Komplexität der Produktentwicklung beherrschbar machen 3 Design Skills für Produktmanager und Developer

Redakteur: Stephan Augsten

Bei der Entwicklung neuer Produkte haben es Produkt- und Entwicklungsteams heute mit vielen Unsicherheiten zu tun. Nach Ansicht von Pegasystems können ihnen Ansätze aus der Welt des Designs dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern.

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Maciej Szaniawski, Innovation & Design Lead EMEA bei Pegasystems.
Maciej Szaniawski, Innovation & Design Lead EMEA bei Pegasystems.
(Bild: Pegasystems)

Technologie, vor allem im Bereich Software, entwickelt sich rasant weiter und die Bedürfnisse der Nutzerinnen wandeln sich permanent. Bei der Entwicklung neuer Produkte sehen sich Produktmanager und Entwicklerinnen deshalb zunehmend mit unvollständigen, ambivalenten und fließenden Faktoren konfrontiert.

Diese Uneindeutigkeit stellt eine große Herausforderung für sie dar, denn in aller Regel sind sie für die Lösung vermeintlich konkreter Probleme ausgebildet. Ein Blick über den Tellerrand kann Abhilfe schaffen. Die Welt des Designs liefert Ansätze und Herangehensweisen für einen erfolgreichen Umgang mit komplexen Problemen, Inkonsistenzen und Ambiguitäten.

Pegasystems, Anbieter von Software zur Vereinfachung komplexer Arbeitsprozesse, erläutert drei Design Skills, die Produkt- und Entwicklungsteams weiterhelfen können.

1. Unschärfe als Chance betrachten

Die Unschärfe bei der Produktentwicklung sollte nicht als etwas Negatives gesehen, sondern als Chance begriffen werden, wirkliche Innovationen zu erschaffen. Produktmanagerinnen und Entwickler sollten sich darauf einstellen, dass sich ein neues Produkt nicht von Beginn an komplett ausdefinieren lässt, sondern während des Entwicklungsprozesses ständig modifiziert und aktualisiert werden muss.

Um die Erwartungen der Nutzerinnen wirklich zu erfüllen, sollte die Produktidee bereits in der Entwicklungsphase in regelmäßigen Abständen durch Fokusgruppen und Endnutzertests evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden. Das heißt: Am Anfang des Prozesses arbeiten die Teams ohne voreingenommene Lösungsansätze und es kristallisiert sich erst nach und nach heraus, wie das Produkt am Ende tatsächlich aussieht.

2. Mehrere Visionen verfolgen

Am Beginn der Entwicklung haben die Verantwortlichen häufig bereits eine feste Idee über ihr Produkt im Kopf und verfolgen sie konsequent zu Ende. Besser wäre es aber, mehrere Visionen für das Produkt um den Kern der Idee herum zu entwickeln, parallel zu verfolgen und zu evaluieren, welche davon die größte Aussicht auf Erfolg hat.

Haben Produktmanager und Entwicklerinnen von Anfang an mehrere mögliche Zukunftsszenarien aufgebaut, können sie später flexibel in die eine oder andere Richtung umschwenken. Das Risiko, dass sie sich in eine fixe Idee verrennen, die am Ende nicht funktioniert, sinkt dadurch erheblich. Stattdessen haben sie die Möglichkeit, durch eine leichte Veränderung der Ausrichtung aus dem Kern ihrer Idee doch noch ein überzeugendes Produkt zu erschaffen.

3. Umfassende Empathie entwickeln

Um mit einem neuen Produkt den Nerv der Kunden zu treffen, ist ein tiefes Verständnis ihrer Bedürfnisse erforderlich. Gespräche mit ihnen und Nachforschungen können Produkt- und Entwicklungsteams dabei helfen, sich wirklich in ihre Kunden hineinzuversetzen. Wichtig ist dabei aber, nicht nur ein Verständnis für die Bedürfnisse der Endnutzerinnen, sondern auch der Einkaufsentscheider zu entwickeln.

Die Teams müssen verstehen, wie die Geschäftsmodelle der potenziellen Kunden aussehen, wie sie ihre Umsätze generieren und wie sich das neue Produkt positiv in ihre Wertschöpfungsketten einfügen kann. Macht sich beispielsweise eine neue Software am Ende bei den Kunden lediglich auf der Kostenseite bemerkbar, ohne einen Mehrwert zu generieren, werden sie die Lizenzen dafür vermutlich nicht verlängern.

Maciej Szaniawski, Innovation & Design Lead EMEA bei Pegasystems, hält diese drei Fähigkeiten bei der Ausbildung von Designern für besonders wichtige Komponenten: „Unserer Ansicht nach können aber auch Produkt- und Entwicklungsteams erheblich von ihnen profitieren. Sie helfen ihnen dabei, die zunehmende Komplexität bei der Produktentwicklung zu beherrschen und sich sicherer durch eine Landschaft zu bewegen, in der Probleme zunehmend bewegliche Ziele werden und immer schwerer zu erfassen sind.“

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