Observability, User Experience & Security-Integration 3 Trends in der Anwendungsbereitstellung

Autor / Redakteur: Fabian Gampfer * / Stephan Augsten

Retrospektiv hat das Jahr 2020 die Digitalisierung vorangetrieben. Geprägt von Cloud-gestützten Ansätzen wurden dabei ganze Anwendungsumgebungen aus der Erde gestampft, die nun aber verwaltet werden wollen. Welche Trends sich daraus im Jahr 2021 ergeben, hat Fabian Gampfer von AppDynamics erörtert.

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Die Überwachung und Absicherung von Containern und Microservices ist ein dringendes Anliegen, dem Unternehmen in diesem Jahr nachkommen sollten.
Die Überwachung und Absicherung von Containern und Microservices ist ein dringendes Anliegen, dem Unternehmen in diesem Jahr nachkommen sollten.
(© leowolfert - stock.adobe.com)

2021 wird es in Sachen Technologie keinen Rückschritt geben. Vielmehr werden Umgebungen, die oft ad-hoc aufgebaut wurden, nun konsolidiert werden. Um diese sicher und hochperformant zu betreiben, stehen IT-Abteilungen vor großen Aufgaben. Hier also drei Trends, die im nächsten Jahr besonders wichtig werden.

1. Observability tritt neben klassisches Monitoring

Homeoffice, verteiltes Arbeiten, forcierte Cloud-Nutzung, Serverless Computing und andere ähnliche Entwicklungen sorgen für eine immer komplexere Infrastruktur. Die eigentliche Hardware tritt dabei immer mehr in den Hintergrund. Das bedeutet auch, dass traditionelle Monitoring-Tools und Konzepte immer weniger greifen. Eine Anwendung, die vollständig in der Public Cloud ausgeführt wird, lässt sich nicht durch Monitoring des Netzwerks oder Server hinter den Containern überwachen, auf denen der Code ausgeführt wird.

Auf diese Parameter haben die IT-Abteilungen keinen Zugriff. Ihnen bleibt nur, die Performance ihres Codes direkt zu überwachen. Hier kommt Observability ins Spiel. Beispielsweise gibt es komplexe Interdependenzen zwischen Microservices, die erst einmal bekannt sein müssen, bevor man mit Leistungs-Monitoring ansetzen kann. Daher wird die vollständige Observability des Stacks im Fokus stehen. Sie treibt zudem Produktintegration voran und hilft Unternehmen dabei, Automatisierung und künstliche Intelligenz in ihre DevOps Prozesse zu integrieren.

2. User Experience entscheidet über Gewinn oder Verlust

Mehr denn je war 2020 der Online-Auftritt das Gesicht einer Marke. Der durch Corona weiter angefachte Boom des Online Shoppings wird auch 2021 noch anhalten. Daher werden Unternehmen auch im nächsten Jahr verstärkt in die Optimierung der User Experience investieren.

Bereits 2019 gaben 70 Prozent der für den AppDynamics App Attention Index befragten Verbraucher an, dass sie weniger Verständnis für Probleme bei digitalen Angeboten haben, als zwei Jahre zuvor. Bei Performance Problemen neigen sie sehr leicht dazu, einen Kaufvorgang abzubrechen. Doch eine optimierte Nutzererfahrung nutz nicht nur der Kundeninteraktion. Auch intern können Unternehmen ihre Mitarbeiter produktiver machen, wenn sie ihnen eine tadellose User Experience ermöglichen.

3. Integration wird die Zukunft prägen

Der verstärkte Fokus auf eine optimale User Experience führt dazu, dass Unternehmen vermehrt Monitoring-Software integrieren werden aber auch andere Lösungen, die den Endnutzer unterstützen. Neben den Vorteilen für die User Experience treiben weitere Entwicklungen den Trend voran.

Da ist zum einen die wachsende Anzahl sensibler Daten, beispielsweise aus dem Gesundheitswesen, die geschützt werden müssen. Das erfordert die Integration leistungsfähiger Sicherheitslösungen. Außerdem wird immer mehr mit Open-Source-Komponenten gearbeitet und Kunden wollen keine abgeschlossenen Lösungen, sondern solche, die sie flexibel erweitern können. Vor diesem Hintergrund wird Integrierbarkeit 2021 eine der großen Prioritäten für Unternehmen werden.

* Fabian Gampfer ist Sales Engineering Manager bei AppDynamics, einem Cisco-Unternehmen.

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