Nutzerwünsche bei der App-Entwicklung antizipieren 5 essenzielle Merkmale moderner Anwendungen

Von Stephan Augsten

Benutzerfreundlich und flexibel muss Software heute sein, um eine möglichst hohe Akzeptanz zu erfahren. Welche fünf Kernpunkte die App- und Software-Entwicklung in diesem Jahr prägen werden, hat das Unternehmen VNC untersucht.

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Eine möglichst flexible Nutzererfahrung ist eines der wichtigsten Kriterien für moderne Anwendungen.
Eine möglichst flexible Nutzererfahrung ist eines der wichtigsten Kriterien für moderne Anwendungen.
(Bild: sora-shimazaki / Pexels )

Der Software-Entwicklung steht ein hochinteressantes Jahr bevor, prognostiziert Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug. Applikationen würden unabhängiger von Geräten, Betriebssystemen und proprietären Beschränkungen und dabei gleichzeitig immer anwenderfreundlicher.

„Software, die diesen Ansprüchen nicht gerecht wird, hat es zunehmend schwer, sich am Markt zu behaupten“, warnt Wörrlein. Als Entwickler und Anbieter Open-Source-basierter Unternehmensanwendungen hat VNC fünf wichtige Software-Trends identifiziert:

1. Think Mobile

Immer mehr Anwendungen werden mobil auf Android- oder iOS-Geräten genutzt. Darauf muss sich die App-Entwicklung einstellen. Die parallele Software-Programmierung, -Pflege und -Wartung für verschiedene Betriebssysteme ist viel zu schwerfällig und aufwendig.

Sie wird zunehmend abgelöst durch die Betriebssystem-unabhängige Entwicklung von Anwendungen, die erst im letzten Schritt für Android, iOS oder auch stationäre Betriebssysteme wie Windows spezifiziert werden. Für Anwender hat das zudem den Vorteil, dass die App-Bedienung in diesen Betriebssystem-Umgebungen annähernd identisch ist.

2. Gamification

Die optischen Grenzen zwischen privaten Anwendungen wie Spielen oder Social Media auf der einen Seite und „professionellen“ Anwendungen im beruflichen Umfeld werden weiter verschwimmen. Letztere nähern sich im Look und Feel, aber auch in der Bedienlogik privaten Apps immer weiter an, für die intuitive Nutzung ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist. Das erhöht die Akzeptanz für professionelle Apps bei den Anwendern und reduziert so Einarbeitungszeiten, Schulungs- und Trainingsaufwände, samt den damit verbundenen Kosten.

3. Integrierte Anwendungen und Modularität

Mobile Nutzer arbeiten in der Regel mit einer Vielzahl von Apps. In dieser Umgebung haben es schwerfällige Monolithen zunehmend schwer. Der Trend geht vielmehr hin zu modular aufgebauten, vielfältig anpassbaren Anwendungen, die sich feingranular an das jeweilige Nutzerverhalten anpassen lassen und zwischen denen nahtlos hin und her gewechselt werden kann. Besonders einfach ist das mit Software-Stacks möglich, deren Funktionsumfang sich je nach Bedarf beliebig erweitern oder auch reduzieren lässt.

4. Fluidität

Noch weiter geht das Prinzip der Fluidität als neuer Form von Funktionsintegration, die den Rahmen herkömmlicher Programme oder Tools sprengt. So kann beispielsweise in einem Projektmanagement-System ein Chat für die Projektmitglieder eröffnet werden, ohne extra ein Chat-Programm aufrufen zu müssen.

Die Grenzen zwischen den Anwendungen verschwimmen, dafür rücken die Funktionen in den Mittelpunkt, die immer enger miteinander verzahnt werden. Gerade im mobilen Bereich mit seinen begrenzten Displaygrößen ist das ein enormer Vorteil.

5. Always on – global off

Mit modernen Anwendungen lässt sich die Problematik von Präsenz und Notifikation besser steuern. Einerseits können Anwender, die ständig verfügbar sein müssen, beim Wechsel eines Geräts – etwa vom Notebook zum Smartphone – nahtlos weiterarbeiten, weil sich die Software automatisch synchronisiert.

Andererseits ist es damit möglich, sehr differenziert die Verfügbarkeit zu steuern, etwa nur für bestimmte Kollegen oder Partner, wenn nötig bis hin zum global-off. Dieser Punkt wird immer wichtiger, um Belastungsgrenzen und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu steuern.

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