Neues eBook bei Dev-Insider

Die Blockchain im Entwickler-Umfeld

| Autor / Redakteur: Mirco Lang / Stephan Augsten

In unserem eBook zu Blockchain widmen wir uns den Grundlagen und stellen die interessantesten Projekte vor.
In unserem eBook zu Blockchain widmen wir uns den Grundlagen und stellen die interessantesten Projekte vor. (© monsitj - stock.adobe.com)

Wie funktionieren Blockchains und was hat es mit Smart Contracts und Dapps bei Ethereum auf sich? Unser neues eBook „Blockchain im Developer-Umfeld“ beleuchtet die Grundlagen und stellt die spannendsten Projekte vor.

Blockchains sind vielversprechend. Sie können Kosten einsparen, Audits vereinfachen, die Echtheit von Markenprodukten belegen, die Supply Chain von Lebensmitteln transparent machen, Vertrauen in Handelspartner und Verträge ersetzen, Mittelsmänner ausboten und eine ganze Wirtschaft ohne traditionelle Unternehmen etablieren.

So zumindest sehen es derzeit viele Technik-Enthusiasten und forsche Entwickler, aber auch Studien von Banken und Beratungshäusern. Viele dieser Anliegen lassen sich bereits im produktiven Einsatz verfolgen, andere erscheinen eher als Vision am Horizont.

Allem voran steht allerdings häufig ein Missverständnis: Die Blockchain ist eine Technologie, kein Produkt – und vor allem nicht mit Bitcoin gleichzusetzen. Und folglich kann sie nicht nur Kryptowährung transferieren, sondern jegliche Art von digitalen Assets.

Was sind Blockchains?

Im ersten Teil unseres eBooks „Blockchains im Developer-Umfeld“ steht die Technik selbst im Vordergrund. Wichtig ist hier vor allem, ein Verständnis für das gesamte System zu entwickeln: Die Blockchain als verteilte Datenbank in einem Peer-to-Peer-Netzwerk. Auch der kryptografische Grundgedanke, wie die Blöcke überhaupt erst entstehen und vor allem wie sie anschließend in der Kette aufgenommen werden, ist essenziell, um Potenziale für eigene Projekte entdecken zu können.

Einige mögliche Anwendungsgebiete zeigen die ganze Bandbreite der Blockchain vom autonomen Fahren bis hin zu automatisierten Versicherungspolice – einem so genannten Smart Contract.

Vereinfachte Darstellung der Bitcoin-Blockchain.
Vereinfachte Darstellung der Bitcoin-Blockchain. (Bild: Bitcoin Developer Guide / CC0)

Schlaue Verträge auf Ethereum-Basis

Ethereum ist auf gutem Weg, der zweite große Name im Blockchain-Universum zu weden: Unter Ägide der Linux Foundation ergänzt das Projekt das Blockchain-Backend mit Smart Contracts. Daher hat sich Ethereum auch einen eigenen Beitrag verdient, der ein wenig Lichts ins Dunkel der vielen neuen Buzzwords wirft: Dapps, The DAO, Solidity, geth, Ether und so weiter.

Das wirklich Spannende an Ethereum ist die Möglichkeit, nicht nur alte Prozesse zu optimieren, sondern über eigene, komplexe Regelwerke jegliche Art von Vertrag zu modellieren. Dies geht bis hin zu komplett autonomen Organisationen, die ohne die üblichen Boards und Gremien auskommen. Aber auch weniger visionäre Anwendungen lassen sich mit Ethereum umsetzen, etwa das Tracking von Waren.

Letztlich zeigt der Beitrag neben der Funktionsweise von Ethereum auch, wie Entwickler Zugang bekommen: Welche Programmiersprachen stehen zur Verfügung? Welche IDEs gibt es für Dapps und Smart Contracts?

Im Übrigen kann Ethereum auch auf populäre Unterstützung verweisen: Die Enterprise Ethereum Foundation will das Projekt als offenes Standard-Framework für die Industrie etablieren. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Microsoft, Santander, J. P. Morgan und Intel. Namedropping beherrscht aber auch die Konkurrenz.

Blockchain mal anders: Intelligente Türöffner könnten das Airbnb-Konzept automatisieren.
Blockchain mal anders: Intelligente Türöffner könnten das Airbnb-Konzept automatisieren. (Bild: Slock.it)

Die wichtigsten Projekte

Den eBook-Abschluss macht eine kurze Übersicht der spannendsten Projekte rund um Blockchain, beispielsweise den dritten großen Namen neben Ethereum: Hyperledger bietet die Option, nicht bloß die eine öffentliche Blockchain zu nutzen, sondern auch private Blockchains im Unternehmen aufzusetzen. Aber ebenso wie die vermeintliche Konkurrenz basiert auch Hyperledger auf Open Source und kann bei der Führung auf große Namen bauen.

Premium-Mitglieder sind zum Beispiel Airbus, Daimler, SAP und Fujitsu; sowie das sehr aktive Accenture, das bei beiden und weiteren Projekten mitarbeitet. Aber auch mittlere Unternehmen und Software-Entwickler sollen nicht zu kurz kommen: „Kleinere“ Tools wie Openchain ermöglichen erste Schritte mit privaten Blockchains in wenigen Stunden, Blockchain-as-a-Service-Anbieter wie Tieron bieten Blockchain-Benefits ohne eigene Entwicklung und innovative Unternehmen wie Storj stellen mittels Blockchain sogar distribuierten Cloud-Speicher zur Verfügung.

IBM Hyperledger Sawtooth: Transparente, integre Herkunftsnachweise für Fischereiprodukte.
IBM Hyperledger Sawtooth: Transparente, integre Herkunftsnachweise für Fischereiprodukte. (Bild: IBM)

Und wenn es noch eines bodenständigen, praktischen Arguments bedarf, die Relevanz dieser Hype-Technologie herauszustellen: Im Finanzsektor werden Jahr für Jahr Hunderte Milliarden Euro transferiert – die Kerndisziplin von Blockchains. Und das Finanzsystem ist wenig effizient, wie etwa die Harvard Business Review feststellt: Überall verdienten Mittelsmänner mit, papierlastige Prozesse belasteten das System und zentralisierte IT-Infrastrukturen seien anfällig für Ausfälle. Und folgerichtig investiert ein Großteil der Finanzdienstleister in Blockchain-Projekte.

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