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AdaCore aktualisiert Produktlinien Ada Toolbox für Development- und Testing-Profis

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Stephan Augsten

Der auf die Programmiersprache Ada spezialisierte Software-Hersteller AdaCore aktualisiert seine wichtigsten Produkte GNAT Pro, CodePeer, QGen und SPARK Pro auf die Version 17.1.

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Die neue Version 17.1 der Kern-Produkte von AdaCore soll besser bei der Entwicklung sicherheitskritischer Software helfen.
Die neue Version 17.1 der Kern-Produkte von AdaCore soll besser bei der Entwicklung sicherheitskritischer Software helfen.
(Bild: AdaCore)

GNAT Pro ist eine Entwicklungsumgebung für Ada und C auf nativen und Cross-Plattformen. CodePeer ist ein statisches Analyse-Tool für Ada. Ferner hat AdaCore mit QGen ein modellbasiertes Entwicklungs- und Verifikations-Toolset sowie mit SPARK Pro ein Verifikationstool für hochintegrierte Software im Portfolio. Die Software ist grundsätzlich Open Source; AdaCore verdient sein Geld mit kostenpflichtigem Online-Support.

Laut Cyrille Comar, Präsident von AdaCore, ist das Entwickeln und Testen kritischer Systeme eine anspruchsvolle Aufgabe, wenn die Zertifizierung nach Software-Standards wie DO-178C oder EN 50128 erforderlich ist. Die neue Version 17.1 der Kern-Produkte im Portfolio des Ada-Spezialisten unterstützt Anwender noch besser in der Entwicklung sicherheitskritischer Software.

GNAT Pro 17.1

GNAT Pro beinhaltet ein voll funktionsfähiges Build-Toolset für Ada und C, die integrierte Entwicklungsumgebung GNAT Programming Studio (GPS) und die Eclipse-basierte GNATbench. Letztere ist eine Tool-Suite mit einem visuellen Debugger, einem Coding-Standard-Checker sowie umfangreichen Bibliotheken und Bindings.

Die neue Version 17.1 von GNAT basiert auf GCC 6 und GDB 7.10 und bietet eine bessere Debugger-Unterstützung unter GPS, einen besseren Algorithmus für die Ada Elaboration Order, eine Erweiterung des Multi-Language-Tools GPRbuild, eine bessere Integration von GNATtest und GNATcoverage sowie eine Implementierung des erweiterten Ravenscar-Profils für Bare-Metal-Targets.

Ebenfalls neu ist Unterstützung für SMP auf Leon3. Dabei wurde das ergänzende Tool GNATcoverage Dynamic Analysis um die inkrementelle Coverage-Analyse ergänzt. Darüber hinaus ist eine verbesserte Objektcode-Abdeckung und Unterstützung für ARM Bare Metal sowie Windows (32 und 64 Bit) gewährleistet.

CodePeer 17.1

CodePeer, der Ada-Quellcode-Analysator, erkennt Laufzeit- und Logikfehler einschließlich diverser Schwächen unter den Common Weakness Enumeration (CWE) Top 25 Most Dangerous Software Errors. Die neue Version bietet Verbesserungen bei der Handhabung von Fehlalarmen, exaktere Diagnosemeldungen und bringt Verbesserungen der Benutzeroberfläche. Das Tool wurde im „Commonweakness Enumeration Compatibility and Effectiveness Programm“ der MITRE Corporation mit „CWE Compatible“ ausgezeichnet.

QGen 17.1

QGen ist eine qualifizier- und anpassbare Software zur Code-Generierung und Modellverifizierung für eine sichere Teilmenge von Simulink- und Stateflow-Modellen. Die Software ist besonders auf die Anforderungen von Echtzeit-Steuerungssoftware in sicherheitskritischen Systemen ausgerichtet.

Die Version 17.1 umfasst einen Modell-Level-Debugger, der synchronisierte Views und Ausführungs-Controls zwischen dem Modell und dem generierten Code ermöglicht. QGen 17.1 unterstützt außerdem PIL-Tests (Processor in the Loop) und bietet eine verbesserte Benutzeroberfläche, eine bessere Codegenerierung und erlaubt die Implementierung zusätzlicher Blöcke.

SPARK Pro 17.1

SPARK Pro ist eine integrierte statische Analyse-Tool-Suite für die Überprüfung von High-Integrity-Software durch formale Methoden. Die Lösung unterstützt die Programmiersprache SPARK 2014 und kann auf verschiedenen Ebenen verwendet werden, etwa zur Demonstration des Fehlens von Laufzeitfehlern.

SPARK verwendet die gleiche vertragsbasierte Programmiersyntax wie Ada 2012 und erleichtert die „Hybrid-Verifikation“, die traditionelle Tests sowie formale Methoden vereint. SPARK Pro 17.1 verfügt außerdem über eine verbesserte Proof-Automatisierung und eine verbesserte Proof-Interaktion einschließlich der Generierung von Gegenbeispielen.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist