Dos and Don'ts im Onboarding-Prozess 4 Tipps für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter

Redakteur: Stephan Augsten

In Zeiten vermehrter Remote-Arbeit ist es nicht ganz einfach, neue Mitarbeiter gebührend zu empfangen und richtig einzuarbeiten. Der IT-Dienstleister Avision hat vier Tipps für das Onboarding – und weitere vier für jene, die es sich anders überlegt haben und den neuen Kollegen vergraulen wollen.

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Schnell wieder weg: Wer neue Mitarbeiter beim Onboarding nicht pfleglich behandelt, muss sich ebenso schnell neue suchen. Aber es gibt eine Strategie gegen den Exit.
Schnell wieder weg: Wer neue Mitarbeiter beim Onboarding nicht pfleglich behandelt, muss sich ebenso schnell neue suchen. Aber es gibt eine Strategie gegen den Exit.
(Bild: Avision)

Die Pandemie hat vieles komplizierter gemacht, auch das Onboarding neuer Mitarbeiter, meint Nadine Riederer, CEO von Avision: „Die Einarbeitung kostet mehr Zeit und Aufmerksamkeit als sonst, wenn niemand dafür ins Büro kommen kann. Es ist wichtig, neuen Mitarbeitern diese Zeit zu geben und ihnen mit Aufmerksamkeit und Offenheit dabei zu helfen, in der neuen Firma anzukommen.“

Avision hat deshalb vier gute Tipps für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter parat:

  • 1. Finden Sie Ansprechpartner und Mentoren: Im Unternehmen gibt es sicher Kolleginnen und Kollegen, die den Neuen bei der Einarbeitung helfen und ihnen alle, auch die scheinbar unwichtigen Fragen rund um Aufgaben, Strukturen und Inhalte beantworten. So werden neue Kollegen schnell mit der neuen Umgebung vertraut.
  • 2. Erstellen Sie einen Einarbeitungsplan: Wann lernen die neuen Mitarbeiter ihre Kollegen kennen? Gibt es eine Möglichkeit, das Kennenlernen in einer Mischung von Videomeetings und Treffen im „Real Life“ zu gestalten? Wer zeigt den neuen Mitarbeiter, mit welchen Prozessen und Tools im Unternehmen gearbeitet wird? Welche ersten Aufgaben können sie übernehmen?
  • 3. Seien Sie ansprechbar: Ständige Erreichbarkeit ist out, das stimmt. Aber gerade beim Remote-Onboarding neuer Mitarbeiter ist es wichtig, ansprechbar und offen für ihre Fragen zu sein und selber nachzufragen: Wie geht’s? Funktionieren alle Geräte und Tools? Was können wir tun, um den Einstieg zu erleichtern?
  • 4. Haben Sie keine Angst vor Fehlern: Die Pandemie ist für alle neu und niemand hat Patentrezepte dafür. Gehen Sie pragmatisch beim Onboarding vor und haben Sie keine Angst, Fehler zu machen oder Unsicherheit zu zeigen. Offenheit und Ehrlichkeit helfen, gemeinsam zu lernen, mit der aktuellen Situation umzugehen.

Und wenn das zu anstregend ist?

Wer auf derartige Mühen partout keine Lust hat, für den hat Avision auch ein paar Tipps auf Lager: „Mal ehrlich, eigentlich sind neue Mitarbeiter lästig“, schreibt der IT-Dienstleister. „Sie stellen endlos Fragen, rauben wertvolle Zeit und bringen am Ende die ganze Belegschaft durcheinander. Das muss wirklich nicht sein.“

Im Folgenden also noch die vier ultimativen, wenn auch nicht ganz ernstgemeinten Tipps, um neue Mitarbeiter im Zweifel gleich wieder loszuwerden:

  • 1. Versuchen Sie doch mal Trial-and-Error: Erklären Sie Ihren neuen Mitarbeitern bloß nicht, wie Ihr Unternehmen funktioniert – sie werden es schon selbst herausfinden, auch aus dem Homeoffice. Und wenn nicht, dann sind es vielleicht doch nicht die Richtigen.
  • 2. Beschränken Sie sich auf Business-Themen: Erzählen Sie nichts über das tolle Betriebsklima, den starken Zusammenhalt und die schönen Events vor der Pandemie. Das weckt nur unerfüllbare Sehnsüchte. Sie sollten auch nicht versuchen, die neuen Kollegen besser kennenzulernen. Konzentrieren Sie die Kommunikation lieber auf berufliche Themen, denn Geschäft geht vor.
  • 3. Seien Sie nicht ständig erreichbar: Als Faustregel gilt: Je wichtiger der Chef ist, desto schlechter ist er erreichbar. Wenn Sie die Neuen am Telefon wegdrücken, ihre Nachfragen per Messenger ignorieren oder ihren Videoanruf unbeachtet lassen, keine Sorge: damit zeigen Sie unmissverständlich, aus welchem Holz Sie geschnitzt sind – die richtige Erziehungsmaßnahme für den respektvollen Umgang.
  • 4. Rufen Sie bloß nicht an: Motivation im Homeoffice, verbale Streicheleinheiten zur Aufmunterung und Hilfe in der mentalen Corona-Durststrecke sind ja ganz nett, aber doch nicht für neue Mitarbeiter. Sie sind ja nicht mal produktiv, warum dann Zeit verschwenden?

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