützung durch Spezialisten

Obwohl VMware Tanzu die Migration zu Kubernetes vereinfacht, ist der Aufbau einer solchen Umgebung trotzdem kein 'Kinderspiel'. So ist beispielsweise zu klären, in welchem Repository die Container aufbewahrt werden sollen, wie sich ihr Betrieb und Lifecycle-Management automatisieren lassen und welche Security-Konzepte erforderlich sind.

Zu beachten ist außerdem, dass Container nicht im luftleeren Raum schweben. Sie benötigen Storage-Kapazitäten und Netzwerkressourcen wie zum Beispiel Load Balancer, die entsprechend eingerichtet werden müssen. Kurzum: Es fallen etliche komplexe Aufgaben an.

Daher sollten Anwender in Erwägung ziehen, auf die Unterstützung von IT-Dienstleistern wie SVA zurückzugreifen. Diese verfügen über das 'Container-Fachwissen', welches IT-Abteilungen häufig fehlt. Das zahlt sich in kürzeren Implementierungszeiten und einer fehlerfreien, sicheren Konzeption einer Kubernetes-Umgebung aus.

Zu den größten Herausforderungen beim Einsatz von Containern zählen beispielsweise Sicherheits- und Compliance-Risiken. Um diese zu minimieren, führen Spezialisten von SVA Security-Audits durch.

Fachleute aus dem Bereich DevOps können den Nutzer wiederum dabei unterstützen, die Zusammenarbeit von Bereichen wie Entwicklung, IT-Betrieb, Qualitätstechnik und IT-Security auf eine neue Basis zu stellen. Denn ein Effekt von Container-Lösungen ist, dass Entwickler IT-Ressourcen nach dem Self-Service-Prinzip anfordern können. Etwa um eine Testumgebung einzurichten.

Individualisieren

Ebenso wichtig ist ein weiterer Aspekt: Ein IT-Dienstleister kann auf Basis seiner Expertise in mehreren IT-Sparten zusammen mit dem Anwender eine Lösung entwickeln, die auf dessen individuelle Geschäftsanforderungen zugeschnitten ist. Eine Option ist beispielsweise der Betrieb der Kubernetes-Infrastruktur im Rahmen eines Managed Service.

Das schafft der IT-Abteilung des Nutzers Freiräume, um die Digitalisierung von Prozessen und Services voranzutreiben. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, im Rahmen der Einführung von Container-Technologien eine (Multi-)Cloud-Umgebung aufzubauen. Eventuell in Verbindung mit einer Hochverfügbarkeits- und Disaster-Recovery-Lösung.

Unabhängig davon, für welche Optionen sich ein Anwender letztlich entscheidet: Wichtig ist, dass Unternehmen und Organisationen in Deutschland überhaupt damit beginnen, sich mit Container-Technologien zu beschäftigen. Natürlich werden herkömmlichen IT-Umgebungen noch einige Jahre ihren Dienst verrichten. Doch wer seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten möchte, sollte das Thema Container und Kubernetes nicht ignorieren.

* Christian Strijbos ist Head Of Competence Center SDDC beim Dienstleister SVA.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Softwareentwicklung und DevOps

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:47966500)