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Qualifizierungen gemäß ISO 26262 and IEC 61508 AdaCore-Tools für Automotive-Einsatz zertifiziert

| Redakteur: Stephan Augsten

Mit GNAT Pro, Common Code Generator und SPARK Pro konnten sich drei Tools von AdaCore für den sicherheitsrelevante Einsatzbereiche in der Automobilindustrie qualifizieren. Beim Test durch den TÜV Süd wurden Sie nach ISO 26262 und IEC 61508 zertifiziert.

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Sicherheitskritische Automobil-Software darf nun auch mit verschiedenen AdaCore-Tools entwickelt und angepasst werden.
Sicherheitskritische Automobil-Software darf nun auch mit verschiedenen AdaCore-Tools entwickelt und angepasst werden.
(Bild: TayebMEZAHDIA / Pixabay )

Die ISO 26262 ist eine ISO-Norm für sicherheitsrelevante elektrische und elektronische Systeme in Kraftfahrzeugen. Die IEC 61508 ist eine internationale Normenserie zur Entwicklung von elektrischen, elektronischen und programmierbaren elektronischen Systemen, die eine Sicherheitsfunktion ausführen. Der TÜV SÜD hat drei Softwareentwicklungs- und Code-Verifizierungs-Tools von AdaCore die Eignung für solche Einsatzzwecke bescheinigt.

Eine davon ist die Entwicklungsumgebung GNAT Pro, die eine ganze Reihe von Entwicklungs- und Verifizierungstools bietet. Hierzu zählen unter anderem die Berechnung von Stackgrößen, die Verifizierung von Programmierstandards und eine individuelle sowie erweiterbare integrierte Entwicklungsumgebung (IDE). GNAT Pro unterstützt dabei die Programmiersprachen Ada und C bietet entweder für sich allein genommen oder gemischt in einer einzigen Binärdatei.

Neben dem GNAT Pro Compiler erhielt auch der Common Code Generator (CCG) eine TCL3-Qualifizierung nach ISO 26262 und eine T3-Qualifizierung gemäß ICE 61508. Der CCG kann aus Quellcode, der im SPARK-Subset von Ada geschrieben ist, C-Quellcode erzeugen. Er ermöglicht somit das Cross-Compilieren von Ada- und SPARK-Anwendungen auf jede beliebige Zielhardware, die einen C-Compiler bereitstellt.

Das Verifizierungstool SPARK Pro erhielt derweil eine TCL3- und T2-Qualifizierung. Es basiert auf dem Subset von Ada und erlaubt es, benutzerdefinierte funktionale Assertionen zu überprüfen und Eigenschaften von Quellcode formal zu garantieren. Dazu zählt die Abwesenheit bestimmter Schwachstellen-Kategorien wie Buffer Overflow, Teilung durch Null oder Referenzen auf nicht initialisierte Variablen.

„Der Bedarf an kosteneffizienten Tools und Methoden ist in der Automotivbranche und der Industrie in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen“, sagt Quentin Ochem, Lead of Business Development bei AdaCore. „Die Sprachen Ada und SPARK haben sich dabei für viele Entwickler, die Software mit höherer Integrität benötigen, als tragfähige Alternative zu C herauskristallisiert." Durch die Sicherheitszertifizierungen könne man entsprechende Projekte optimal unterstützen können.

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