Datenbank-Checkliste von Instaclustr 6 wichtige Eigenschaften von PostgreSQL

Quelle: Pressemitteilung

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Die Open-Source-Datenbank PostgreSQL wird immer populärer. Auf welche sechs Eigenschaften von PostgreSQL potenzielle Nutzer achten sollten, hat Managed-Platform-Anbieter Instaclustr zusammengefasst.

Bei der Diskussion um ein PostreSQL-Logo referenzierte ein Mailing-Listen-User den Agatha-Christie-Roman „Elefanten vergessen nicht“.
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(Bild: ajoheyho / Pixabay )

Im Anwenderbereich schon immer häufig genutzt, gehen die Vorbehalte gegenüber Open-Source-Projekten auch in Unternehmen zurück. In manchen Bereichen sind quelloffene Lösungen nahezu alternativlos – in anderen zumindest so beliebt, dass sie ein stetiges Wachstum verzeichnen können.

PostgreSQL ist laut Instaclustr das Paradebeispiel eines erfolgreichen Open-Source-Projektes: Sowohl der Funktionsumfang als auch das Ökosystem rund um die Datenbank seien in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen; hinzu komme eine äußerst aktive Community. Instaclustr nimmt sich die zunehmende Beliebtheit zum Anlass, die sechs wichtigsten Eigenschaften der PostgreSQL-Datenbank vorzustellen.

1. Replikation – Der User hat die Wahl

PostgreSQL bietet physische und logische Replikation. Bei ersterer schreibt die Datenbank das gesamte Dateisystem kontinuierlich auf einen zweiten Host, und zwar völlig unabhängig vom Inhalt. Vorteile dieses Verfahrens sind Einfachheit und höhere Geschwindigkeit. Bei der logischen Replikation kommt ein Publisher-Subscriber-Modell zum Einsatz, bei dem der primäre Host (Publisher) einzelne Tabellen zur Verfügung stellt, die der Admin festgelegt hat. Darauf haben beliebig viele sekundäre Hosts (Subscriber) Zugriff und können sie replizieren.

Vorteil der logischen Replikation ist die hohe Flexibilität und die intelligente Auswahl der zu replizierenden Tabellen. Sie hat allerdings auch Nachteile, etwa ihre niedrige Geschwindigkeit. Zudem werden weder das Datenbankschema oder Befehle der Datendefinitionssprache (DDL) noch Sequenzdaten oder sehr große Datensammlungen (auch Large Objects genannt) repliziert.

2. Grundlegende Sicherheits-Features

PostgreSQL setzt auf Host-basiertes Authentifizierungsmodell (HBA), das den Zugriff auf die Datenbank über eine Liste an berechtigten Maschinen regelt. Erwähnenswert ist zudem, dass PostgreSQL im Zuge einer herkömmlichen Installation keine Standardpasswörter setzt und ohne manuelles Eingreifen keine Verbindung mit dem Internet erlaubt. Nutzer laufen auf diese Weise nicht Gefahr, unbeabsichtigt Daten ins Web zu stellen. Dieses Modell bietet allerdings nur eine rudimentäre Sicherheit, denn PostgreSQL lagert tiefgreifenderes Security-Management an das Betriebssystem oder den Data-Storage-Provider aus.

3. Beliebige Erweiterbarkeit

PostgreSQL ist einzigartig flexibel: Die Datenbank ist mit externen Tools beliebig erweiterbar und enthält von Haus aus etliche Zusatzfunktionen und Features. Nativ implementiert sind zum Beispiel GiST-, GiN- und Bloom-Indizes sowie JSON und XML. Aus externen Quellen ist es Nutzern außerdem möglich, PostgreSQL mit neuen Indextypen oder sogar Storage-Engines zu erweitern. Entwickler können alternativ auch viele Kapazitäten wie Datentypen oder Operatoren direkt in der Datenbank erstellen.

4. Polyglossie – Praktisch alle Sprachen verfügbar

PostgreSQL verfügt nicht nur über eine hervorragende Erweiterbarkeit, auch im Hinblick auf die unterstützten Programmiersprachen ist die Datenbank einzigartig. Entwickler können interne Funktionen in praktisch jeder bekannten Coding-Sprache erstellen – darunter Java, JavaScript, Python, Ruby, C, C#, PHP, R und Perl.

5. Hot Backups und Point-in-Time Recovery

Hot Backups sind in PostgreSQL möglich. Außerdem loggt die Datenbanklösung sämtliche Transaktionen, während sie stattfinden. Gemeinsam ermöglichen diese Funktionen sogenannte Point-in-Time Recovery, also eine Wiederherstellung der Datenbank bis zu genau dem Zeitpunkt, an der sie ausgefallen ist.

6. Monitoring via Drittanbieter

PostgreSQL bietet zwar keine nativen Monitoring- oder Alerting-Dienste, es gibt allerdings etliche Open-Source-Tools, die diese Funktionen bereitstellen. Für das Monitoring sind etwa Graphite oder Data Dog empfehlenswert, während Prometheus, PagerDuty oder Grafana das Alerting ermöglichen.

Ralph Voelter, Manager District Sales EMEA bei Instaclustr, bezeichnet PostgreSQL als sehr flexibles und stark erweiterbares Open-Source-Datenbankmanagementsystem. „Die praktisch grenzenlose Erweiterbarkeit gepaart mit der hohen Leistung und vor allem der aktiven Community machen sie zu einer der erfolgreichsten und besten Datenbanklösungen auf dem Markt. Unternehmen sollten allerdings die Komplexität des Betriebs nicht unterschätzen. Einfacher ist der Einsatz als Teil eines Managed-Platform-Szenarios.“

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