IoT-Development

Projekt-Assistenz im Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Stephan Augsten

Das Internet der Dinge bietet Entwicklern eine Reihe Chancen und Möglichkeiten, ist aber auch hochkomplex.
Das Internet der Dinge bietet Entwicklern eine Reihe Chancen und Möglichkeiten, ist aber auch hochkomplex. (Bild: geralt - Pixabay.com)

Neue Lösungen für das Internet of Things (IoT) treffen auf einen spannenden Markt. Verschiedene Tools, Initiativen und Standards können dabei helfen, die immer anspruchsvolleren Projekte umzusetzen.

Laut IDC-Prognosen werden sich die aktuell knapp 15 Milliarden weltweit vernetzten „Dinge“ bis zum Jahr 2020 verdoppeln. In den kommenden drei Jahren ist somit eine rasante Entwicklung im Internet of Things (IoT) zu erwarten.

Noch gibt es allerdings viel zu tun: Zwei von drei Unternehmen haben es bislang nicht geschafft, zumindest Pilotprojekte für das IoT zu entwickeln, so die Marktforscher von IDC. Als Hürden wurden genannt: knappe Budgets (28 Prozent), Mangel an Know-how (24 Prozent) und die hohe Komplexität von IoT-Lösungen (27 Prozent). Ist die Budgetfrage geklärt, spricht vieles für einen hohen Bedarf an IoT-Entwicklern.

IoT-Entwicklung braucht einen Rahmen

Für acht von zehn Unternehmen, die sich derzeit in der Planungsphase von IoT-Initiativen befinden, ist die Einführung einer IoT-Plattform fester Bestandteil der Roadmap, so IDC weiter. Man möchte also ein definiertes Fundament für die weitere IoT-Entwicklung nutzen und versucht, Stückwerk zu vermeiden.

Das geht allerdings nicht nur den Unternehmen so, auch für Entwicklerinnen und Entwickler haben Plattformen, Standards und rahmengebende Initiativen Vorteile. Weiterbildungen, Zertifizierungen, aber auch die täglichen Entwicklungsaufgaben bekommen so einen Rahmen, eine Richtschnur.

Das Internet of Things (IoT) bietet spannende Geschäftsfelder, darunter IoT-Analyse-Services.
Das Internet of Things (IoT) bietet spannende Geschäftsfelder, darunter IoT-Analyse-Services. (Bild: Flexera Software)

Im IoT geht es immerhin um das Zusammenspiel vieler und sehr unterschiedlicher Komponenten, die auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen. In verschiedenen Bereichen der IoT-Entwicklung zeichnen sich passende Standards, Plattformen und Tools ab, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Standards helfen bei Kommunikationsproblemen

Bei IoT-Projekten empfiehlt es sich, auch neue Standards in den Blick zu nehmen, wenn Aussicht darauf besteht, dass sich diese durchsetzen können. So haben sich zum Beispiel Cisco, ABB, Bosch Rexroth, B&R, General Electric, National Instruments, Parker Hannifin, Schneider Electric, SEW Eurodrive und TTTech darauf verständigt, zukünftig den Einsatz eines einheitlichen Kommunikationsprotokolls für das Industrial Internet of Things (IIoT) zu forcieren.

Die Anbieter aus den Bereichen Automatisierungs- und Informationstechnologie setzen auf OPC Unified Architecture Time Sensitive Networking (OPC UA TSN). Es soll als offene, einheitliche, standardbasierte und interoperable Lösung die Kommunikation zwischen industriellen Controllern, weiteren IT Systemen oder der Cloud gewährleisten. Für IIoT-Projekte sollte man OPC UA TSN also ebenfalls in Erwägung ziehen.

Lizenzfragen wollen geklärt sein

Die Vielfalt an Komponenten in IoT-Projekten bringt nicht nur Probleme bei der Kommunikation mit sich. Auch die Lizenzfragen sind durchaus komplex, müssen aber unbedingt geklärt werden. Hilfreich kann da eine Entwicklung sein wie der Marktplatz von Avanci.

Über diese Plattform ist es möglich, patentierte Wireless-Technologie für das Internet der Dinge (IoT) zu lizenzieren. Der Marktplatz vereint Patente von Anbietern wie Ericsson, Qualcomm, InterDigital, KPN und ZTE, damit IoT-Gerätehersteller die Konnektivität ihrer Produkte über eine einzige Lizenz erweitern können.

Analysen sind entscheidende Services im IoT

Lösungen für das Internet of Things werden zunehmend im Bereich der IT-Dienstleistungen entstehen. Unter den Services sind es gerade die IoT-Analysen, die vielversprechend sind. Hier gibt es bereits passende Open-Source-Kits, wie ein entsprechendes Angebot der Software AG zeigt.

Die Software AG hat die Apama Community Edition mit der Bereitstellung eines Analyse-Kits für das Internet der Dinge erweitert. Das Kit gibt es kostenlos als Open-Source-Software unter der Apache-Lizenz v2.0, es kann auch auf Raspberry Pi betrieben werden. Das IoT-Analytics-Kit für die Apama Community Edition enthält eine Reihe ereignisbasierter Analyse-Microservices zur Entwicklung von IoT-Anwendungen.

Hierzu zählen zum Beispiel Services, mit denen die „normale“ Spanne numerischer Werte berechnet wird und Warnungen angestoßen werden, wenn diese Spanne überschritten wird. Darüber hinaus bietet das Kit Analysefunktionen für fehlende Daten, Quasher (unterbindet das Versenden von Ereignissen für eine bestimmte Zeitspanne), Varianz und Gradient, wie die Software AG meldete.

Neue Geschäftsfelder im IoT abdecken

IoT-Entwicklungen können interessante Marktchancen nutzen, wobei IoT-Analysen nur ein Beispiel sind. Flexera Software zum Beispiel hat eine neue Version von FlexNet Operations auf den Markt gebracht. Mit der neuen Version sollen Softwarehersteller und IoT-Unternehmen ein automatisches Upgrade-Management nutzen können. Damit wird ein hoher Bedarf auf dem IoT-Markt angesprochen: Maßnahmen gegen die mangelhafte IoT-Sicherheit.

Bereits diese Beispiele zeigen: Im IoT erwartet die Entwickler nicht nur eine hohe Komplexität. Es bieten sich auch eine Reihe von Chancen und Möglichkeiten, die IoT-Probleme anzugehen und die Lösung zu einem neuen Geschäftsmodell zu machen oder aber das eigene Geschäftsmodell zu festigen.

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