Hilfestellung für Management und Entwickler

10 Erfolgsfaktoren für die DevOps-Kultur

| Autor / Redakteur: Thorsten Eckert * / Stephan Augsten

Bei DevOps dreht sich alles um die Zusammenarbeit, den Abbau von Barrieren und die Integration aller Bereiche der IT-Abteilung.
Bei DevOps dreht sich alles um die Zusammenarbeit, den Abbau von Barrieren und die Integration aller Bereiche der IT-Abteilung. (Bild: geralt - Pixabay.com / CC0)

Für IT-Teams, die traditionelle Methoden mit separater Entwicklung und Betrieb gewöhnt sind, kann DevOps eine entmutigende Neuausrichtung bedeuten. Die jahrelang etablierten Silostrukturen scheinen sich kaum aufbrechen zu lassen.

DevOps-Strategien sind eng mit dem Anspruch verbunden, immer schneller neue Produkte auf den Markt zu bringen. Darüber hinaus sorgt ein Umfeld aus Zusammenarbeit und Kommunikation für eine beträchtliche Verbesserung der Arbeitsabläufe. Die Umsetzung von DevOps setzt aber eine entsprechende Kultur im Unternehmen voraus.

Jeder Umbruch im Unternehmen muss mit der Unterstützung der Führungsebene beginnen. DevOps ist ursprünglich eine Bewegung von der Basis – nämlich der Wunsch der Entwickler, die Art und Weise, wie sie zusammenarbeiten, zu automatisieren und zu verändern. Das Management muss diesen grundlegenden Kulturwandel jedoch ermöglichen und darüber hinaus sicherstellen, dass dieser in geordneten Bahnen verläuft.

Letztlich bedeutet dies, einen Konsens zwischen den Abteilungen aufrechtzuerhalten, was genau DevOps für das ganze Unternehmen bedeutet. Die Führungsetage erkennt jetzt, dass sie auf DevOps angewiesen ist, damit das Unternehmen im Wettbewerb bestehen kann. Das Problem jedoch ist, dass die Führungskräfte oft nicht wissen, wie sie es anpacken sollen.

In den Anfängen von DevOps stellte sich die Frage: „Wir sind die Entwickler, wie bekommen wir das Management an Bord?“. Heute fragt sich das Management „Wir wollen DevOps machen, wie bekommen wir die Entwickler an Bord?“. Einer der Fehler, die viele Unternehmen machen, ist die Kreation einer völlig neuen Position speziell für DevOps, anstatt die bestehenden Abteilungen effektiv zu verschmelzen und möglichst viele DevOps-Beteiligte miteinzubeziehen.

Der menschliche Faktor von DevOps

Die größte Herausforderung ist, dass die Menschen zögern, sich zu verändern, aus Angst zu scheitern. Der Erfolg von DevOps gründet sich darauf, eine kollaborative Umgebung zu schaffen, in der die Mitarbeiter einander vertrauen. Unternehmen müssen dabei schlank agieren und eine sichere Umgebung schaffen, in der die Mitarbeiter angstfrei und experimentierfreudiger an die Sache herangehen.

Jedes Unternehmen ist in der Lage, DevOps zu implementieren, aber es kann schwierig sein, die Vorteile der Transformation allen an Bord zu vermitteln. Der Schlüssel zur DevOps-Implementierung ist eben, die DevOps-Kultur im Unternehmen zu etablieren. Ist dies geschafft, sind Fachkräfte, meist Entwickler, nötig, um die Umsetzung voranzutreiben. Diese sollten die folgenden zehn Fähigkeiten mitbringen:

  • 1. Soft Skills – Verständnis der Menschen und der Kultur sowie effektive Kommunikationsfähigkeit sind entscheidend.
  • 2. Breites Verständnis von Tools und Technologien – Die DevOps-Beteiligten müssen neugierig sein, ständig neue Dinge zu lernen, sie müssen Fragen stellen, die neue Ideen hervorbringen, und offen sein für neue Herausforderungen.
  • 3. Sicherheitstraining – Sie müssen in der Lage sein, Anwendungen vor Angriffen zu schützen.
  • 4. Erfahrung mit Infrastruktur-Automatisierungs-Tools – für die Umsetzung auf jeder Ebene.
  • 5. Tests – Testläufe sind erforderlich, um die Automatisierung voranzutreiben.
  • 6. „Customer-first“-Mentalität – Die Fähigkeit sich einzufühlen, Dinge zu priorisieren und transparent zu sein, sind der Schlüssel zu erfolgreichen Geschäftsbeziehungen. DevOps-Beteiligte sollten sich nicht nur um die technische und organisatorische Supply Chain kümmern, sondern auch um das Endergebnis beim Kunden.
  • 7. Zusammenarbeit – DevOps-Verantwortliche sollten in der Lage sein, die Arbeit in kleine Chargen aufzubrechen, damit andere sie schneller erledigen können. Sie sollten Empathie gegenüber dem gesamten Team zeigen.
  • 8. Flexibilität – Sie sollten Multitasking-fähig und offen dafür sein, nach dem Prinzip „Risiko und Belohnung“ zu agieren, weil „alles wichtig“ und „alles dringend“ ist.
  • 9. Netzwerkbewusstsein – Das Netzwerkdesign muss geplant und getestet werden.
  • 10. In großen Bildern denken – Die Bedürfnisse und Wünsche von multidisziplinären Teams sollten berücksichtigt und sinnvoll kombiniert werden. Konfliktpunkte und Einschränkungen, die von einem Projekt zum nächsten getragen werden, sollten vermieden werden.

Thorsten Eckert
Thorsten Eckert (Bild: Actifio)

Abgesehen von den Fähigkeiten der einzelnen Ingenieure ist es wichtig, eine starke Teamumgebung für DevOps zu entwickeln. Bei DevOps dreht sich alles um die Zusammenarbeit, den Abbau von Barrieren und die Integration aller Bereiche der IT-Abteilung. Auf diese Weise kann DevOps zur Wettbewerbsfähigkeit und damit zum geschäftlichen Erfolg enorm beitragen.

* Thorsten Eckert wurde im Herbst 2015 bei Actifio zum Sales Director für die DACH-Region ernannt, um das Wachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz voranzutreiben. Eckert startete 1997 bei Oracle, wechselte zu Sun, später zu Netapp und war von 2004 bis 2015 bei VMware tätig, zuletzt als Manager Enterprise Accounts. Aus dieser Zeit bringt er neben Vertriebserfahrung auch Know-how im Virtualisierungsumfeld mit.

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