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Migration, Verwaltung und Monitoring von Datenbanken 3 Schritte für bessere Datenintegrität

| Autor / Redakteur: Ales Zeman * / Stephan Augsten

Oft ist es besser gar keine Daten zu haben, als sich auf schlechte stützen zu müssen. Denn eine mangelnde Datenintegrität führt schnell zu fehlerhaften Annahmen und falschen Entscheidungen. Was also müssen Unternehmen beachten, wollen sie die Integrität ihres wertvollsten Guts gewährleisten?

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Migration, Verwaltung und Monitoring sind die drei Schlagworte, die für eine moderne Datenhaltung maßgeblich sind.
Migration, Verwaltung und Monitoring sind die drei Schlagworte, die für eine moderne Datenhaltung maßgeblich sind.
(© natali_mis - stock.adobe.com)

Daten sind das Fundament der digitalen Transformation. Mit ihrer Hilfe treffen Unternehmen wichtige Entscheidungen. Deshalb sind sie unentbehrlich geworden. Jedoch geht mit dieser Entwicklung auch eine Reihe von Herausforderungen einher. So können Daten rasch ihren Nutzen einbüßen – insbesondere, wenn ihre Verwaltung unzureichend ist oder die Systeme, auf denen sie gespeichert sind, Schwächen aufweisen.

Die wichtigste Maßnahme ist dementsprechend die Einführung eines umfassenden Datenbankmanagements, mit dessen Hilfe die Datenintegrität über den gesamten Lebenszyklus hinweg sichergestellt werden kann. Eine Hürde dabei ist der Umstand, dass die Technologie rund um Datenbanken in den letzten Jahren an Komplexität zugenommen hat. Der Grund für diesen Trend findet sich im stetigen Wachstum der zu verwaltenden Datenmengen und der Notwendigkeit, Daten rund um die Uhr verfügbar zu halten.

Die Folge dieser Entwicklung ist, dass IT-Verantwortliche viele Stunden damit zubringen, Datenbanken zu verwalten, statt sich zukunftsweisenden Initiativen wie der Cloud-Migration, Open-Source-Implementierungen oder DevOps widmen zu können. Das Datenbankmanagement ist für viele Organisationen daher ein Bremsklotz der digitalen Transformation. Und dieser entwickelt sich analog zum Wachstum des Unternehmens.

Damit sich IT-Teams um bedeutende Zukunftsprojekte kümmern können, müssen sie aktuelle technische Hürden meistern und die richtigen Lösungen finden, um die Verwaltung und Überwachung ihrer Datenbankumgebungen sicherzustellen. Dafür ist es nötig, drei Schritte umzusetzen:

Schritt 1: Migration von Datenbanken

Um die Rationalisierung des Datenbankmanagementsystems voranzutreiben, muss zunächst festgestellt werden, welche Daten sich wo befinden. In vielen Organisationen zeigt sich dabei, dass sie einen hybriden Ansatz nutzen, um ihre Daten zu speichern. Es befinden sich also bereits Daten in der Cloud und andere werden im eigenen Rechenzentrum gespeichert.

Grundsätzlich stellen verschiedene Speicherorte keine größere Herausforderung dar. Demgegenüber birgt eine Datenmigration allerdings immer auch Risiken. Aus diesem Grund müssen Organisationen verschiedene Punkte beachten, um das Risiko während der Migrationsprozesse zu begrenzen.

Sofern ein Unternehmen nicht erst kürzlich gegründet wurde, ist die Cloud-Migration ein andauernder Prozess. Im Allgemeinen bietet die Cloud eine Vielzahl von Vorteilen, darunter reduzierte Wartungskosten, gesteigerte Zuverlässigkeit und eine größere Flexibilität. Gerade im Falle von Datenbanken sind diese Charakteristika von erheblicher Bedeutung.

Mit einer zunehmenden Datenmenge, die in der Cloud gehostet und verarbeitet wird, steigen aber unweigerlich die dafür nötigen Aufwendungen. Um die Kosten unter Kontrolle zu halten, sind die IT-Verantwortlichen gut beraten, zu verifizieren, welche Daten sie besitzen und wie sie jeweils am effektivsten genutzt werden. Ferner müssen sie für jeden Fall eine Abwägung zwischen den Vorteilen der Cloud und ihren Kosten treffen.

Sofern diese Überlegungen bereits vor einem Migrationsprozess unternommen wurden, lässt sich eine nachträgliche Rückführung bestimmter Daten ins eigene Rechenzentrum vermeiden. Damit sinkt das Risiko eines etwaigen Datenverlusts oder Schäden an den Daten, das mit jedem Migrationsprozess einhergeht. Nicht notwendige Datenmigrationen sollten folglich unterlassen werden.

Darüber hinaus hat die Synchronisierung von Datenbanken höchste Priorität. Gerade für Unternehmen, die ihre Datenbankauslastung reduzieren wollen, ist es unabdingbar, diese synchron zu halten. Unabhängig davon, ob sie die Daten auf unterschiedliche Speicherorte verteilen möchten oder das Reporting auslagern.

Diesen Schritt sorgsam umzusetzen, hilft den IT-Verantwortlichen dabei, geringe Downtimes sowie die Integrität der Daten sicherzustellen. Werden die Auswirkungen einer Migration auf die Benutzer minimiert und wird die Integrität des Datenbestands beibehalten, können Unternehmen einen weitaus größeren Nutzen aus ihren Daten ziehen, als dies andernfalls möglich wäre.

Schritt 2: Datenbank-Management automatisieren

Das Datenbankmanagement ist häufig mit Unmengen an Arbeit verbunden. Und obgleich die überwiegende Zahl der Unternehmen auf Datenbank-Tools in unterschiedlicher Ausprägung zurückgreift, ändert dies am Aufwand bei der Verwaltung der Datenbanken nur sehr wenig – und das allein, um den Ist-Zustand zu erhalten.

Doch der komplexe Prozess der Datenbankverwaltung lässt sich vereinfachen: Mit der Automatisierung routinemäßiger Aufgaben wie Skriptausführungen oder Zustandsprüfungen kann Zeit gespart werden. Darüber hinaus hilft Automatisierung dabei, die gesetzlichen Vorschriften zu personenbezogenen Daten einzuhalten, Stichwort Discovery-Prozesse.

Datenbankmanagement spielt auch eine große Rolle, wenn es um die Einführung agiler Methoden in der Softwareentwicklung geht. DevOps mit automatisierten Prozessen wie Continious Integration & Delivery werden von einem großen Teil der Organisationen bereits genutzt. Jedoch kommt es bei der Implementierung neuer Applikationen häufig zu Schwierigkeiten.

Allzu oft ist dies auf den Datenbankzugriff der neuen Programme zurückzuführen, für den die hierzu nötigen Änderungen an der Datenbank meist manuell vorgenommen werden müssen. Diese nur teilweise umgesetzte Automatisierung hat zur Folge, dass Geld und Zeit verschwendet werden.

Schritt 3: Tiefgreifendes Monitoring etablieren

Wenn Migration und Verwaltung der Datenbanken im Griff sind, muss in einem weiteren Schritt die Leistung der Datenbanken unter die Lupe genommen werden. Hierfür sollte ein umfangreiches Monitoring aller Datenbanken der hybriden Umgebung eingeführt werden. Die Überwachung der Datenbankleistung ist ein entscheidender Faktor, um die Performance dauerhaft auf einem hohen Niveau zu halten.

Mit zunehmender Komplexität, Größe und Heterogenität der IT-Umgebungen wächst auch die Bedeutung des Monitorings. Um IT-Teams eine möglichst umfangreiche Leistungsüberwachung zu ermöglichen, sollte das Datenbank-Monitoring Echtzeitdaten, vereinfachte Analysen sowie Daten zu allen Funktionen der Datenbank umfassen. Somit können die Verantwortlichen die Performance der Datenbank aktiv gewährleisten, unabhängig davon, wo sich die Datenbank befindet.

Datenbanken sind für Unternehmen in der überwiegenden Zahl der Fälle ein integraler Bestandteil ihrer Arbeit. Daher sollten sie alle Risiken vermeiden, die den sicheren Datenbankbetrieb gefährden. So mancher mag in Anbetracht der Komplexität der Meinung sein, der Status quo sollte unangetastet bleiben, doch dies hätte unabsehbare, zumeist negative Folgen.

Ales Zeman
Ales Zeman
(Bild: Quest Software)

Um mit den Anforderungen der Digitalisierung Schritt zu halten und als Unternehmen Applikationen schneller aktualisieren zu können, flexibler auf Marktveränderungen zu reagieren und die Fortentwicklung von Programmcodes zu verbessern, sind Migration, Verwaltung und Monitoring von Datenbanken unabdingbar. Damit stellen Organisationen sicher, dass sie agil und anpassungsfähig auf Geschäftsentwicklungen reagieren können. In Zeiten der digitalen Transformation kann dies den entscheidenden Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

* Ales Zeman arbeitet seit über 19 Jahren bei Quest Software. Im Unternehmen leitet er für den Geschäftsbereich Information Management die Abteilung Sales Engineering & Professional Services in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. In seiner Position ist er verantwortlich für Lösungen rund um das Applikations- und Datenbank-Performance-Management.

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