Microsoft tritt Open Invention Network bei

60.000 Patente für Linux-Systementwicklung

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Microsoft stürzt sich in ein neues Abenteuer und wird Mitglied des Open Invention Network.
Microsoft stürzt sich in ein neues Abenteuer und wird Mitglied des Open Invention Network. (Bild: Ian Parker - Unsplash.com)

Um die Linux-Gemeinschaft vor Patenttrollen zu schützen, hat sich Microsoft dem Open Invention Network, kurz OIN, angeschlossen. Dieses sammelt Patente für die Open-Source-Community.

Microsoft hat 60.000 seiner Software-Patente zur Verwaltung an das OIN vergeben. So kann die Open-Source-Gemeinschaft Patente von Microsoft lizenzieren, ohne dem Risiko von Patentverletzungen ausgesetzt zu sein. Das OIN wurde 2005 gegründet und lizenziert an rund 2.650 Unternehmen auf der ganzen Welt.

„In den Jahren vor der Gründung von OIN deckten viele Open-Source-Lizenzen ausdrücklich nur Urheberrechtsinteressen ab und schwiegen über Patente“, schreibt Microsoft Corporate Vice President und stellvertretender General Counsel Erich Andersen in der entsprechenden Ankündigung. Andersen erklärte, dass dieser Schritt im Einklang mit Microsofts sich entwickelnden Beziehungen zu Linux und der Open-Source-Community im Allgemeinen steht.

„OIN wurde ins Leben gerufen, um diesem Anliegen gerecht zu werden, indem ein freiwilliges System von Patentquerlizenzen zwischen Mitgliedsunternehmen für Linux-Systemtechnologien geschaffen wurde“, schreibt Andersen. „Bei Microsoft gehen wir davon aus, dass Entwickler keine binäre Wahl zwischen Windows und Linux oder .NET und Java wünschen – sie wollen Cloud-Plattformen, die alle Technologien unterstützen.“

Letztlich wollten Entwickler auf jedem Gerät zeitgemäße Technologien einsetzen, die den Kundenbedürfnissen entgegen kommen. Zudem sei sich Microsoft bewusst geworden, dass Innovationen sich im Rahmen einer gemeinschaftlichen Entwicklung im Zuge des Open-Source-Prozesses beschleunigen ließen.

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