E-Commerce-Studie von ibi research

Anbindung von Online-Shopsystemen problembehaftet

| Redakteur: Stephan Augsten

Bei Online-Shops vertrauen recht viele Unternehmen auf Eigenentwicklungen und Open-Source-Lösungen.
Bei Online-Shops vertrauen recht viele Unternehmen auf Eigenentwicklungen und Open-Source-Lösungen. (Bild: JuralMin - Pixabay.com)

Mit dem Aufbau von B2B-Online-Shopsystemen haben sich die IT-Forscher von ibi research an der Universität Regensburg befasst. Demnach bereiten die Kompatibilität der Schnittstellen sowie die Datenqualität die größten Schwierigkeiten bei der Anbindung vorhandener Systeme.

Im Rahmen der B2B-E-Commerce-Studie hat ibi research herausgefunden, dass 28 Prozent der befragten Unternehmen ein kommerzielles Standard-Shopsystem nutzen. 26 Prozent setzen eine Eigenentwicklung ein, weitere 13 Prozent vertrauen auf Open-Source-Lösungen.

Etwa drei von vier B2B-Online-Shops sind dabei international ausgerichtet, allerdings haben nur 15 Prozent der befragten Unternehmen ein eigenes Shopsystem für jedes Land aufgebaut. In 36 Prozent der Fälle werden länderspezifische Front-Ends oder Mandantenshops mit anderen Produkten und Preisen genutzt, das Grund-Shopsystem bleibt gleich.

Unabhängig vom Internationalisierungsgrad und vom gewählten Shopsystem bestanden die größten Schwierigkeiten bei der Anbindung vorhandener Unternehmenssysteme an die Online-Shop-Software in der Kompatibilität der Schnittstellen sowie in der Datenqualität. Eine Aufbereitung und Anpassung an die Anforderungen des E-Commerce sei in diesen Fällen meist unabdingbar, unterstreicht Projektleiter Dr. Georg Wittmann: „Das geht jedoch nicht ohne Aufwand, sowohl finanziell als auch zeitlich. Hier ist auch die Geschäftsleitung gefragt, die die nötigen Ressourcen bereitstellen muss.“

Bei knapp der Hälfte der Befragten ist zwar bereits eine vollautomatisierte Produktaktualisierung im Shopsystem realisiert ist. 48 Prozent der Experten sagten aber, dass der Aufwand zur Aufbereitung bzw. Bereitstellung der Produktdaten in geeigneter Qualität höher war als erwartet, ibi research will dies in einer Folgestudie weiter analysieren. Zudem hatte jeder fünfte Shop mehr Schwierigkeiten als erwartet, das Shopsystem mit weiteren Vertriebskanälen zu verbinden. Bei 21 Prozent war die Umsetzung der kundenindividuellen Preise aufwändiger als erwartet.

Die vollständige Studie „Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce 2017“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

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